Alle Nachbarn in der Wesenberger Siedlung sind heute ganztägig und unüberhörbar dem Gehweg-Eis zu Leibe gerückt. Außer meine Wenigkeit. Ignorant? Nein, gleich zu Beginn des Katastropheneinsatzes bin ich unter Bruch meines Schneeschiebers schwer gestürzt, Rücken übel geprellt und momentan „Voltaren“-Patient.
In Neubrandenburg findet am Donnerstag, den 12. Dezember, um 18 Uhr im Begegnungszentrum der Kirchengemeinde St. Michael in der Straußstraße 10 a eine Gedenkandacht für verstorbene Kinder statt. Die Krankenhausseelsorge des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums organisiert die Andacht mit Unterstützung der Kirchengemeinde. Eingeladen sind Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte, die ein Kind – gleich wann und welchen Alters – verloren haben.
Viele von euch werden bei diesem unglaublichen Herbstwetter heute auf Terrassen und Biergärten verteilt sein. Da kommt das obige „Fundstück“ vielleicht gerade recht, das ich vor einiger Zeit im schönen Neuruppin aufgespürt habe.
Zur Einstimmung auf den heutigen Fußballabend ein Werbe-Video, was mich eben von der Gegenseite erreicht hat. Wenn auch nicht direkt von der Insel. Das Bier ist kaltgestellt, die Erdnussflips liegen bereit, die Schotten können kommen. Die wollen uns nur einschüchtern. Unserer Mannschaft drücke ich natürlich für den EM-Auftakt in München alle verfügbaren Daumen. „Wenn der Wille da ist, werden die Füße leicht.“ Ausgerechnet eine aus Schottland stammenden Weisheit.
Nagelsmänner, Ihr schafft das! In Anlehnung an einen bekannten Stadiongesang stimme ich schon mal an: „Zieht den Schotten die Schottenröcke aus, Schottenröcke aus, Schottenröcke aus…!“ Anpfiff 21 Uhr.
Ich hatte den verwaisten Nagel schon aus der Wand gezogen. Gestern Abend habe ich ihn wieder eingeschlagen. Denn ich konnte den schmerzlich Vermissten am 10. Februar doch noch im Briefkasten vorfinden: den von mir seit Jahren geschätzten Seewalde-Kalender.
Der ist nicht mehr das, was er mal war. „Wir haben uns hinreißen lassen, den Kalender dieses Mal zu drucken“, so Stefanie Ullrich von der Dorf Seewalde gGmbH im Begleitschreiben. Sie verweist auf den bisher betriebenen immensen Aufwand. 13.000 Fotos mussten per Hand für eine Edition aufgeklebt werden. Und gerade, was bekanntlich nicht immer so einfach sei. Das bedeutet für die zurückliegenden bereits 19 Jahre 247.000 aufgebrachte Fotos.
Das Bilderbuchwetter hat die Holde und meine Wenigkeit heute in den von Klärchen beschienenen Pulverschnee an der Neustrelitzer Wasserkante gelockt. Sonst sind wir ja eher an den Wochenenden spazierend unterwegs, aber es gab bei der Winterpracht draußen kein Bleiben drinnen und Begeisterung unsererseits zwischen Bootshaus und Zierke die Menge. Donnerstag hin, Donnerstag her!
Nicht schlecht staunten wir am seeseitigen Hafenspeicher, wo zwei Paar Langlaufski samt Stöcken an einer Hecke lehnten. Zunächst glaubten wir noch, dass da Leute zu Besuch sind, die nur eben die Bretter abgestellt hatten. So, wie vor der Baude, nur eben vorm Speicher. Der Rodelberg am Louisen-Tempel im Schlossgarten war ja auch schon gut frequentiert. Im zweiten Hinschauen erschloss sich uns dann das ungewöhnliche Angebot: Skier zum Mitnehmen. Wir hatten zwar keinen Bedarf, sind ohnehin eher die Wintersportmuffel, aber die „Fundstück“-Reihe von Strelitzius ist nun um eine Entdeckung reicher. Und ein „Ski heil!“ von dieser Stelle denen, die vielleicht Verwendung für das Geschenk gefunden haben.
Am kommenden Donnerstag, den 26. Oktober, stellt um 18.30 Uhr der Autor Hans-Jürgen Ahnsehl im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz sein Buch „Der Zweifler“ vor, in dem es um den Lebensweg des Managers Jörg Alsleben in der DDR mit all seinen Höhen und Tiefen geht. Er beschreibt die Schwierigkeiten mit staatlichen Hürden, die ständig Entscheidungen und neue Weichenstellungen erforderten. Oft zweifelt er an der Richtigkeit politisch bedingter Ereignisse, an bürokratischen Entscheidungen und an dem gesellschaftlichen System. Kritisch stellt er auch die Problematik der Zusammenführung der beiden deutschen Gesellschaftssysteme nach 1989 dar und die damit einhergehenden Herausforderungen und Belastungen.
Hans-Jürgen Ahnsehl wurde 1945 in Neustrelitz geboren und wuchs in der ehemaligen DDR auf. Nach Abitur, Lehre und Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Universitär Rostock war er in den Bereichen Schiffsbau, Bauwesen und Brauwesen in leitenden Funktionen tätig.
Ab 1985 ging er als Quereinsteiger in der Export-Brauindustrie. Von 1991-2008 arbeitete er als kaufmännischer Braumanager in der deutschen und dänischen Biermarken-Welt. Anschließend gründete er eine Personal- und Unternehmensberatung. Seinen ersten Roman „Eine deutsch-deutsche Geschichte Brauwende 1990“ veröffentlichte er 2014.
Ich bin jetzt auch unter die Kleber gegangen. Also, ich habe mich nicht zu denen gesellt, die man vom Asphalt kratzen muss. Meine Holde hat nach fast drei Jahrzehnten Ehe immer noch eine hohe Meinung von mir und ganz Sparfüchsin mich mit der anspruchsvollen Aufgabe betraut, neben dem Einkauf auch noch Rabattmarken zu befestigen.
Nun erfreue ich mich in der Tat einer gewissen Vorbildung. Etwa nach einem Viertel der Zeit an der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule hatte mir meine Mutter selig das Kleben von Konsummarken übertragen. Die Leser im Osten passender Jahrgangsstufe wissen, wovon ich schreibe. Allerdings geschah das damals entspannt im stillen Kämmerchen. Kein Vergleich mit heute, wo die gewinnbedeutenden Marken unter den Bedingungen eines quirligen Supermarktes an die Ware zu bringen sind.
Aus lauter Gemeinheit sind die Rabatte auch noch unterschiedlich. Es gilt also auf dem Weg zum Maximalprofit, die Hochprozentigen der teuersten Ware im Korb und die Niedrigprozentigen der billigsten zuzuordnen und sie daran zu fixieren. Eine Herausforderung, an der heutige Bildungsnotstand-Kids selbst nach der Hälfte der Schulzeit scheitern dürften. Und dann ist der Aufkleber auch noch so zu platzieren, dass der Strichcode des nunmehr Schnäppchens nicht überdeckt wird.
Mein heutiges „Fundstück“ hat schon etwas Sensationelles. An der Schwarzer Dorfstraße bin ich beim Sonntagsspaziergang mit der Holden einer „Universalmanufaktur“ begegnet. Träumen wir nicht alle von einem solchen Dienstleister, der für unsere technischen und handwerklichen Probleme die Lösung kennt und auch noch kreativ ist?
Zurückhaltung übt der Anbieter im Bereich Restaurieren, Reparieren und Gestalten augenscheinlich nicht. Auf den Versuch kommt es nun an. Nur zu, und die Ergebnisse gern an Strelitzius melden. Diese Werbung hier gibt es natürlich gratis, für Originelles bin ich immer zu haben.
Die Stadt Mirow hat für die Post an den Weihnachtsmann in der Innenstadt einen Postkasten montiert. In Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft Mirow konnte ein Platz für den Wunschbriefkasten gefunden werden. Kinder aus Mirow und Umgebung haben ab dem 30. November die Möglichkeit, ihre Wünsche und Gedanken dem Weihnachtsmann mitzuteilen.