So wurde einst Buchenholz zu Holzkohle verarbeitet: Schau-Kohlenmeiler bei Waldsee. Foto: Barbara Lüthi-Herrmann
Was wissen wir heute noch über Wassermühlen, Harzungen, Teeröfen, Köhlereien oder Steinschläger? Am Samstag, den 13. September, lädt der Müritz-Nationalpark zu einer besonderen Radtour ein. Über Steinmühle und Goldenbaum geht es auf den Spuren des alten Handwerks durch das UNESCO-Welterbegebiet Serrahn.
„Frühling am Schloss“ am vergangenen Freitag und Sonnabend in Mirow auf der Insel war die Versuchung schlechthin. Diesmal waren es regionale Lebensmittelproduzenten, denen wir erlegen waren. An den diversen Bratwurstspezialitäten, die da auf den Grills ihrer Vollendung entgegensahen, sind die Holde und meine Wenigkeit ja noch tapfer vorbeigebummelt. Bei den Knoblauchbroten war die uns selbst auferlegte Beherrschung schon fast unmenschlich. Und auch dem Konditor haben wir widerstanden. Schließlich hatten wir für ein Spargelessen am selben Tag eingekauft (Strelitzius berichtete). Verfehlte Planung… Letztlich haben wir auch den Diemitzer Cider links liegen lassen. Dieser Tage wollen wir mit Freunden in dem Dorf die Regolin-Nachfolger testen. Der „Pomme de Meck“-Apfelschaumwein wird gleich nebenan produziert und mit Sicherheit auch im Restaurant kredenzt.
Am Stand von „Peene Wild“ haben wir dann aber unseren Gelüsten freien Lauf gelassen und nach Kostprobe einen Wildschweinschinken erstanden. Der Seekäse war nach ausgiebigem Probieren bei der Müritz Käsemanufaktur unser Gewinner und leistete dem Schinken in der Tüte Gesellschaft. Der Vorteil beider Einkäufe: Wir können diesen einmal mehr wunderschönen Markt nachschmecken. Dass wir nebenbei von den wortgewandten Verkäufern auch noch jede Menge über ihre Produkte erfahren haben, machte das Vergnügen rund.
Mit einem Töpfer- und Handwerkermarkt lockt am kommenden Wochenende das Slawendorf die Besucher in die Erlebniswelt des Slawendorfes am Zierker See. Am Sonnabend und Sonntag werden zahlreiche Händler und Aussteller Töpferwaren anbieten und ihr Handwerk präsentieren.
Am darauffolgenden Montag, dem 1.Mai, wird mit einer Maibowle in den neuen Monat gestartet. Für Kinder gibt es selbstverständlich auch eine Kinderbowle. Geöffnet ist an allen drei Tagen von 10 bis 16 Uhr, für das leibliche Wohl ist auch sonst gesorgt.
Schokoladenpralinen herstellen, malen, Ostereier gestalten, Musical, Tanz, Goldschmiede und Fotografie… all das und mehr können Interessierte in der Mecklenburgischen Seenplatte am Wochenende vor Ostern ausprobieren. Am Sonnabend, den 1. April, laden Kreative aus der Region Groß und Klein zu über 30 verschiedenen Workshops im Rahmen der „KreativTour Seenplatte“ ein.
Das Programm für den 1. April ist vielfältig! Für alle Tanz- und Musikbegeisterten sind Musicalworkshops, Salsa Rueda, außerdem Theater und Puppenspiel im Programm. Lieder- und Recordingwerkstätten wird es geben. Die nahende Osterzeit ist ebenfalls eingeplant: Kränze und Gestecke können unter Anleitung gebunden, bunte Ostereier gestaltet werden. Farbenliebhaber können sich ebenfalls ausprobieren, mit Ei-Tempera, Lehmfarben, japanischer Tusche und verschiedenen Drucktechniken. Wer sein Ergebnis kulinarisch genießen möchte, der bucht sich für den Schokoladen-Mitmach-Workshop oder die Kräutersalze ein. Diese und weitere Workshops sind zwischen 10 und 19 Uhr geplant. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können kreativ werden, auch Familien sind willkommen! Als besonderes Highlight gibt es einen Goldschmiedekurs.
Neben dem Ausprobieren oder Vertiefen von kreativen Fertigkeiten, haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, besondere Orte zu entdecken. Die KreativTour lädt unter anderem in Gutshäuser und Cafés ein. Judith Kenk ist die Ideengeberin für die KreativTour: „Wir wollen Einheimische dafür begeistern, wie schön ihre Heimat ist. Mit der KreativTour zeigen wir, dass es auch außerhalb der Saison spannende Angebote und Orte gibt, an denen man eine schöne Zeit verbringen kann.“
Mein heutiges „Fundstück“ hat schon etwas Sensationelles. An der Schwarzer Dorfstraße bin ich beim Sonntagsspaziergang mit der Holden einer „Universalmanufaktur“ begegnet. Träumen wir nicht alle von einem solchen Dienstleister, der für unsere technischen und handwerklichen Probleme die Lösung kennt und auch noch kreativ ist?
Zurückhaltung übt der Anbieter im Bereich Restaurieren, Reparieren und Gestalten augenscheinlich nicht. Auf den Versuch kommt es nun an. Nur zu, und die Ergebnisse gern an Strelitzius melden. Diese Werbung hier gibt es natürlich gratis, für Originelles bin ich immer zu haben.
Einfach himmlisch geht es am Tag des offenen Denkmal am Sonntag, den 11. September, in der Kirche Ankershagen zu. Unter dem Motto „Sternenfimmel“ schmücken Gisela Putzier und Gudrun Jensen das gesamte Kirchenschiff mit Quilts. Die außergewöhnlich vielfältigen Arbeiten widmen sich alle einem Motiv: den Sternen.
Ich möchte an dieser Stelle mal ein Hoch auf das regionale Handwerk ausbringen. Deutlicher darf ich leider nicht werden. Wegen des afrikanischen Speers. Man weiß ja nicht, wer noch alles einen reparaturbedürftigen im Haus hat und das liest. Das könnte dann zur Überlastung des schwer beschäftigten Retters in der Not führen.
Erster Tag von „Kunst am Schloss“ 2022 in Mirow. Die Holde und meine Wenigkeit haben es sich auch bei der 17. Auflage des Marktes (Strelitzius berichtete) nicht nehmen lassen, eine Budenrunde auf der Schlossinsel zu drehen. Wir waren erfreut, dass wir uns trotz der hochsommerlichen Temperaturen in zahlreicher Gesellschaft befanden.
„Kunst am Schloss“ heißt es am Wochenende zum inzwischen 17. Mal auf der Mirower Schlossinsel. Und der Markt legt immer noch zu, wie ich von Ulla Pape vom veranstaltenden Inselverein erfahren habe. „Wir mussten einmal mehr Anfragen abschlägig bescheiden, da wir an die Kapazitätsgrenze gelangen. Natürlich müssen wir auch das Kundenpotenzial im Auge haben, und letztlich geht Qualität vor Quantität.“ Wie Ulla Pape weiter verriet, wachsen inzwischen schon die Listen der Anbieter für die beiden Mirower Kunstmärkte 2023.