Schlagwörter
Broda, Körperverletzung, Kriminalität, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Schlägerei, Strandbar
Nach einer Massenschlägerei gestern Abend im Bereich des Strandbads Broda (Strelitzius berichtete) dauern die Ermittlungen zum Ursprung der Auseinandersetzung und zu Details des Verlaufs an. Es gibt mehrere Zeugenaussagen und auch bereits erstes Bildmaterial. Jedoch geht die Polizei davon aus, dass weitere Umherstehende gefilmt oder fotografiert haben. Solche Aufnahmen könnten für die Ermittler sehr hilfreich sein und die Ermittlungen schneller vorantreiben. Unter dem folgenden Link ist ein Hinweisportal eingerichtet: https://mv.hinweisportal.de. Nach Auswahl des Sachverhalts (Massenschlägerei Strandbad Broda) können Bild- oder Videodateien hochgeladen werden.
An der Schlägerei waren insgesamt nach derzeitiger Kenntnis etwa 40 Menschen beteiligt. Sie fand in der Nähe einer Strandbar-Party statt. Kurz nach 19 Uhr wurde die Polizei über Notruf informiert. Die ersten Polizeikräfte, die nur Minuten nach dem Notruf am Einsatzort ankamen, trafen auf eine sehr aggressive und dynamische Lage. Es gab immer wieder mehrere Gruppen, die trotz immer größer werdender Polizeipräsenz weiter versuchten aufeinander loszugehen.
Aktuell richten sich die Ermittlungen gegen zwölf sowohl deutsche als auch syrische Tatverdächtige, von denen jeweils mehrere einschlägig polizeibekannt sind. Es wurden Anzeigen wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung aufgenommen. Während wir die Identitäten einzelner Tatverdächtiger vor Ort geklärt haben, haben wir bei einem der deutschen Tatverdächtigen ein Messer festgestellt. Es ist bislang unklar, ob es während der Schlägerei genutzt wurde.
Zum Auslöser oder einem möglichen Motiv der Schlägerei dauern die Ermittlungen an. Es gab einen schwerverletzten jugendlichen Syrer, der ins Klinikum gekommen ist. Zudem gab es mindestens vier Leichtverletzte (deutsch und syrisch). Es waren insgesamt über den gesamten Abend bzw. die Nacht verteilt rund 60 Polizeikräfte im Einsatz. Mehrere Polizeibeamte blieben nach dem vorgezogenen Ende der Strandbar-Party im Gebiet im Einsatz, um mögliche weitere Konfrontationen zu vermeiden.
