Schlagwörter
Bürgerbegehren, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Schlossturm, Stadtentwicklung

Soll die Residenzstadt Neustrelitz unverzüglich einen reell umsetzbaren Finanzierungsvorschlag zur Wiedererrichtung und Nutzung des Schlossturms mit weitestgehender originalgetreuer Fassade erstellen? Diese Frage stellt der Neustrelitzer Holger Wilfarth den Einwohnern in der Residenzstadt. Unter seiner Federführung werden z. B. im Bootshaus, bei Feinkost Röwer oder bei der Generalagentur René Päsler entsprechende Unterschriftslisten ausgelegt.
Auf der Vorderseite dieser Listen steht u. a. in der ausführlichen Begründung, dass bereits mehrere 100.000 Euro in Planungsleistungen des seit 1997 dauernden Diskussionsprozesses zum Wiederaufbau des Residenzschlosses investiert wurden. Da die Stadtvertretung immer noch keinen Beschluss zum Turmneubau mit der Demokratieausstellung gefasst hat, sei nun die Bürgerschaft durch eine demokratische Entscheidung gefragt, eine fundierte und umfassende Entscheidungsgrundlage für die Stadtvertreter zu schaffen.
Das Bauwerk stelle ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal für Neustrelitz dar: als historisches Wahrzeichen und Landmarke sowie in der geplanten touristischen Nutzung als behindertengerechter Aussichtsturm mit moderner Demokratieausstellung im Innenbereich. Auf dem Schlossberg wurde die erste demokratisch-parlamentarische Verfassung Deutschlands beschlossen, hier wirkte mit Erna Weiland die erste Frau in einem deutschen Parlament (siehe Anhang 1).
„Die Unterschriftensammlung ist der erste Schritt, um mit einem Bürgerentscheid einen teuren und unproduktiven Diskussionsprozess zu beenden“, hofft Holger Wilfarth. „Wer die zukünftige Stadtentwicklung direkt beeinflussen möchte, sollte diese Chance nutzen.“ Wilfarth bittet darum, die Unterschriftenlisten (siehe Anhang 2) vollständig und leserlich auszufüllen.
Wegen der verbratenen Planungskosten sollen nun noch Millionen auf den Kopf gehauen werden?
Merkwürdiges Argument.