Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt sind wieder zu Gast im Ruppiner Land und haben ein Schmuckstück des modernen Boulevardkomödien-Repertoires im Gepäck: Fred Apkes „Das Huhn auf dem Rücken“ – ein kurzweiliges Stück über Nachbarschaftsliebe und Ehedramen – steht am 3. Mai um 19 Uhr auf dem Spielplan des Rheinsberger Schlosstheaters.
Die Handlung ist wie sie für eine Boulevardkomödie im Buche steht: Frau Kobalds Gatte hat ihren Geburtstag vergessen – und nun liegt er tot am Fuße der Treppe. Ob man diesen Sturz wie einen Unfall aussehen lassen könnte? Frau Kobald bittet ihren Nachbarn, den Cellisten Bonsch, um Hilfe. Die beiden konnten sich noch nie ausstehen. Doch als Bonsch erfährt, welches Ehe-Martyrium Frau Kobald hinter sich hat, will der ebenfalls beziehungsgeschädigte Cellist die Tat mitvertuschen. Dabei kommen sich die beiden einsamen Menschen näher.
Das Ensemble „The Late Train“. Foto: David Agaiarov
Vier Rheinsberger Kulturakteure – der Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V., das Kurt Tucholsky Literaturmuseum, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sowie die Musikakademie Rheinsberg, haben sich auch in diesem Jahr wieder zusammengeschlossen, um ein Symposium zur Förderung des interdisziplinären, wissenschaftlichen Gedankenaustausches zu veranstalten. Das Symposium nimmt den Musenhof Rheinsberg zum Ausgangspunkt, um aus dem Blickwinkel von Historikern, Kunsthistorikern, Garten- und Baudenkmalpflegern, Germanisten und Musikwissenschaftlern Fragen an einen marginalen, aber nicht unbedeutenden Ort preußischer Geschichte zu stellen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe steht der vielfältige Themenkomplex „Theater“.
Den Auftakt bildet am Freitag, 3. Mai, um 19.30 Uhr, ein öffentlicher, kostenfreier Vortrag im Spiegelsaal des Rheinsberger Schlosses. Der Hamburger Germanist und Publizist Johannes Saltzwedel spricht über „Rheinsberg in Werthers Welt“. Saltzwedel nimmt das Publikum mit auf einen Streifzug durch das historisch wie politisch besondere Jahr 1774, das auch für Rheinsberg ein kultureller Wendepunkt war: Prinz Heinrich eröffnete sein legendäres Schlosstheater, das in diesem Jahr 250 Jahre alt wird.
Die Kunstform des Theaters hatte am Rheinsberger Hof des 18. Jahrhunderts einen enormen Stellenwert. Das spiegelt sich am Samstag, 4.5., mit vielfältigen Beiträgen während des Kolloquiums wider: Der Bogen spannt sich von der Fragestellung, ob der Erbauer des Brandenburger Tores, Carl Gotthard Langhans, Anteil an der Errichtung des Theaters in Rheinsberg hatte. Erleuchtet wird die spielende Hofgesellschaft in Preußen. Es wird der Frage nach dem Einfluss der Rheinsberger Theatermacher für die Berliner Bühne nachgegangen. Der Blick weitet sich bis zum Bayreuther Theater und den Gartenspielstätten der Geschwister des Prinzen Heinrich.
Das ehemalige „Regolin am See“ in Diemitz wird als „Most & Kost – Kultur am See“ weiterleben. Am kommenden Sonnabend, 4. Mai, ab 17 Uhr, feiert das neue, dorfeigene Most&Kost-Team die Neueröffnung mit allen Interessierten und Barmusik live. Es gibt normalen Barbetrieb mit Fassbier, Cider (Most!), Wein etc. und einer netten kleinen Speisekarte (nähere Info hier). Die Öffnungszeiten sind vorerst beschränkt (jedes 2. Wochenende Samstag und Sonntag ab 17 Uhr), dafür aber jeweils mit wechselnden Veranstaltungen (den Kalender dazu gibt es hier).
Das Ziel ist natürlich, wieder zu einem umfassenden Restaurantbetrieb zurückzukehren, aber dazu fehle derzeit Personal, heißt es auf der Seite des Dorfvereins. Schon der jetzige Betrieb wäre ohne die vielen Unterstützer aus Diemitz und Umgebung und das motivierte Kernteam nicht möglich. Die nächsten Veranstaltungen sind am 9. Mai (Herrentag) mit Bar und Restaurant ab 17 Uhr und Herrentags-Dorfdisko bis in die Nacht. Am 18./19. Mai ist ebenfalls jeweils ab 17 Uhr geöffnet. Am 18. Mai spielt ein Klaviertrio Kammermusik. Alle Informationen auf www.mostundkost.de.
Das Bike Team Neustrelitz hat mit Freunden am heutigen 1. Mai eine Ausfahrt über 130 Kilometer veranstaltet. Rund 35 Fahrerinnen und Fahrer sind um 10 Uhr am Vereinsheim Fysic Centrum mit einem Begleitfahrzeug gestartet. Über Wesenberg, Rheinsberg, Fürstenberg, Lychen, Feldberg, Möllenbeck ging es „im entspannten 32er Schnitt“ zurück nach Neustrelitz, wie mir Astrid Gerloff berichtet.
Vier starke Fahrer des Bike Teams Neustrelitz führten den Tross unfallfrei über den Asphalt, vorbei an gelben Rapsfeldern und duftend blühenden Fliederbüschen. Am Verpflegungspunkt Wurlsee bei Lychen gab es einen Stopp mit Kaffee, Getränken, Kuchen, Gummibärchen und liebevoll geschmierten „Bemmen“ zum Kraft tanken. Zwischenfälle: ein Platter 10 km vor dem Ziel. Zum Abschluss der Fahrt gab es ein reichhaltiges Büffet und Grillwurst am Vereinsheim.
Unser Enkel wird sich riesig freuen. Der bekommt mitten in seiner Godzilla-Phase mal eben zwei Dinosaurier von Oma und Opa geschenkt, und oben drauf noch einen Kipper, den man mit einem kleinkindgerechten Schraubenschlüssel in seine Bestandteile zerlegen kann, um am Ende die beiden Figuren aus dem Fahrerhaus zu befreien. Genial in jeder Hinsicht! Zu den Gaben außer der Reihe hat uns der heutige Haustürflohmarkt in Wustrow und Canow verleitet.
Die Canower, erstmalig dabei, mögen es uns nachsehen, dass wir nicht bis zu ihnen vorgestoßen sind. Das nächste Mal kommen wir zu euch, versprochen. Nach mindestens zwanzig Ständen allein in Wustrow unter der Mittagssonne, zum Glück unter vielen alten Bäumen, waren unsere Batterien einfach leer: Zumall wir viele Schwätzchen hatten, die zwar erbaulich sind, aber eben auch Zeit kosten. Den scheidenden Bürgermeister Heiko Kruse haben wir getroffen, den Bürgermeisterkandidaten vom BZG Steffen Franz, auch Vizebürgermeisterin Antje Bahrmann. Bratwurst, Pizza, Kaffee und Kuchen wären auch zu haben gewesen, so mancher der Wustrower bot uns zusätzlich einen kühlen Trunk an. Was für eine tolle Veranstaltung, großes Kompliment der Wesenberger an die lieben Nachbarn in der Kleinseenplatte.
Nach dem Sieg unserer Strelitzer Jungs im Halbfinale des Fußball-Landespokals gegen die Spielvereinigung Torgelow-Ueckermünde (Strelitzius berichtete) ist natürlich auch TSG-Präsident Nico Manke auf Wolke 7. „Unsere Mannschaft hat gespielt, wie ich mir das gewünscht habe. Der Sieg ist zu 100 Prozent verdient. Wir haben den erwarteten Kampf angenommen, hinten kaum etwas zugelassen und vorn effektiv zugeschlagen“, so mein Blogpartner auf der Heimfahrt aus der Haffstadt.
Nico Manke nutzte die Gelegenheit für harsche Kritik am Landesfußballverband. „Ich kann die Entscheidung, dass das Pokalfinale am 25. Mai in Greifswald stattfindet, für das auch wir uns beworben haben, nicht nachvollziehen. Sollte der Greifswalder FC als uns gegenüber höherklassige Mannschaft das Endspiel erreichen, hätte er auch noch Heimvorteil. Das ist schon ungewöhnlich genug. Zudem haben wir in Neustrelitz auch noch das eindeutig bessere Stadion. Die irgendwo daher geholten geografischen Begründungen kann man nur als fadenscheinig bezeichnen.“
So sieht Freude aus: Unsere TSG-Kicker stehen im Pokalfinale. Fotos: Nico Kosche
Coach Thomas Franke ist „unsagbar stolz“ auf seine Jungs. Die Oberligisten der TSG Neustrelitz stehen im Finale des Fußball-Landespokals. Am Nachmittag besiegten sie die Spielvereinigung Torgelow-Ueckermünde (Verbandsliga) in der Haffstadt mit 2:1 (1:0). Beide Tore für die Residenzstadtkicker schoss Manuel Härtel (32., 74.), der präzise bedient worden war und in der Manier eines Torjägers eiskalt verwandelte. In der 94. Minute kamen die Gastgeber durch Jean-Luca Beck noch zum Ehrentreffer, der aber nur noch Kosmetik bedeutete.
„Mir geht es gerade unheimlich gut“, sagte mir Thomas Franke unmittelbar nach Abpfiff. „Wir haben von A bis Z unser Konzept umgesetzt und vor allem diesmal unsere Chancen genutzt. Respekt vor unseren Gegnern, wir haben mit viel Kampf dagegengehalten und heute etwas ganz Tolles abgeliefert und erreicht.“
Das Endspiel findet am 25. Mai in Greifswald statt. Der Gegner der Neustrelitzer wird heute ab 17.30 Uhr zwischen dem gastgebenden FSV Kühlungsborn und dem Greifswalder FC ermittelt. Das Ergebnis ist zeitnah hier im Blog zu erfahren.
Der Held von Ueckermünde: Manuel Härtel hat zwei Mal für die TSG Neustrelitz getroffen.
Klaus Düe (links) und Thomas Zander am Vormittag in der Wesenberger Siedlung…
Besser konnte der Mai für Strelitzius nicht beginnen. Kaum heute Vormittag aus der Wesenberger Haustür getreten, kamen auch schon meine standesgemäß gekleideeten Mitbürger Klaus Düe und Thomas Zander um die Ecke und gaben mir samt Leierkasten ein exklusives Platzkonzert. Mit „der Mai ist gekommen“ und „Komm, lieber Mai, und mache“ hatten die beiden Sangesfreudigen auch die richtigen Titel auf der Walze.
Bereits im vergangenen Jahr (Strelitzius berichtete) hatten die Wesenberger zum Start in den Wonnemonat mit ihren musikalischen Darbietungen für Freude gesorgt, die zur Tradition werden sollen. Auf ihrer Tour heute traten die Sangesbrüder unter anderem in der Seniorenresidenz in der Wesenberger Siedlung und in der Pflegeeinrichtung Woblitzpark auf.
Auch beim 3. Wustrow-Canower Haustürflohmarkt, dazu in Kürze mehr, waren die unternehmungslustigen Woblitzstädter am frühen Nachmittag zu erleben. An der „Kaminscheune“ in Wustrow wurde einmal mehr an der Kurbel gedreht und auf den Mai eingestimmt. Liedtexte zum verteilen hatten die fahrenden Musikanten natürlich dabei, aber es mangelte an Choristen, wenn auch nicht an Publikum. Wirt Guido Paksi wollte das Duo gleich für regelmäßig verpflichten und gab einen Wein aus. Das Ergebnis der Verhandlungen blieb offen, ist aber angesichts der auch neben der Freizeitkunst Vielbeschäftigten absehbar.
…und am Nachmittag vor der Kaminscheune in Wustrow.
Mit dem Podcast #MSEimpuls ist die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) seit Juli 2023 noch dichter dran an den UnternehmerInnen im Landkreis, kann diese zielgerichteter beraten und einem breiten Publikum vorstellen. Am 17. April startete die zweite Staffel #MSEimpuls im gewohnt zweiwöchentlichen Rhythmus, mit spannenden Geschichten, innovativen Unternehmen und interessanten Menschen.
Nach den informativen Einblicken der ersten Folge zum Thema Radfahren in MSE mit WMSE-Radwegeexperte Thomas Fitzke (Strelitzius berichtete) , geht es unterhaltsam weiter mit einem akustischen Spaziergang durch den Tiererlebnispark Müritz. Tierpflegemeister David Fuhlbrügge erzählt voller Leidenschaft vom jüngsten Zoo in M-V. Der mittlerweile rund 700 exotischen Tieren und 150 Arten vom Raub- bis zum Nagetier ein Zuhause gibt, die in anderen Zoos oft keine Beachtung finden. Fünf Hektar liebevoll sanierte ehemalige LPG-Stallungen, Gastronomie und Spielplätze, Begegnungsmöglichkeiten mit den Tieren auch hinter den Kulissen, Schaufütterungen, zwölf Hektar Safarigelände für die unmittelbare Begegnung mit Alpaka, Dromedar und Co. – all das ist der Willens-, Tat- und Überzeugungskraft des Ehepaars Dirk und Anett Longino und ihrer 16 Mitarbeitenden zu verdanken. Die aus der reinen Tierversorgung in wenigen Jahren einen einzigartigen Erlebnisort geschaffen haben und immer noch schaffen. Gelände und Anlage werden kontinuierlich ausgebaut und erweitert, Tierpfleger der Fachrichtung Zoo werden ausgebildet, Kinder in der Tiererlebnisschule an die Arbeit mit und für Tiere und in der Natur herangeführt. Wer ihn bisher nicht kannte – nach der aktuellen #MSEimpuls-Podcastfolge ist ein Besuch des Tiererlebnisparks Müritz in Grabowhöfe ein Muss.