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Brandenburg, Kammermusikkonzert, Rheinsberg, Schloss, Schlosstheater, Symposium

Vier Rheinsberger Kulturakteure – der Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e.V., das Kurt Tucholsky Literaturmuseum, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sowie die Musikakademie Rheinsberg, haben sich auch in diesem Jahr wieder zusammengeschlossen, um ein Symposium zur Förderung des interdisziplinären, wissenschaftlichen Gedankenaustausches zu veranstalten. Das Symposium nimmt den Musenhof Rheinsberg zum Ausgangspunkt, um aus dem Blickwinkel von Historikern, Kunsthistorikern, Garten- und Baudenkmalpflegern, Germanisten und Musikwissenschaftlern Fragen an einen marginalen, aber nicht unbedeutenden Ort preußischer Geschichte zu stellen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe steht der vielfältige Themenkomplex „Theater“.
Den Auftakt bildet am Freitag, 3. Mai, um 19.30 Uhr, ein öffentlicher, kostenfreier Vortrag im Spiegelsaal des Rheinsberger Schlosses. Der Hamburger Germanist und Publizist Johannes Saltzwedel spricht über „Rheinsberg in Werthers Welt“. Saltzwedel nimmt das Publikum mit auf einen Streifzug durch das historisch wie politisch besondere Jahr 1774, das auch für Rheinsberg ein kultureller Wendepunkt war: Prinz Heinrich eröffnete sein legendäres Schlosstheater, das in diesem Jahr 250 Jahre alt wird.
Die Kunstform des Theaters hatte am Rheinsberger Hof des 18. Jahrhunderts einen enormen Stellenwert. Das spiegelt sich am Samstag, 4.5., mit vielfältigen Beiträgen während des Kolloquiums wider: Der Bogen spannt sich von der Fragestellung, ob der Erbauer des Brandenburger Tores, Carl Gotthard Langhans, Anteil an der Errichtung des Theaters in Rheinsberg hatte. Erleuchtet wird die spielende Hofgesellschaft in Preußen. Es wird der Frage nach dem Einfluss der Rheinsberger Theatermacher für die Berliner Bühne nachgegangen. Der Blick weitet sich bis zum Bayreuther Theater und den Gartenspielstätten der Geschwister des Prinzen Heinrich.
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