Schlagwörter
Brandenburg, Keramik, Malerei, Performance, Rheinsberg, Tucholsky-Literaturmuseum, Video, Zeichnungen

Seit Jahrhunderten gilt Rheinsberg als Stadt der Keramik. Die von Prinz Heinrich ermöglichte Fayence-Tradition prägt die brandenburgische Tourismusperle am Grienericksee bis heute und verleiht auch „Coverum Terra“ einen besonderen Resonanzraum. Unter diesem Titel zeigt die transdisziplinäre Performance-Künstlerin Maja Jantar vom 9. Mai bis 12. Juli im Kurt Tucholsky Literaturmuseum eine fein kuratierte Auswahl ihrer keramischen Arbeiten, Zeichnungen, Malereien und Videoart. Zur Vernissage am Samstag, 9. Mai, um 16 Uhr lässt sie die Keramik in einer Performance mit dem Titel „Klingende Keramik“ buchstäblich erklingen. Der Besuch der Eröffnung inklusive Performance ist kostenlos.
Maja Jantar lebt in Finnland und ist eine interdisziplinär und mehrsprachig arbeitende Künstlerin. Ihr Werk bewegt sich zwischen bildender Kunst, Poesie, Performance, Musik und Oper. Sie beschäftigt sich mit hybriden Formen – Poetik, Ökologie, Geschichte und Ritualen – und erforscht in ihrem Projekt „Coverum Terra“ das Numinose – eine nicht säkular konnotierte Spiritualität –, um Mensch und Natur einander näherzubringen. In ihrer künstlerischen Praxis bricht sie die menschenzentrierte Perspektive auf, indem sie neue Formen der Naturannäherung schafft und Momente empathischer Verbundenheit herstellt. So entsteht eine Interaktion zwischen Mensch und Natur, bei der sich das Alltägliche in etwas Geheimnisvolles und kaum in Worte Fassbares verwandelt.
Neben ihrer Tätigkeit als Keramik- und Multimediakünstlerin, was eine besondere Verbindung zur Keramikstadt Rheinsberg schafft, arbeitet sie auch als Musiktheater-Regisseurin. Im Rahmen des Festivalsommers der Kammeroper Schloss Rheinsberg inszeniert sie die große Open-Air-Oper im Rheinsberger Schlosshof. Herzstück des Festivalprogramms ist ein spannendes Werk aus dem revolutionären Frankreich: André-Ernest-Modeste Grétrys „Blaubart“, dessen legendärer Schlüsselbund – natürlich aus Keramik – weder in der Ausstellung noch in der Operninszenierung fehlen darf.