Dirk Brandt und Thomas Reinke vom Bike Team Neustrelitz sind am Wochenende zu einer Radveranstaltung gereist, die vom ehemaligen Profi und Deutschen Meister Markus Burckhard organisiert wird: Shades of Speed in Rosenheim. „Es gab das gesamte Wochenende über Starkregen und Gewitter, sodass es auch zum Einsatz des Katastrophenschutzes gekommen ist. Regengüsse, wie man sie nur selten erlebt, und die Gewitter am Alpenrand sind auch etwas Besonderes“, schreibt mir mein Blogpartner Thomas Reinke.
Es war nicht nur das BikeTeam Neustrelitz, das bei der jüngsten Auflage der Vättern-Rundfahrt in Schweden aus unserer Gegend erfolgreich dabei war (Strelitzius berichtete). Am Abend hat sich Simone Rebom bei mir gemeldet. Auch das Team der MaxiCare Krankenpflege GmbH vom Hoben in Wesenberg hat die 315 Kilometer rund um den zweitgrößten See des skandinavischen Landes bewältigt.
Das BikeTeam Neustrelitz war mit einem Bus der Becker-Strelitz Reisen bei der 60. Vätternrundan in Motala / Schweden am Start. Die Gruppe meisterte die Seen-Runde über 315 Kilometer und ca. 1500 Höhenmeter in 09:45 Std. Fahrzeit und einem Schnitt von 32,1 km/h.
Über 4.500 Teilnehmende und damit ein neuer Rekord: Zur Jubiläumsausgabe der Mecklenburger Seen Runde (MSR) treffen sich so viele Radfahrerinnen und Radfahrer wie noch nie zur Fahrt durch die Mecklenburgische Seenplatte. Sie verteilen sich auf über 3.450 Anmeldungen für die 300-Kilometer-Strecke, 650 Anmeldungen für die 100-Kilometer-Strecke der Frauen sowie 400 Kinder, die die Mini-MSR fahren werden. Die Sportlerinnen und Sportler kommen in diesem Jahr aus 16 Nationen.
Seit Start des beliebten Fahrradmarathons im Jahr 2014 werden es mit dieser zehnten Ausgabe über 30.000 Menschen gewesen sein, die die MSR gefahren sind. 190 Radfahrerinnen und Radfahrer sind jedes einzelne Rennen der MSR 300 bzw. MSR 100 seit Beginn mitgefahren und erleben die MSR in diesem Jahr folglich zum zehnten Mal.
„Die MSR ist touristisch gesehen eine überaus wichtige Veranstaltung, um die Vorsaison im Tourismus zu beleben und damit bei vielen Hotels, Campingplatzbetreibern und Ferienhaus-Vermietern erstmals eine Vollauslastung zu erreichen. Auch der lokale Einzelhandel und regionale Unternehmen profitieren von dem Event “, so Oberbürgermeister Silvio Witt. „Es gibt kein vergleichbares Radsportevent, das so stark über die Landesgrenzen wirkt und den Blick auf unsere Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg lenkt.“
Das Bike Team Neustrelitz hat mit Freunden am heutigen 1. Mai eine Ausfahrt über 130 Kilometer veranstaltet. Rund 35 Fahrerinnen und Fahrer sind um 10 Uhr am Vereinsheim Fysic Centrum mit einem Begleitfahrzeug gestartet. Über Wesenberg, Rheinsberg, Fürstenberg, Lychen, Feldberg, Möllenbeck ging es „im entspannten 32er Schnitt“ zurück nach Neustrelitz, wie mir Astrid Gerloff berichtet.
Vier starke Fahrer des Bike Teams Neustrelitz führten den Tross unfallfrei über den Asphalt, vorbei an gelben Rapsfeldern und duftend blühenden Fliederbüschen. Am Verpflegungspunkt Wurlsee bei Lychen gab es einen Stopp mit Kaffee, Getränken, Kuchen, Gummibärchen und liebevoll geschmierten „Bemmen“ zum Kraft tanken. Zwischenfälle: ein Platter 10 km vor dem Ziel. Zum Abschluss der Fahrt gab es ein reichhaltiges Büffet und Grillwurst am Vereinsheim.
Thomas Reinke (Mitte) steht weiter an der Spitze des Bike Teams Neustrelitz.
Zum ersten Mal nach Vereinsgründung im März 2022 hat es Neuwahlen im Bike Team Neustrelitz gegeben. Der alte Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt: 1. Vorsitzender bleibt Thomas Reinke. Auch der 2. Vorsitzende Gero Lange, Kassenwart Bianka Buschbaum, Schriftführer Christoph Frädrich und die beiden Kassenprüfer Mirko Lemke sowie Bastian Schröder behalten ihre Ämter.
Im Rückblick auf die zurückliegenden Jahre wurde festgestellt, dass sich das Bike Team erfolgreich entwickelt und sich weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat. Der Verein arbeitet wirtschaftlich und hat aktuell 38 Mitglieder.
Mecklenburg-Vorpommern steht im kommenden Jahr ein bedeutendes Radsportevent mit Start und Ziel am Neustrelitzer Hafen ins Haus. Am 7. Juni geht es auf die 1000 Kilometer lange Strecke durch unser Bundesland. Sie weist 4100 Höhenmeter auf. Natürlich bereiten sich auch Radsportler aus der Residenzstadt auf die Mega-Herausforderung vor. Bei „Rund um Mecklenburg-Vorpommern“ sind Einzelstarter, Teams und Staffeln zugelassen, wie mir Organisator Steven Dornbusch auf Nachfrage sagte. Wer unter 50 Stunden bleibt, erhält eine Goldmedaille, Silber gibt es für unter 55 Stunden und Bronze für unter 60 Stunden.
„Wir wollen natürlich die Fahrer so gut wie möglich betreuen und haben uns deshalb bei der Erstauflage auf 50 Starter beschränkt. Lieber alles richtig machen und langsam wachsen“, so Dornbusch, der bereits „Rund um Sachsen“ organisiert (Strelitzius berichtete). Rund die Hälfte der Teilnehmerplätze ist bereits vergeben. In Absprache mit dem Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund wird „Rund um Mecklenburg-Vorpommern“ in das „Stadtradeln“ eingebettet.
Was für ein Abschluss seiner sportlichen Karriere! Mein Neustrelitzer Blogfreund Jöran Hill hat bei Europas größten Einzelzeitfahren, dem King of the Lake am Attersee in Österreich, den Titel in seiner Altersklasse Rennrad geholt. „Nachdem ich im März ja schon mein Zeitfahrrad verkauft hatte und komplett mit dem Zeitfahren abgeschlossen hatte, bekam ich per Gutschrift einen der begehrten 1500 Startplätze, knapp 5000 hatten sich dafür beworben“, berichtete mir Jöran am Telefon. „Also der Entschluss, noch einmal einen Trainingsplan aufzustellen und dort mein letztes Einzelzeitfahren zu bestreiten, aber mit dem Rennrad. „Wahnsinnsatmosphäre, Bombenwetter , Wahnsinnsrennen, und das alles noch mit einem Sieg! „Ich war völlig fertig, mit einem Sieg hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, wollte lediglich aufs Podium.“
Frau und Sohn mit dessen Freundin hatten auf der riesigen Leinwand den Livestream verfolgt, waren über die Zwischenzeiten informiert und hatten Jöran im Ziel empfangen. Da lag er schon vor den Favoriten, hatte aber bis zuletzt nicht an seinen Erfolg geglaubt. Die sehr wellige Stecke mit einer Rampe von 15 Prozent über 47,2 Km hat der Neustrelitzer in einer Stunde und sieben Minuten bewältigt, ein durchschnittliches Tempo von 42,1 Kilometern pro Stunde. „Ein herrlicher Tag, und ich habe noch einmal so viele Sportfreunde getroffen“, so der auch am Tag nach dem Triumph noch sehr berührte Radsportler, der gerade 60 Jahre alt geworden ist. „Alles hat gestimmt!“
Die Neustrelitzer Starter Thomas Reinke, Sven Truderung und Thomas Rademacher (oben von rechts) sind beim Nonstop-Radrennen „Rund um Sachsen“ (Strelitzius berichtete) abwechselnd fahrend nach 39:05 Stunden ins Ziel gekommen. Damit wurden sie in der Gesamtwertung Dritte. Von 14 gestarteten Teilnehmern/Teams kamen überhaupt nur neun ins Ziel. Sieger wurde der Badener Extremsportler Robert Müller, der die Tour über 900 Kilometer und ca. 9500 Höhenmeter im Alleingang nach 32:47 Stunden beendete.
Das Bike Team Neustrelitz startet am kommenden Freitag bei „Rund um Sachsen“ in der Steffelwertung. „Unser Start als Team 11 erfolgt um 11.40 Uhr in Oschatz, und das Rennen wird dann über den Livetracker zu verfolgen sein“, schreibt mir mein Blogpartner Sven Truderung. „Wir hoffen, in der Nacht vom Sonnabend zu Sonntag nach 900 Kilometern wieder im Ziel in Oschatz zu sein.“
Die Strecke führt an der Grenze des Bundeslandes Sachsen entlang und beinhaltet die gesamte Facette der sächsischen Landschaften. Vom Leipziger Tiefland bis auf den Fichtelberg im Erzgebirge ist für jeden Radler etwas dabei. Neben Sven Truderung fahren Bergspezialist Thomas Reinke und Thomas Rademacher (unten von links) jeweils 300 Kilometer. Strelitzius wünscht den Radrennsportlern aus der Residenzstadt maximalen Erfolg.