Mirower Bürgermeister bedankt sich mit Blumen für gelungene Impfaktion

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Christine Kittendorf und Henry Tesch bedanken sich bei Anja Schieke, Ursula Pilz und Carmen Thomas (Mitte von links) für ihren Einsatz am Wochenende.

Mit dem Impfaktionstag in Mirow (Strelitzius berichtete), organisiert vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, den Mitstreitern und Helfern sowie Unterstützern ist ein wertvoller und wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet worden, so Bürgermeister Henry Tesch. Am gestrigen Sonnabend hatten viele Einwohnerinnen und Einwohner aus Mirow und den Ortsteilen sowie dem gesamten Amtsbereich Mecklenburgische Kleinseenplatte bis hin nach Neustrelitz die Möglichkeit genutzt, sich hier in Mirow impfen zu lassen. Von Beginn am Morgen an gab es großen Andrang. „Alle waren froh und dankbar für das Angebot“, so Tesch.

Insgesamt haben in Mirow 388 Personen eine Impfung erhalten. Bürgermeister Henry Tesch bedankte sich gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Christine Kittendorf bei den beiden Ärztinnen, Julia Berdermann und Ursula Pilz, sowie bei Anja Schieke, Anke Krüger, Anke Pesch, Carmen Thomas, Anabell Körnig und Karola Kahl mit einem Frühlingsstrauß! Ein extra Dankeschön geht an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und das Team um Thomas Müller und Sebastian Buse!

Ein Dankeschön in Mirow erhielten auch Anke Pesch, Julia Berdermann und Anke Krüger (Mitte von links).

Entdeckungen garantiert: Ein Fünftel aller Strelitzer wurde mit „Nützlichen Beiträgen“ zur Glückseligkeit erreicht

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Zum Wochenende habe ich ein dickes Kuvert aus dem Briefkasten gezogen. Absender ist die Gesellschaft zur Förderung der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburgica. Im Auftrag des Vorstandes macht mich Dr. Bernd Schattinger auf Heft 4 der Schriftenreihe „Aufsätze & Miszellen“ aufmerksam, in dem erstaunliche Forschungsergebnisse zum ersten mecklenburg-strelitzschen Intelligenzblatt, den „Strelitzschen Anzeigen“, und der Beilage „Nützliche Beiträge“ nachzulesen sind. Das Intelligenzblatt, von dessen Existenz ich wenig wusste, und mit mir sicherlich die meisten meiner Leser, wurde von 1765 bis 1849 in Neustrelitz herausgegeben.

Heftautor Bernd Schattinger verweist in einem Anschreiben darauf, dass die unter Herzog Adolf Friedrich IV. gegründeten „Strelitzschen Anzeigen“ das herzogliche Mitteilungs- und Anzeigenblatt waren, mit welchem die Einwohner des Fürstentums über regierungsamtliche Entscheidungen, Gerichts- und Verwaltungsentscheidungen sowie Korn-, Fleisch- und Brottaxen informiert wurden. Darüber hinaus konnten Einwohner des Landes sowie Ausländer gegen kleine Gebühr private Angelegenheiten kund tun. Anders als die Anzeigen, war die vier Seiten umfassende Beilage „Nützliche Beiträge“ ein Bildungs- und Unterhaltungsblatt. Die darin abgedruckten Artikel waren ausgerichtet „auf alles, was zur Glückseligkeit des Landes etwas beytragen“ kann.

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Keine weitere Legebatterie: Bürgerinitiative startet Petition an den Landkreis

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Um Mirow herum gibt es bereits acht Anlagen zur Massentierhaltung. Darauf macht eine Bürgerinitiative aufmerksam, die am kommenden Dienstag vor dem Unteren Schloss protestieren will (Strelitzius berichtete). Mehr als 300.000 Hühner produzierten im Umkreis von zehn Kilometern „Eier ohne Ende“.

Nun ist eine weitere Anlage in Planung. Zwischen Mirow und Peetsch soll die nächste Legehennenanlage für zunächst 12.000 Hühner in einem vereinfachten Genehmigungsverfahren gebaut werden, in das die Öffentlichkeit nicht einbezogen werden muss, so die Bürgerinitiative. „Massentierhaltung beenden – Keine weitere Legebatterie in Mirow“ ist eine Petition an den Landkreis überschrieben, für die Unterschriften gesammelt werden. Hier der Link:

https://weact.campact.de/petitions/massentierhaltung-beenden-keine-weitere-legebatterie-in-mirow

Fundstück in Userin: Manchmal überhaupt nicht, zuletzt aber fast immer

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Unseren Sonntagsspaziergang haben die Holde und meine Wenigkeit heute in Userin absolviert. Dem Pfad am Wasser an der Vylym-Hütte vorbei über die Badestelle hinaus zu folgen, können wir sehr empfehlen, auch für Konditionsstarke bis zum Ende des Useriner Sees. Oberhalb geht es dann zurück ins Dorf.

Natürlich sind wir zusätzlich durch die menschenleere Feriensiedlung geschlendert, die es allerdings auch ohne Corona nicht ganz einfach mit der Belegung haben dürfte. Am Empfangsgebäude haben wir uns über obiges Hinweisschild amüsiert und teilen unser Fundstück des Tages mit den Strelitzius-Lesern.

Entwarnung: Wasseranomalien in der Seenlandschaft wohl natürlichen Ursprungs

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Die Wasserschutzpolizei hat am Mittag Entwarnung für die Feldberger Seenlandschaft gegeben. Die im Bereich des Breiten und Schmalen Luzins entdeckten öligen Substanzen (Strelitzius berichtete) dürften natürlichen Ursprungs sein. Eine erhebliche Gefahr für die Umwelt bestehe wohl nicht, auch wenn die genauen Ursachen für die Anomalien noch zu klären seien. Die Auswertung der entnommenen Wasserproben durch das Umweltamt des Landkreises steht aus.

Der Wehrführer der zuständigen Feuerwehr hat vorbeugend eine Umweltwarnung für beide Seen ausgesprochen, das heißt Baden und Angeln sind bis auf Widerruf nicht gestattet. Ursprünglich war von einer Kontamination und Fremdverschulden ausgegangen worden. Feuerwehr und Wasserwacht hatten seit gestern Mittag vorsorglich Ölsperren ausgebracht, nachdem eine Bürgerin die Rettungsleitstelle angerufen hatte. Die Polizei war erst am Abend informiert worden. Alle Schnelltests mit Ölnachweismitteln verliefen negativ.

Umweltalarm in der Feldberger Seenlandschaft: Großflächige Wasserkontamination festgestellt

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Der Schmale und der Breite Luzin in der Feldberger Seenlandschaft dürfen ab sofort nicht mehr mit Wasserfahrzeugen befahren werden. Auch das Baden ist untersagt, wie die Amtsverwaltung mitteilt. Grund sei eine bislang nicht aufgeklärte Wasserkontamination.

Am Erddamm und auf Höhe der Luzinfähre sind schwimmende Barrieren ausgebracht worden, um eine Ausbreitung des unbekannten Stoffes zu verhindern. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus der Seenlandschaft sowie aus Altstrelitz, die Wasserwacht und Mitarbeiter der gemeindlichen Ordnungsbehörde sind im Einsatz, um die Verunreinigung einzudämmen und zu beseitigen. Es wird vermutet, dass sich die Kontamination vom Breiten Luzin, möglicherweise auch vom Feldberger Haussee aus bis in den Schmalen Luzin ausgebreitet hat.

Wer Hinweise zur Ursache oder zu einem möglichen Verursacher der Kontamination geben kann, wird gebeten, sich schnellstmöglich bei der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft zu melden unter vonbuchwaldt@feldberg.de, stoehring@feldberg.de oder 0172 1603645 sowie 0173 6072582.

Meine Empfehlung: „Seentaucherin“ gibt ein Streamkonzert in Greifswald

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Die Verbindung von Gesang und Lyrik im Rahmen des Greifswalder Literaturfrühlings bietet Christine Ratei von der Diemitzer Schleuse. Die als „Seentaucherin“ bekannte Liedmacherin, die im vergangenen Jahr Kollegen zu einem denkwürdigen Auftritt auf der Mirower Kulturbühne eingeladen hatte (Strelitzius berichtete) gibt am 15. April im Soziokulturellen Zentrum St. Spiritus der Hansestadt von 19 bis 20 Uhr ein Streamkonzert.

„Sich selbst mit der Gitarre begleitend, teilt die Künstlerin in ihren Titeln Anekdoten, Ideen und Fragen, die ihrer Musik sowohl erheiternde als auch nachdenkliche Noten geben können. Die ‚Seentaucherin“ verbindet in ihren Liedern Musik mit Poesie, das Publikum erlebt vertonte Lyrik und eine interessante Reise durchs Suchen, Finden und wieder Loslassen. In ihrem Debüt-Album ‚So wie ich bin‘ wird klar, wie viel Persönlichkeit in ihrer Musik steckt“, heißt es in der Einladung zu dem Konzert.

Ich habe dieser Tage lange mit Christine Ratei telefoniert, die auch zu meiner Bloggemeinde gehört, und freue mich, dass die Sängerin trotz des Kulturlockdowns den Kopf oben behält, sich nicht unterkriegen lässt. Ich kann ihr Konzert nur empfehlen:

Live aus dem St. Spiritus – auf radio98eins und als Facebook-Stream

PSV-Volleyballer unterliegen zu Hause dem TuS Mondorf

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Der PSV Neustrelitz, hier bei einem früheren Spiel, hat heute keine Punkte auf sein Konto buchen können.

Unsere Volleyballer vom PSV Neustrelitz haben ihr Heimspiel gegen den TuS Mondorf heute Abend in der Strelitzhalle mit 1:3 (21:25, 25:18, 29:31, 18:25) verloren. Nach dem Ausgleich in Durchgang 2 ging der 3. Satz denkbar knapp mit 29:31 verloren, bevor im vierten Satz dann das Schicksal der Neustrelitzer besiegelt wurde. Im Dezember vergangenen Jahres hatte es im Hinspiel auswärts in Bonn noch ein 3:0 für den PSV gegeben.

Maximilian Auste

„Wir konnten das Spiel gegen den nunmehr Tabellendritten lange ausgeglichen gestalten und waren wirklich am Drücker. Letztlich haben uns Aufschlagfehler in Serie im 3. Satz, den wir eigentlich hätten zumachen müssen, das Genick gebrochen“, kommentierte PSV-Volleyballchef Patrick Scholz die Niederlage seines Teams. Er habe eigentlich mit fünf Sätzen und dem besseren Ende für die Neustrelitzer gerechnet.

Als bester PSV-Spieler wurde heute Maximilian Auste geehrt. Die Neustrelitzer, Aufsteiger in die 2. Bundesliga Nord, rangieren auf Rang 9 der Tabelle und finden sich nach einem furiosen Start in die Saison zunehmend auf dem Boden der Tatsachen wieder. In zwei Wochen müssen die PSV-Jungs auswärts gegen den TV Baden antreten. Die Gastgeber liegen auf Rang 10 der Tabelle ganze zehn Punkte hinter den Neustrelitzern. Eigentlich eine lösbare Aufgabe.

Angebot super angenommen: 1802 Bürger in der Seenplatte heute gegen Corona geimpft

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Zwischenzeitlich war in Neubrandenburg Schlangestehen angesagt…

Die Impfaktion des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte gegen das Corona-Virus an diesem Sonnabend in Neubrandenburg, Demmin und Mirow (Strelitzius berichtete) für Menschen über 60 Jahre war ein Erfolg. Wie mir Vizelandrat Thomas Müller, der persönlich an zwei der drei Standorte unterwegs war, am Abend sagte, sind alle geplanten 1802 Impfdosen von AstraZeneca und einigen Restbeständen von BiontechViser an die Bürger gebracht worden. In Neubrandenburg hatte es sechs Impfstraßen gegeben, in Demmin und Mirow je zwei.

Zwar habe es zwischenzeitlich in Neubrandenburg, wo die Warteschlange vom HKB bis zur Konzertkirche gereicht habe, einer längeren Wartezeit beduft. „Aber das haben die Leute gern in Kauf genommen. Sie waren sehr dankbar und freuten sich über jedes nette Wort“, so mein Blogpartner. „Derartige Flächenangebote kommen offenbar bestens an. Ein Dankeschön an die beteiligten Kommunen und Ämter, ohne die eine solche Aktion gar nicht möglich geworden wäre. Anerkennung auch an die Feuerwehren und die vielen anderen Freiwilligen.“

1802 Menschen haben heute mit und ohne Termin eine Impfung bekommen, davon 1130 in Neubrandenburg, 384 in Mirow und 285 in Demmin.  Alle haben heute nicht nur ihre erste Impfung, sondern auch den Termin für die Zweitimpfung erhalten.

Im Landkreis MSE wurden bis einschließlich heute 33.665 Personen geimpft (Erstimpfung), dies entspricht 13,05 Prozent der Bevölkerung. Die Zweitimfpung haben 14.945 Personen erhalten, das entspricht 5,79 Prozent der Bevölkerung im Landkreis. Von Montag bis Freitag finden weiterhin Impfungen mit vorheriger Terminvereinbarung im Impfzentrum in Trollenhagen bei

… und in Mirow auch.

Weltpremiere vermutet: Afrikanisches Tomatenfleisch trifft nach Garmarathon im Römertopf Mecklenburger Tüften

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Nachdem meine geplante Rehkeule zu Ostern wegen Erkrankung des Kochs ausfallen musste, das Reh wartet auf die nächste festliche Gelegenheit, bin ich auf Kartoffeln aus der Region sitzen geblieben. Was wiederum meinem Goldkind anzulasten ist, das eine ordinäre Salztüfte allen anderen Spielereien mit dem Erdapfel vorzieht. Kroketten, Herzoginkartoffeln, eventuell noch TK, nee danke! Da in meiner Küche Lebensmittel nach Möglichkeit nicht weggeworfen werden, gibt es heute vielleicht eine Weltpremiere. Ein afrikanisches Tomatenfleisch kommt nicht standesgemäß mit Reis auf den Tisch, sondern, richtig, mit Kartoffeln. Der schwarze Kontinent trifft Mecklenburg, oder so. Zumindest einen meiner Kochkritiker wird es freuen, der, ganz Einheimischer, regelmäßig mault, wenn mal keine Tüften beiliegen.

Zudem hat an diesem Wochenende die Stunde des Römertopfes geschlagen. Lange genug musste er darauf warten. Seinen Deckel habe ich eine Stunde lang gewässert. In der Zeit wurden vier Zwiebeln geviertelt bis geachtelt, je nach Größe, und acht Knobizehen halbiert. Dann habe ich das wirklich empfehlenswerte Chili-Gewürzöl aus dem Küchenschrank geangelt. Normales Olivenöl tut es auch, dann aber eine getrocknete Chili-Schote mit Kernen hinzugeben. In einer Pfanne das Öl erhitzen, Zwiebeln und Knobi darin anrösten und ein reichliches Pfund Rindergulasch teilnehmen lassen. Das Fleisch unter unablässigem Rühren mit dem Holzlöffel bräunen, üppig salzen und pfeffern.

Jetzt kommt es erst so richtig zur Gewürzorgie! Im Römertopf den Inhalt einer großen Büchse geschälter Tomaten mit einem daumengroßen Stück kleingehackten Ingwers vermengenn. Hinzu kommen je ein halber Teelöffel Kardamom, Kurkuma, Zimt und Piment sowie eine Messerspitze Nelkenpulver. Den Inhalt der Pfanne hinzugeben, alles gut durchrühren, Deckel drauf und den Topf in den auf 220 Grad oben und unten vorgeheizten Ofen schieben. Die Garzeit beträgt zweieinhalb Stunden, also rechtzeitig anfangen oder eben das Mittagessen gegen 18 Uhr einplanen. Wir zum Beispiel frühstücken an Wochenenden nie vor 10 Uhr, dann passt das.

Jetzt bleibt viel Gelegenheit, um unter anderem an diesem Text zu arbeiten, Kartoffeln zu schälen, je eine rote, grüne und gelbe Paprika in Streifen zu schneiden und die dann noch einmal mundgerecht zu teilen. Die Paprika kommen 15 Minuten vor Ende der Garzeit in den Römertopf und bleiben dadurch schön bissig. Zum Finale das Essen auf dem Teller mit den Kartoffeln anrichten. Eine Geschmacksexplosion, Mecklenburg wird es überleben.