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Strelitzius Blog

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Monatsarchiv: Juni 2017

Philharmonie lädt wieder zur musikalischen Radtour

16 Freitag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Kultur

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Freizeit, Mecklenburgische Seenplatte, Musik, Neubrandenburg, Radsport

Der Philharmonische Chor Neubrandenburg. Foto: TOG

Am Sonntag wird wieder kräftig in die Pedale getreten – aufgemuntert und belohnt von musikalischen Einlagen. Treffpunkt für die kulturinteressierten Radler ist wie immer die Konzertkirche Neubrandenburg. Dort wird um 10 Uhr das Duo con fuoco der Neubrandenburger Philharmonie (Foto) die Teilnehmer begrüßen.

Weiter geht es mit den Philharmonikern über Weitin und Lapitz nach Alt Rehse, wo dann gegen 14 Uhr der Philharmonische Chor Neubrandenburg (Leitung: Dr. Gotthard Franke) im ehemaligen Limnologischen Institut zum Abschlusskonzert einlädt.

Neustrelitzer Experte zu „Wahlgeschenken“: Kein Fortschritt auf der Schiene zu erkennen

16 Freitag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Bahn

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Schlagwörter

Mecklenburg-Vorpommern, Politik, Verkehr

Das Land will die Kleinseenbahn weitere zehn Jahre finanziell fördern.

Der Neustrelitzer Professor Helmut Böhme hat sich mal wieder mit einem längeren Kommentar bei mir gemeldet. Anlass war für ihn offensichtlich die Nachricht in meinem Blog, dass das Land die Kleinseenbahn weiter fördern will. Für Böhme, der sich neben dem Bauwesen auch intensiv mit dem Verkehrswesen beschäftigt, ist das nur ein Wahlgeschenk, das an seiner Auffassung nichts ändert: Schwerin tut nicht wirklich etwas dafür, die Eisenbahninfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern.

Gibt es eine Infrastrukturentwicklung für die Eisenbahn in Mecklenburg-Vorpommern?

Nicht erst seit der Römerzeit wusste man um die Wichtigkeit von Verkehrswegen. Ungezählte, heute noch bekannte Verkehrswege zeugen von dieser, vielleicht bedeutendsten Voraussetzung für die Entwicklung der menschlichen Gemeinschaft. Dazu gehörten auch immer die Bemühungen um eine optimale Beschaffenheit des Untergrundes und der Verkehrsfläche. Der Einbau von Rillen im Straßenaufbau für die Räder war schon bei den Römern eine recht praktische Einrichtung für einen möglichst ungehinderten Fahrverlauf, wobei die Anfänge von Spurbahnen bereits bei den Griechen und Ägyptern gefunden wurden. Es war später folgerichtig, daß schienengebundenen Wege sich immer weiter ausbreiteten und entwickelten.

In dem Deutschland des 19. Jahrhunderts entstanden nahezu massenhaft viele Schienenstränge verschiedenen Breite und Ausführung, die vor allem von der aufstrebenden Industrie, dem Handel, aber auch den Bewohnern, die zwischenmenschlichen Kontakt suchten, gesucht, gefördert, ja gefordert wurden. Allerdings gab es auch Kurzsichtigkeit, was eine Reihe obskurer Schienenumwege beweisen, wo Ortsansässige Störungen ihrer Geschäfte befürchteten und den Bahnbau verhinderten.

Blankensee erhält sogar zwei Bahnhöfe

Die Reichsgründung war ein Glücksfall für Deutschland, weil jetzt endlich die Landesgrenzen überschreitende, durchgehende Schienenverbindungen entstanden. Dabei erwies sich so manche Kleinbahn und Nebenstrecke als unrentabel und musste verschwinden. Es gab auch Doppelungen (so hatte das kleine Blankensee bei Neustrelitz zwei Bahnhöfe wegen ursprünglich zweier getrennter Bahnlinien), die entweder weiter existierten oder nach und nach verschwanden.

Das an die Spitze Europas drängende Deutschland schuf sich vor allem auch durch sein grandioses Verkehrsnetz der Eisenbahn in Handel, Wirtschaft, Wissenschaft und ja auch im Militärwesen große Vorteile in allen Bereichen. Diese Streckenentwicklung bezog sich auf die durch Deutschland und Österreich-Ungarn dominierten Teile von Europa. Nach der Zerschlagung dieser beiden von Kaisern regierten großen Staaten nach dem 1. Weltkrieg, gab es natürlich auch Veränderungen des Schienennetzes. So die ursprünglich im Deutschlandlied besungene West-Ost-Verbindung von der „Maas bis an die Memel“. Gleiches trifft auch für die Nord-Süd-Strecken zu. Noch verheerender waren die Einschnitte nach dem 2. Weltkrieg!

Reisen mit der „Russen-Kutsche“

Für die sowjetische Besatzungszone war es besonders schlimm, weil viele Schienenstränge im Unterschied zu den anderen Zonen, rigoros demontiert wurden und also keinen Nutzen mehr für uns hatten bzw. bringen konnten. Bedenkt man, daß durch die Vertreibungswelle aus den Teilen Deutschlands, die okkupiert wurden, gerade auch Mecklenburg und das bei Deutschland verbliebene Vorpommern dadurch viele neue Bewohner bekamen, so ist diese Beeinträchtigung der Infrastruktur in MV durch den Streckenabbau doppelt schlecht gewesen. Einzig die Verbindungen für die sowjetischen Truppen von und nach der SU waren ein winziger Lichtblick. So konnte man, wenn auch nicht gerade komfortabel mit der „Russen-Kutsche“ reisen, ein Zug, der Soldaten von und nach ihrer Heimat brachte und durchgehend von Schwerin, Neustrelitz über Fürstenberg, Lychen bis Frankfurt an der Oder fuhr.

Betrachten wir die Zeit nach 1990, so muß leider festgestellt werden, es hat sich nichts, aber auch gar nichts verbessert, es wurden und werden weitere Bahnlinien abgebaut. Obwohl es zu keiner Zeit in Deutschland Zweifel an der ökonomischen Überlegenheit und kostengünstigen Variante Bahn gegeben hat, wird das von den Regierenden in MV bewusst oder unbewußt negiert. Vor allem ist erschütternd zu sehen, wie gerade der Mensch auf dem Lande in den Dörfern und Kleinstädten als Bürger benachteiligt wird durch laufende Zentralisierung der Verwaltungen und aller anderen Strukturen und ihm nur noch die Straße mit eigenem Auto übrig bleibt – sofern er gesund genug zum Fahren ist oder er das Geld für ein Taxi hat!   

Es muß die Frage gestellt werden, warum wird die Verkehrswegeinfrastruktur Eisenbahn in MV nicht nur nicht gefördert, sondern sogar systematisch weiter zerstört? Das fadenscheinige Argument der Unwirtschaftlichkeit mag für den Gewinn von Privatunternehmen zutreffen – aber für eine sozialverträgliche Bürgerkultur wohl kaum. Die Privatisierungssucht in Deutschland erzeugt tatsächlich nur große Konzerne ohne jedes Interesse an sozialverträglicher Gestaltung des Lebens auf dem Land. Dazu kommt die (gewollte?)  Nichtweiterentwicklung schienengebundener Infrastruktur (Verkehrsangebote, flexible Haltepunkte , attraktive Verladeeinrichtungen usw., usf.), wodurch eine ökonomische Nutzung der Schiene gebremst und verfälscht wird.

Keine belastbare Verbindung zwischen Schwerin und Neustrelitz

Warum wird, obwohl der deutsche Freistaat Mecklenburg-Strelitz, also auch der Regierungssitz, bereits 1933 von Hitler beseitigt wurde, bis heute als Ersatz für die Zerstörung der Infrastruktur der Region Mecklenburg-Strelitz keine belastbare Verbindung zwischen Schwerin und Neustrelitz, weder auf der Straße und schon gar nicht der Schiene geschaffen? Das abseits gelegene Schwerin kann vom größten Teil des Landes nur schlecht erreicht werden. Ist das Absicht? Warum kann die Strecke von Neustrelitz, Waren, Malchow, Parchim, Ludwigslust/Schwerin nicht endlich ausgebaut werden und damit auch der kürzeste Weg nach Hamburg entstehen? Und warum wird die Ost-West- Verbindung von Neubrandenburg nach Waren über Penzlin nicht reaktiviert? Warum wird die Verbindung von Neustrelitz nach Wittstock brutal kaputt gemacht, obwohl diese Strecke über viele Jahrzehnte eine wichtige Länderverbindung war? Der  Handel und Wandel, die Schulbesuche, der Tourismus, alles wird unterbunden! Und dann wundert man sich, daß niemand hierher kommt oder/und bleibt? Warum gibt es nicht wieder die Direktverbindung von Neustrelitz nach Stettin über Woldegk, Strasburg, Pasewalk – steht denn nicht die Länderfreundschaft zu Polen auf dem Plan? Und warum dürfen die Touristen nach Feldberg nicht mehr mit der Bahn anreisen? Die meisten Züge sind Nahverkehrszüge,  leider nicht mehr von einem deutschen, sondern einem ausländischen Unternehmen hergestellt, trotz langer Strecken nicht für weite Reisen gebaut (z.B. gepäckunfreundlich). Und nun müssen wir um Lieferung betteln, im Industrieland Deutschland?

Eine armselige Perspektive

Also gibt es eine Infrastrukturentwicklung der Bahn in MV? Klar und deutlich: NEIN! Im Gegenteil, die politische Führung von MV zerstört weiter die gewachsenen Strukturen und fährt in Dienstwagen bequem zur Arbeit – was interessieren da schon die Menschen im großen Land? Können die jetzt auf den ehemaligen Bahndämmen als „Radfernweg“ für ihre Gesundheit strampeln – oder zu Hause bleiben? Ist das nicht eine recht armselige Perspektive?

Ein Blick auf die Landkarte zeigt deutlich die Schwächen und Lücken in den Verkehrswegen der Bahn und der Straße! Es fehlen leistungsfähige Ost-West Verbindungen für das Inland und für die Anbindung an die Metropolen Hamburg und Stettin! Auch in der Nord-Süd Richtung gibt es Defizite zur Metropole Berlin! Zwar kommt man von Neustrelitz günstig aller Stunden nach Berlin, aber die parkenden Automassen am Neustrelitzer Hauptbahnhof zeigen, daß aus dem breiten Land kaum jemand mit der Bahn hinkommen kann. MV besteht nun mal vor allem aus einem weiten LAND, da sind Anbindungen vorwiegend für Schwerin und Rostock ein bisschen wenig – und kleine Wahlgeschenke machen das auch nicht besser.   

Innenminister macht sich ein Bild vom Lkw-Verkehr in Mirow

15 Donnerstag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Politik

≈ 2 Kommentare

Schlagwörter

Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Polizei, Verkehr

Polizeihauptmeister Jörg Klähn erläutert Innenminister Lorenz Caffier einen Ausdruck der Daten eines Fahrtenschreibers. 

Die Mittel der Polizei, was den Lkw-Verkehr in Mirow angeht, sind offensichtlich ausgeschöpft. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat sich am heutigen Donnerstagnachmittag persönlich an einer Kontrollstelle der Autobahnverkehrspolizei Altentreptow auf Höhe des Gebäudes der Mirower Feuerwehr eingefunden. „Ich will mir noch einmal ein Urteil über die von den Bürgern gefühlte und die tatsächliche Belastung durch den Lkw-Verkehr bilden. Außerdem sind für mich die Erfahrungswerte der Kollegen wichtig und natürlich die Bedingungen, unter denen sie derartige Kontrollen vornehmen“, so der Politiker im Gespräch mit Strelitzius.

Caffier erfuhr vor Ort, dass sich die tatsächliche Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen durch Lkw in der Ortslage im Bereich von ein bis zwei Prozent bewegt. Die Frage müsse also erlaubt sein, in welchem Verhältnis hier Aufwand und Nutzen stehen, sagte Caffier auch an die Adresse der Bürgerinitiative für die Umgehungsstraße, die immer wieder mehr polizeilichen Einsatz fordere.

Mehr Polizeieinsatz sorgt nicht für weniger Lkw-Verkehr

Jörg Klähn winkt einen Lkw auf die Waage. Gemessen wird an jeder Achse.

Strelitzius hat sich auch mit Polizeihauptmeister Jörg Klähn unterhalten, der die Kontrollstelle leitete. „Wir können nicht bestätigen, was die Bürger empfinden“, so der erfahrene Beamte. Mirow sei absolut kein Schwerpunkt, was Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung oder gar Unfälle durch Lkw-Verkehr angehe. Die Belastung durch den Schwerlastverkehr stehe auf einem anderen Blatt, aber das sei nicht der Part der Polizei. „Wir sorgen nicht durch verstärkte Präsenz der Polizei für weniger Lkw-Verkehr in Mirow.“

Mit dem Computer wird der Fahrtenschreiber ausgelesen.

Im Gegenteil werde der Lkw-Verkehr in den kommenden Jahren stetig zunehmen, schätzte der Beamte ein. Und die kürzeste Verbindung zwischen Stettin und Hamburg laufe nun einmal über die B 198, die Maut sei zweitrangig. Da könnten sich die Mirower im Vergleich zu anderen Kommunen glücklich schätzen, eine Umgehungsstraße zu bekommen, für die die Mittel bereitgestellt seien. Die Tatsache, dass sich der Bau der Umgehung durch einen von privater Hand ausgelösten Rechtsstreit verzögert, kommentierte Klähn selbstverständlich nicht.

Bei der heutigen Kontrolle in Mirow wurden wie üblich Geschwindigkeit, Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie die Beladung überprüft. Unter anderem bei einem polnischen Lkw wurde die Polizei bei der Auswertung des Fahrtenschreibers fündig. Eine Zusammenfassung des heutigen Einsatzes steht noch aus.

Bei dem polnischen Lkw im Hintergrund wurden Überschreitungen des Tempolimits auf der Bundesstraße und auf der Autobahn festgestellt.

Seewalder feiern ihr Sommerfest und wünschen sich dazu viele Gäste

15 Donnerstag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Freizeit

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Schlagwörter

Feste, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Wustrow

Beim Sommerfest gibt es auch Gelegenheit, sich von den Fortschritten auf dem Seewalder Gutshof ein Bild zu machen.

Zum Seewalder Sommerfest wird am kommenden Sonnabend ab 10 Uhr eingeladen. Gelegenheit für alle, die die neue Begegnungsstätte im Dorfzentrum noch nicht gesehen haben (Strelitzius berichtete), bei der Gemeinschaft vorbeizuschauen. Ab 11 Uhr können Waldorfschule und Waldorfkindergarten besichtigt werden, ab 14 Uhr die Werkstätten und der Bauernhof sowie die Gärtnerei. Die Schüler haben musikalische Darbietungen vorbereitet, außerdem wird eine Tombola veranstaltet.

Dazu gibt es Gutes vom Grill, Kaffee und Kuchen, Floßfahrten, Kinderspiele, Verkaufsstände und ab 19.30 Live-Jazz.

Impfungen beim Landkreis nur nach Absprache möglich

15 Donnerstag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Gesundheit

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Demmin, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Neustrelitz, Waren

In den Sommerferien wird die wöchentliche Impfsprechstunde im Gesundheitsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg, Platanenstraße 43, nicht stattfinden. Das heißt, vom 24. Juli bis 3. September, wird es Impfungen beim Gesundheitsamt nur in Notfällen oder nach persönlicher Absprache geben, teilt die Kreisverwaltung mit. An den Standorten Neustrelitz, Demmin und Waren können Impftermine ohnehin nur vereinbart werden.

Doch noch delegiert: CaroAces freuen sich riesig auf Weltchampionat in Bath

14 Mittwoch Juni 2017

Posted by Strelitzius in Bildung

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Schlagwörter

Carolinum, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Schulen

Die CaroAces vom Neustrelitzer Carolinum werden ab kommenden Montag im englischen Bath gegen mehr als 90 Lego-Roboter-Teams aus 37 Nationen der Welt bei den International Open Championships antreten. Die Teilnahme unserer Gymnasiasten ist doch noch möglich geworden, nachdem eine beim Zentraleuropafinale in Regensburg vor ihnen platzierte Mannschaft aus der Slowakei einen Start in Australien vorgezogen hat.

Die CaroAces hatten in Regensburg zwar einen hervorragenden 2. Platz im Robotgame und einen fünften Rang im Robotdesign erreicht, in der Gesamtabrechnung aller Disziplinen hatte es aber nicht für die direkte Delegierung zur Weltmeisterschaft gereicht (Strelitzius berichtete). Entsprechend groß war die Freude, doch noch nach Bath reisen zu können. Nach ihrer Einschätzung verfügen die CaroAces derzeit über den besten Roboter, mit dem Neustrelitzer Teams jemals am Start waren.

Die CaroAces mit Heiko Kärger (vorn links) und Schulleiter Henry Tesch (rechts) bei der Verabschiedung.

Landrat Heiko Kärger (CDU) hat am heutigen Mittwoch die CaroAces verabschiedet und sich an der Schule noch einmal detailliert über die Wettkampfanforderungen informieren lassen. „Ich bin immer weder begeistert, wie sich die jungen Leute Jahr für Jahr anspruchsvollen Aufgaben stellen und dabei so überaus erfolgreich sind“, sagte Kärger. In dieser Saison der First Lego League ist das Verhältnis von Menschen und Haustieren Thema. Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, um sich bei Schule, Schulverein und allen Unterstützern für das in sie gesetzte Vertrauen zu bedanken. Strelitzius wird über das Abschneiden der Gymnasiasten in England zeitnah berichten.

 

Rally oder Rallye ist bei echten Harley-Bikern keine Frage

14 Mittwoch Juni 2017

Posted by Strelitzius in Leben

≈ 2 Kommentare

Schlagwörter

Feste, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Sprache

Man lernt immer noch dazu. Unsere Gegend ist konsequent mit Hinweisschildern zugepflastert worden, die auf ein orthografisches Defizit hinzuweisen scheinen. Völlig zu Unrecht angenommen, wie sich herausstellte. Da wird den Teilnehmern der „Müritz Rally“ der Weg gewiesen und offensichtlich davon ausgegangen, dass die Harley-Fahrer auch ohne „e“ am Ende von Rallye nicht von der Route abkommen.

Werden sie auch nicht, denn das Müritz Chapter Germany und das Free Bollewick-Chapter Germany haben sich ausdrücklich für eine „Müritz Rally“ entschieden. Und das zum zweiten Mal, was auch für Konsequenz spricht. Tatsächlich erlaubt der Duden die Rally, allerdings als einen Begriff aus dem Börsenwesen. Eine Stange Geld kostet ja so eine Harley auch. Wikipedia weiß hingegen, dass Rally das englische Wort für Rallye ist. Die wiederum aus dem Französischen zu uns gekommen ist. Wobei offensichtlich auch im englischsprachigen Raum beide Schreibweisen verwendet werden. Also, bei Whisky und Whiskey ist das einfacher!

Ab morgen feiern die Biker jedenfalls das 15. bzw. 20. Jubiläum ihrer Clubs gemeinsam im Camping- und Ferienpark Havelberge. Und bei der Rally haben sie sich zweifellos was gedacht. Strelitzius wünscht eine rauschende Party mit schönen Ausfahrten.

SPD-Politikerin hofft auf Bundeshilfe für Tanzkompanie

14 Mittwoch Juni 2017

Posted by Strelitzius in Politik

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Schlagwörter

Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Parteien, Wahlen

Jeannine Pflugradt

Die Neustrelitzer Bundestagsabgeordnete Jeannine Pflugradt (SPD) will prüfen lassen, ob nicht der Bund die Deutsche Tanzkompanie kofinanzieren kann. Zu diesem Zweck hat sie den haushaltspolitischen Sprecher ihrer Fraktion, Johannes Kahrs, für kommenden Freitag nach Neustrelitz eingeladen.

Das Land hatte am vergangenen Wochenende anlässlich des 25. Juniläums der Tanzkompanie mitgeteilt, die Truppe weitere zehn Jahre mit jährlich einer halben Million Euro zu finanzieren (Strelitzius berichtete). Insgesamt hat das Ensemble einen jährlichen Budgetbedarf von etwa 850 000 Euro. Die Lücke soll neben eigenen Einnahmen mit kommunalen Anteilen gefüllt werden.

Finanzbedarf hat auch der Erinnerungsort „Stasi-Haftanstalt Töpferstraße“, zweites Ziel der beiden Bundespolitiker. Hier könnte eine Beteiligung des Bundes ebenfalls die Situation verbessern.

Russlandreisender lädt in den Büchertempel am Hafen ein

14 Mittwoch Juni 2017

Posted by Strelitzius in Tourismus

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Schlagwörter

Freizeit, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Russland

Die AWO Regionalgruppe Neustrelitz lädt in Kooperation mit den Freunden des Buches e.V. herzlich zu einem Reisebericht von Dieter Zscheischler am Dienstag, den 20. Juni, um 18 Uhr in das Antiquariat am Hafen ein. Begleitet von Fotos auf der Leinwand, erzählt Zscheischler von seiner Reise 2016 nach Russland. „Ein Abenteuer pur“ wie er berichtet: „Wir gönnten uns dieses zusammen mit Wohnmobilfreunden aus Eisenach und haben es nicht bereut.“

Ziel und Auslöser war das 60-jährige Stadtjubiläum der Neustrelitzer Partnerstadt Tschaikowski am Ural. Hierhin hat es die russischen Truppen 1993 nach ihrem Abzug aus Neustrelitz verschlagen. 2006 war Zscheischler als SPD-Stadtvertreter mit einer kleinen Neustrelitzer Delegation ebenfalls in der Partnerstadt.

„Auf rund 10 000 km durch Russland haben wir viele Menschen getroffen. Alle unsere Begegnungen waren nur positiv“, so der abenteuerlustige Neustrelitzer. Die Route führte über Polen, Litauen und Lettland nach Moskau, weiter zum „Stillen Don“ bis hinunter zum Asowschen Meer. Von dort ging der Weg an den Städten von Wolga und Kama entlang bis in die Partnerstadt Tschaikowski.

Nach fünf Tagen herzlicher Gastfreundschaft und intensiver Gespräche hieß es Abschied nehmen. Der Rückweg verlief über das schöne Susdal, führte hoch bis zum Beginn des Eismeerkanals, von dort zur Insel Kishi und hatte mit Sankt Petersburg einen krönenden Abschluss. Der Vortrag ist kostenfrei. Für Getränke und Snacks ist vor Ort gesorgt.

 

Nationalpark sichert Fledermaus-Großquartier am Käflingsbergturm

14 Mittwoch Juni 2017

Posted by Strelitzius in Tiere

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Mecklenburgische Seenplatte, Nationalpark, Natur, Umwelt

Mitarbeiter der Nationalpark-Werkstatt und des zuständigen Reviers Schwarzenhof verschließen die Einfluglöcher ins Innere des Technikgebäudes. Foto: Volker Spicher, NPA Müritz

Im Müritz-Nationalpark wurde ein großes Quartier der kleinsten europäischen Fledermausart, der Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus) nachgewiesen. Ranger fanden hinter der Außenverkleidung eines Technikhauses auf dem Käflingsberg Hinweise auf ein Quartier. Bei einer abendlichen Zählung wurden knapp 300 Fledermäuse erfasst.

Der 55 Meter hohe Käflingsbergturm bietet Besuchern nicht nur einen spektakulären Überblick über den Müritz-Nationalpark, sondern ist gleichzeitig Feuerwach- und Mobilfunksendeturm. Betreiber ist die Deutsche Funkturm GmbH. Das nebenstehende Versorgungsgebäude beherbergt neuerdings nicht mehr nur Technik, sondern auch die tierischen Bewohner.

Größer als eine Mücke, aber kleiner als eine Streichholzschachtel: die Mückenfledermaus. Foto: Evgeniy Yakhontov, CC BY-SA 3.0

„Im Winter fanden wir im Haus einige tote Fledermäuse. Diese hatten sich anscheinend hinein verirrt und nicht mehr heraus gefunden“, erklärt Volker Spicher vom Nationalparkamt Müritz. Mit der wärmeren Jahreszeit wollte man nun der Sache auf den Grund gehen und entdeckte die Schlafstätte der Mückenfledermäuse unter der Außenverschalung des Gebäudes. „Das ist typisch für diese Fledermausart. Das Sommerquartier beziehen sie gerne in spaltenförmigen Verstecken – etwa hinter Gebäudeverkleidungen. Im Winter sind sie auf Höhlen in alten Bäumen angewiesen. Diese finden sie im Umfeld des Käflingsberges“, erläutert der an der Maßnahme beteiligte Experte Axel Griesau. Alle Zugänge zum Inneren seien von den Mitarbeitern der Nationalpark-Werkstatt verschlossen worden, sodass die Fledermäuse nicht mehr in eine ausweglose Falle geraten.

Jäger passt in eine Streichholzschachtel

Die Mückenfledermaus wurde erstmals 1995 im Müritz-Nationalpark nachgewiesen. Die Art ist überhaupt erst seit den 1980 Jahren bekannt. Nachdem genetische Untersuchungen Unterschiede zur verwandten Zwergfledermaus zeigten, erkannte man beide Arten als eigenständig an. Den Namen trägt die Mückenfledermaus auf Grund ihrer Größe. Mit maximal sieben Gramm Körpergewicht, etwa so viel wie zwei Stück Würfelzucker, ist sie ein Fliegengewicht unter den Fledermäusen. Der kleine Jäger würde in eine Streichholzschachtel passen. Doch auch ihre besondere Vorliebe für Mücken, Gnitzen und Eintagsfliegen hätte namensgebend sein können.

Im gesamten Müritz-Nationalpark haben 15 verschiedene Fledermausarten eine Heimat gefunden. Hier finden sie Quartiere in Höhlen alter Bäume und strukturreiche Landschaften mit einem reichhaltigen Nahrungsangebot. In Deutschland gibt es 27 Arten, in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 17.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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