Wildcampen wie hier auf dem Bild zu sehen ist im Nationalpark verboten.Foto: Nationalparkamt Müritz
Mit dem bevorstehenden Pfingstwochenende und den Ferien zieht es wieder viele Menschen in den Müritz-Nationalpark. Besonders jetzt, wo viele Tiere Nachwuchs haben, Vögel brüten oder ihre Jungen großziehen, ist umsichtiges Verhalten im Park besonders wichtig, betont das Nationalparkamt in einer Presseerklärung.
Im Frühsommer beeindrucken die Buchenwälder mit sattem Grün. Foto: Ulrich Meßner
Am 25. Juni 2011 wurden in Paris, am Hauptsitz der UNESCO, fünf deutsche Waldgebiete in die Welterbestätte „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ aufgenommen. Naturfreunde können im Jubiläumsjahr am 9. Mai einen Ranger auf eine Wanderung durch die Serrahner Buchenwälder begleiten und das üppige Grün des Frühsommers sowie die eindrucksvolle Dynamik der sich entwickelnden Wildnis genießen.
Blick über den Nationalpark vom Käflingsbergturm. Foto: 1000Seen/Frischmuth
Mit dem 1. Mai beginnt die neue Veranstaltungssaison im Müritz-Nationalpark. Das Führungsprogramm startet durch und Nationalpark-Informationen sowie Ausstellungen öffnen wieder ihre Türen. Ab Freitag erwarten Besucherinnen und Besucher zahlreiche spannende Führungen: von Floßtouren und Hirschkonzerten bis hin zu Kranichtouren und Adlersafaris. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder Kanu – für Naturinteressierte ist das passende Angebot dabei.
Erfolgreiche Partner der Kooperation „Fahrtziel Natur“: Dr. Michael Peterson, Bahnvorstand Personenverkehr, NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger, Martin Kaiser, Müritz-Nationalpark, BUND-Vorsitzender Olaf Bandt, VCD-Bundesvorsitzender Matthias Kurzeck (von links). Foto: DB AG/Oliver Lang
Am 24. April haben die Partner der Kooperation „Fahrtziel Natur“ – BUND, NABU, VCD und die Deutsche Bahn – gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Fahrtziel Natur-Gebiete, politischen Entscheidungsträgern, Tourismusbeauftragten und zahlreichen Weggefährten mit einem Festakt im Kaiserbahnhof Potsdam ein Vierteljahrhundert „Fahrtziel Natur“ gefeiert. Zu den Gratulanten gehörte auch Bundesumweltminister Carsten Schneider. Im Rahmen der Feier wurden dieses Jahr das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen und der Nationalpark Jasmund für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet und der Naturpark Nagelfluhkette als 24. Fahrtziel Natur-Gebiet in die Kooperation aufgenommen.
Die Kohlmeise erkennt wohl jeder, aber auch am Gesang? Foto: Frank Seemer
Im Frühling vereinen sich die vielen unterschiedlichen Vogelgesänge zu einer stimmgewaltigen Sinfonie des Waldes. Der Ranger weiß, wer da singt. Vor allem aber übersetzt er die geheime Sprache der Vögel. Ist es tatsächlich eine Liebeserklärung, die da vertont wird, oder versuchen die gefiederten Musiker aus voller Kehle ihr Revier abzustecken? Vielleicht werden auch Artgenossen mit lautstarkem Gezeter vor drohender Gefahr gewarnt.
DieGroße Rohrdommel ist eine Meisterin der Tarnung. Foto: Volker Spicher/Kathleen Slabik
Sonderführungen zum Jahresthema „NaturBelebt – Renaturierungen in den Nationalen Naturlandschaften MV“ werden vom Nationalparkamt Müritz am 11., 18., 25. April sowie 2. Mai jeweils ab 9 Uhr angeboten. Begleitet von seltsamen Rufen, begeben sich die Teilnehmer mit den Rangern auf die Suche nach einem heimlichen Schilfbewohner.
Die Vorsaison wird im Müritz-Nationalpark traditionell genutzt, um Besuchereinrichtungen zu warten und zu erneuern. So wurde kürzlich der Moorsteg an den Wienpietschseen südlich von Waren (Müritz) umfassend instandgesetzt. Die Ranger des Distrikts West erneuerten den Unterbau des Stegs, ersetzten den Bretterbelag und installierten einen neuen Handlauf.
Ein Schwan hinterließ Spuren im Schnee. Foto: Ulrich Meßner
Was machen Tiere eigentlich im Winter? Auf einer Wanderung am 11. Februar ab Schwarzenhof (Treffpunkt 13 Uhr an der Nationalparkinformation) über rund vier Kilometer begleiten die kleinen und großen Naturfreunde einen Ranger durch den winterlichen Wald.
Umweltpraktikantin Maria im Außendienst auf Fototour im Nationalpark. Foto: Liv Tralau
Noch bis zum 15. Januar können sich Studierende aller Fachrichtungen um einen der begehrten Plätze des Umweltpraktikums im Müritz-Nationalpark bewerben. Das Praktikum dauert drei bis sechs Monate und kann als Open-Air-Semester genutzt werden.
Rohrdommel im Müritz-Nationalpark. Foto: Roland Weber
Im Frühjahr haben Ehrenamtliche gemeinsam mit Mitarbeitenden des Nationalparks rufende Rohrdommel-Männchen kartiert, um langfristige Entwicklungen der Bestandszahlen im Müritz-Nationalpark zu dokumentieren. Die Auswertung der Erfassung liegt nun vor.