Dorothea Klein-Onnen, Geschäftsführerin des Kulturquartiers, gemeinsam mit den beiden Vorständen der Stiftung Mecklenburg, Helmuth von Maltzahn und Henry Tesch (1. und 2. von rechts), Ernst-August von der Wense mit Sohn Viggo und Referent Nico Ruhmer (von links), in der zweiten Reihe von links Dezernent Torsten Fritz als Vertreter des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Stadtpräsident Max Odebrecht sowie Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer Stiftung Mecklenburg und Referent Holger Wilfarth.
Mit einem musikalischen Gruß von Viggo von der Wense am Cello wurde am gestrigen Donnerstag im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz die 9. Schlossbergkonferenz eröffnet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, an der rund 90 Interessierte teilnahmen, stand die Frage nach der künftigen Gestaltung des Neustrelitzer Schlossbergs – insbesondere der geplante Wiederaufbau des Schlossturms sowie eine derzeit geprüfte Alternativvariante.
Die Stadt Neustrelitz plant die Gestaltung einer Grünfläche in der Tiergartenstraße nach dem Siegerentwurf des Wettbewerbes „Im Grünen Gewand“. Kernelement des Entwurfes ist, verschiedene Themengärten an der zentralen Grünachse anzuordnen und das Zentrum der Residenzstadt Neustrelitz mit dem Tiergartenareal zu verbinden.
Flankierend zum jüngsten Beschluss der Neustrelitzer Stadtvertreter, eine alternative Bebauung des Schlossbergs jenseits des Schlossturm-Konzeptes zu prüfen (Strelitzius berichtete), hat man im Rathaus ein eigentlich vor etlichen Jahren zu den Akten gelegtes Konzept wieder aus der Schublade geholt. Es soll die Basis für Umwidmungsgespräche zu bereits zugesagten Fördermitteln sein. Außerdem war bislang die Frage offen geblieben, wie eigentlich die der Beschlussfassung vorgeschaltete Bürgerbefragung zum Schlossturm ausgegangen ist. Nun hat das Rathaus in einer Mitteilung nachgeschoben.
Der Neustrelitzer Schlossturm-Aktivist Holger Wilfarth hat angesichts des jüngsten Beschlusses der Neustrelitzer Stadtvertretung (Strelitzus berichtete) noch einmal appelliert, das von ihm maßgeblich vorangebrachte Projekt „Leuchtturm für Demokratie“ nicht zu den Akten zu legen. In einer mir zugeleiteten Erklärung betont Wilfarth, das von vielen Ideen keine so ausgereift sei wie die Wiedererrichtung des Schlossturms in seiner historischen Gestalt.
Der Beschluss der Abgeordneten vom 6. November „Prüfung einer alternativen Projektvariante zur zukünftigen Nutzung und Gestaltung des Schlossbergs Neustrelitz“ habe allgemeine Ratlosigkeit hinterlassen. „Die Planungen für den ‚Leuchtturm für Demokratie‘ haben über zehn Jahre gedauert. Und nun soll die ‚alternative Projektvariante‘ innerhalb eines Jahres fertig, bürgerbefragt und genehmigt sein? Woher kommen die Mittel für diese zusätzlichen Planungsleistungen?“, fragt der Neustrelitzer.
Ein möglicherweise bedeutender Schritt in der Wesenberger Stadtentwicklung ist heute in aller Stille vollzogen worden. Das erste Haus für den künftigen Ferienpark zwischen Zühlensee und Woblitz wurde ausgewinkelt. Das massiv errichtete Gebäude mit zwei Wohneinheiten wird im nächsten halben Jahr von ausschließlich einheimischen Firmen fertiggestellt und dient dann als Musterhaus für die weitere Vermarktung. Das hat mir mein baubegleitender Wesenberger Mitbürger und Unternehmer Jörg Ullbrich mitgeteilt, der sich als Investor bereits beim 1. Bauabschnitt zur Erschließung der ehemaligen Wesenberger Holzindustrie verdient gemacht hat.
Seit Anfang des Jahres wird ein städtebaulicher Rahmenplan als planerische Grundlage der Sanierungsmaßnahmen in Strelitz-Alt erarbeitet. Zur Information und Beteiligung der Öffentlichkeit lädt die Stadt nun alle Interessierten herzlich zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zu den aktuellen Entwürfen des Rahmenplans ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 4. September, ab 17 Uhr, im Theater Schiefe Ebene in Strelitz-Alt (Wilhelm-Stolte-Straße 84, 17235 Neustrelitz) statt.
Die Stadt Neubrandenburg plant an der Kreuzung Friedrich-Engels-Ring und Große Wollweberstraße einen kleinen Stadtgarten. Die Freifläche in der Nähe des Treptower Tors soll bepflanzt und mit Kunstobjekten mit dem Titel „Der Weg zum See“ versehen werden. Sie stammen aus der Werkstatt des in der Mecklenburgischen Seenplatte lebenden Künstlers Sylvester Antony.
Die Grünflächen werden unter anderem Pflanzen aufnehmen, die mit dem Weben, Spinnen und Färben von Wolle in Verbindung stehen. Die befestigten Flächen des Wollwebergartens sollen in Granitkleinpflaster in Webmustern der Wollweber ausgeführt werden.
Ab sofort ist der Fotokalender „Neustrelitz im Fokus“ in der Touristinformation der Stadt Neustrelitz erhältlich. Die Gewinnerinnen und Gewinner des Fotowettbewerbs zur Städtebauförderung 2024 erhalten ebenfalls jeweils ein Exemplar des Kalenders.
Im März hatte die Stadt Neustrelitz Hobbyfotografinnen und -fotografen aufgerufen, ihre persönlichen Ansichten und Lieblingsorte des Sanierungsgebiets der Innenstadt einzureichen. Ziel des Wettbewerbs war es, die positiven Veränderungen in Neustrelitz hervorzuheben, die durch Städtebaufördermittel seit 1991 möglich wurden. Insgesamt wurden rund 118,8 Millionen Euro in das Sanierungsgebiet der Innenstadt investiert, wobei etwa ein Viertel dieser Mittel in die Modernisierung privater Wohn- und Geschäftshäuser floss. Die Stadt selbst trägt zu einem Drittel mit Eigenmitteln zur Finanzierung der städtebaulichen Entwicklung bei.
Unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Stadt Neubrandenburg“ bietet die Stadtverwaltung das 2. Bürgerforum an, um die Ideen, Anregungen und Visionen der Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger für die Zukunft die Vier-Tore-Stadt anzuhören und zu erörtern. Termin im Kino Latücht in der Großen Krauthöferstraße 16 ist der kommende Donnerstag, 20. Juni, von 17 bis 19 Uhr.
Die Veranstaltung ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Erstellung und Weiterentwicklung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) von Neubrandenburg. Im Fokus stehen die zentralen Fragen zum künftigen Stadtbild: Wie wollen wir in Neubrandenburg im Jahr 2035 leben, arbeiten und wohnen? Wie stellen wir uns das Neubrandenburg der Zukunft vor? Welche Herausforderungen bei den Themen Wohnen, öffentlicher Raum, Verkehr, Kultur, Soziales, Stadtgrün und vieles mehr müssen wir angehen? Diese und weitere Fragen sollen gemeinsam und unter Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger erörtert werden.
Architekt Gerald Kühn von Kaehne (Mitte) mit Henry Tesch und Restauratorin Bettina Strauß bei der ersten Führung am Flügelgebäude (Rotdornhaus).
Wo beginnen, wo enden, ein wunderbarer Tag, so das einhellige Urteil der vielen, vielen hundert Besucher am 1. Tag der offenen Tür-Areal Unteres Schloss in Mirow am vergangenen Sonnabend. Pünktlich um 12 Uhr öffneten sich die Türen von Unterem Schloss, Flügelgebäude (Rotdornhaus), Backsteingebäude (Alte Grundschule) und der Alten Feuerwehr. „Begrüßt wurde von nahezu jedem Besucher, dass das Areal gemäß den Planungen der Stadt auch künftig zugänglich bleibt für alle Einwohnerinnen und Einwohner, Gäste sowie Urlauberinnen und Urlauber. Auch die angestrebten Nutzungen stießen auf viel Interesse und Zustimmung“, so Bürgermeister Henry Tesch gegenüber Strelitzius.
Seit 2014 hat Tesch um die attraktive Fläche gekämpft. Am Sonnabend skizzierte er zu Beginn der Veranstaltung kurz den jüngsten Weg. „Nach der Zustimmung des Bauausschusses, des Hauptausschusses und der Stadtvertretung 2021 konnte der Startschuss gegeben werden“, so Henry Tesch. „Mit der erfolgreichen Einwerbung von Bundesgeldern sowie Landesgeldern können wir auch zukünftig unsere Eigenmittel zielgerichtet einsetzen. Insgesamt ist und bleibt es ein herausforderndes Projekt für die nächsten Jahre. Aber der Anfang ist gemacht.“