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Tagesarchiv 14. Juni 2017

Doch noch delegiert: CaroAces freuen sich riesig auf Weltchampionat in Bath

14 Mittwoch Juni 2017

Posted by Strelitzius in Bildung

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Schlagwörter

Carolinum, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Schulen

Die CaroAces vom Neustrelitzer Carolinum werden ab kommenden Montag im englischen Bath gegen mehr als 90 Lego-Roboter-Teams aus 37 Nationen der Welt bei den International Open Championships antreten. Die Teilnahme unserer Gymnasiasten ist doch noch möglich geworden, nachdem eine beim Zentraleuropafinale in Regensburg vor ihnen platzierte Mannschaft aus der Slowakei einen Start in Australien vorgezogen hat.

Die CaroAces hatten in Regensburg zwar einen hervorragenden 2. Platz im Robotgame und einen fünften Rang im Robotdesign erreicht, in der Gesamtabrechnung aller Disziplinen hatte es aber nicht für die direkte Delegierung zur Weltmeisterschaft gereicht (Strelitzius berichtete). Entsprechend groß war die Freude, doch noch nach Bath reisen zu können. Nach ihrer Einschätzung verfügen die CaroAces derzeit über den besten Roboter, mit dem Neustrelitzer Teams jemals am Start waren.

Die CaroAces mit Heiko Kärger (vorn links) und Schulleiter Henry Tesch (rechts) bei der Verabschiedung.

Landrat Heiko Kärger (CDU) hat am heutigen Mittwoch die CaroAces verabschiedet und sich an der Schule noch einmal detailliert über die Wettkampfanforderungen informieren lassen. „Ich bin immer weder begeistert, wie sich die jungen Leute Jahr für Jahr anspruchsvollen Aufgaben stellen und dabei so überaus erfolgreich sind“, sagte Kärger. In dieser Saison der First Lego League ist das Verhältnis von Menschen und Haustieren Thema. Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, um sich bei Schule, Schulverein und allen Unterstützern für das in sie gesetzte Vertrauen zu bedanken. Strelitzius wird über das Abschneiden der Gymnasiasten in England zeitnah berichten.

 

Rally oder Rallye ist bei echten Harley-Bikern keine Frage

14 Mittwoch Juni 2017

Posted by Strelitzius in Leben

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Schlagwörter

Feste, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Sprache

Man lernt immer noch dazu. Unsere Gegend ist konsequent mit Hinweisschildern zugepflastert worden, die auf ein orthografisches Defizit hinzuweisen scheinen. Völlig zu Unrecht angenommen, wie sich herausstellte. Da wird den Teilnehmern der „Müritz Rally“ der Weg gewiesen und offensichtlich davon ausgegangen, dass die Harley-Fahrer auch ohne „e“ am Ende von Rallye nicht von der Route abkommen.

Werden sie auch nicht, denn das Müritz Chapter Germany und das Free Bollewick-Chapter Germany haben sich ausdrücklich für eine „Müritz Rally“ entschieden. Und das zum zweiten Mal, was auch für Konsequenz spricht. Tatsächlich erlaubt der Duden die Rally, allerdings als einen Begriff aus dem Börsenwesen. Eine Stange Geld kostet ja so eine Harley auch. Wikipedia weiß hingegen, dass Rally das englische Wort für Rallye ist. Die wiederum aus dem Französischen zu uns gekommen ist. Wobei offensichtlich auch im englischsprachigen Raum beide Schreibweisen verwendet werden. Also, bei Whisky und Whiskey ist das einfacher!

Ab morgen feiern die Biker jedenfalls das 15. bzw. 20. Jubiläum ihrer Clubs gemeinsam im Camping- und Ferienpark Havelberge. Und bei der Rally haben sie sich zweifellos was gedacht. Strelitzius wünscht eine rauschende Party mit schönen Ausfahrten.

SPD-Politikerin hofft auf Bundeshilfe für Tanzkompanie

14 Mittwoch Juni 2017

Posted by Strelitzius in Politik

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Schlagwörter

Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Parteien, Wahlen

Jeannine Pflugradt

Die Neustrelitzer Bundestagsabgeordnete Jeannine Pflugradt (SPD) will prüfen lassen, ob nicht der Bund die Deutsche Tanzkompanie kofinanzieren kann. Zu diesem Zweck hat sie den haushaltspolitischen Sprecher ihrer Fraktion, Johannes Kahrs, für kommenden Freitag nach Neustrelitz eingeladen.

Das Land hatte am vergangenen Wochenende anlässlich des 25. Juniläums der Tanzkompanie mitgeteilt, die Truppe weitere zehn Jahre mit jährlich einer halben Million Euro zu finanzieren (Strelitzius berichtete). Insgesamt hat das Ensemble einen jährlichen Budgetbedarf von etwa 850 000 Euro. Die Lücke soll neben eigenen Einnahmen mit kommunalen Anteilen gefüllt werden.

Finanzbedarf hat auch der Erinnerungsort „Stasi-Haftanstalt Töpferstraße“, zweites Ziel der beiden Bundespolitiker. Hier könnte eine Beteiligung des Bundes ebenfalls die Situation verbessern.

Russlandreisender lädt in den Büchertempel am Hafen ein

14 Mittwoch Juni 2017

Posted by Strelitzius in Tourismus

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Schlagwörter

Freizeit, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Russland

Die AWO Regionalgruppe Neustrelitz lädt in Kooperation mit den Freunden des Buches e.V. herzlich zu einem Reisebericht von Dieter Zscheischler am Dienstag, den 20. Juni, um 18 Uhr in das Antiquariat am Hafen ein. Begleitet von Fotos auf der Leinwand, erzählt Zscheischler von seiner Reise 2016 nach Russland. „Ein Abenteuer pur“ wie er berichtet: „Wir gönnten uns dieses zusammen mit Wohnmobilfreunden aus Eisenach und haben es nicht bereut.“

Ziel und Auslöser war das 60-jährige Stadtjubiläum der Neustrelitzer Partnerstadt Tschaikowski am Ural. Hierhin hat es die russischen Truppen 1993 nach ihrem Abzug aus Neustrelitz verschlagen. 2006 war Zscheischler als SPD-Stadtvertreter mit einer kleinen Neustrelitzer Delegation ebenfalls in der Partnerstadt.

„Auf rund 10 000 km durch Russland haben wir viele Menschen getroffen. Alle unsere Begegnungen waren nur positiv“, so der abenteuerlustige Neustrelitzer. Die Route führte über Polen, Litauen und Lettland nach Moskau, weiter zum „Stillen Don“ bis hinunter zum Asowschen Meer. Von dort ging der Weg an den Städten von Wolga und Kama entlang bis in die Partnerstadt Tschaikowski.

Nach fünf Tagen herzlicher Gastfreundschaft und intensiver Gespräche hieß es Abschied nehmen. Der Rückweg verlief über das schöne Susdal, führte hoch bis zum Beginn des Eismeerkanals, von dort zur Insel Kishi und hatte mit Sankt Petersburg einen krönenden Abschluss. Der Vortrag ist kostenfrei. Für Getränke und Snacks ist vor Ort gesorgt.

 

Nationalpark sichert Fledermaus-Großquartier am Käflingsbergturm

14 Mittwoch Juni 2017

Posted by Strelitzius in Tiere

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Schlagwörter

Mecklenburgische Seenplatte, Nationalpark, Natur, Umwelt

Mitarbeiter der Nationalpark-Werkstatt und des zuständigen Reviers Schwarzenhof verschließen die Einfluglöcher ins Innere des Technikgebäudes. Foto: Volker Spicher, NPA Müritz

Im Müritz-Nationalpark wurde ein großes Quartier der kleinsten europäischen Fledermausart, der Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus) nachgewiesen. Ranger fanden hinter der Außenverkleidung eines Technikhauses auf dem Käflingsberg Hinweise auf ein Quartier. Bei einer abendlichen Zählung wurden knapp 300 Fledermäuse erfasst.

Der 55 Meter hohe Käflingsbergturm bietet Besuchern nicht nur einen spektakulären Überblick über den Müritz-Nationalpark, sondern ist gleichzeitig Feuerwach- und Mobilfunksendeturm. Betreiber ist die Deutsche Funkturm GmbH. Das nebenstehende Versorgungsgebäude beherbergt neuerdings nicht mehr nur Technik, sondern auch die tierischen Bewohner.

Größer als eine Mücke, aber kleiner als eine Streichholzschachtel: die Mückenfledermaus. Foto: Evgeniy Yakhontov, CC BY-SA 3.0

„Im Winter fanden wir im Haus einige tote Fledermäuse. Diese hatten sich anscheinend hinein verirrt und nicht mehr heraus gefunden“, erklärt Volker Spicher vom Nationalparkamt Müritz. Mit der wärmeren Jahreszeit wollte man nun der Sache auf den Grund gehen und entdeckte die Schlafstätte der Mückenfledermäuse unter der Außenverschalung des Gebäudes. „Das ist typisch für diese Fledermausart. Das Sommerquartier beziehen sie gerne in spaltenförmigen Verstecken – etwa hinter Gebäudeverkleidungen. Im Winter sind sie auf Höhlen in alten Bäumen angewiesen. Diese finden sie im Umfeld des Käflingsberges“, erläutert der an der Maßnahme beteiligte Experte Axel Griesau. Alle Zugänge zum Inneren seien von den Mitarbeitern der Nationalpark-Werkstatt verschlossen worden, sodass die Fledermäuse nicht mehr in eine ausweglose Falle geraten.

Jäger passt in eine Streichholzschachtel

Die Mückenfledermaus wurde erstmals 1995 im Müritz-Nationalpark nachgewiesen. Die Art ist überhaupt erst seit den 1980 Jahren bekannt. Nachdem genetische Untersuchungen Unterschiede zur verwandten Zwergfledermaus zeigten, erkannte man beide Arten als eigenständig an. Den Namen trägt die Mückenfledermaus auf Grund ihrer Größe. Mit maximal sieben Gramm Körpergewicht, etwa so viel wie zwei Stück Würfelzucker, ist sie ein Fliegengewicht unter den Fledermäusen. Der kleine Jäger würde in eine Streichholzschachtel passen. Doch auch ihre besondere Vorliebe für Mücken, Gnitzen und Eintagsfliegen hätte namensgebend sein können.

Im gesamten Müritz-Nationalpark haben 15 verschiedene Fledermausarten eine Heimat gefunden. Hier finden sie Quartiere in Höhlen alter Bäume und strukturreiche Landschaften mit einem reichhaltigen Nahrungsangebot. In Deutschland gibt es 27 Arten, in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 17.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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