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Im Neustrelitzer Rathaus hat die Stadtvertretung heute Abend die Weichen zur Gestaltung des Schlossbergs neu gestellt.

In der Stadtvertretung Neustrelitz hat es in Sachen Schlossberg am Abend einen richtungsweisenden Beschluss gegeben. Die Abgeordneten folgten einstimmig einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen CDU/FDP und SPD, wonach der Bürgermeister beauftragt wird, eine alternative Projektvariante für die zukünftige Nutzung und Gestaltung des Schlossbergs zu erarbeiten.

In seiner Begründung hatte Andreas Petters, Fraktionschef von CDU/FDP, geltend gemacht, dass die Wiederrichtung des Schlossturms in seiner historischen Gestalt „bei den derzeitigen finanziellen Spielräumen der Stadt Neustrelitz auf wackligen Füßen“ stehe. „Einigkeit herrscht unserer Meinung darüber, dass der Schlossberg als Herzstück und Geburtsort dieser Stadt wieder gestaltet werden muss.“

Es gelte, schnellstmöglich zu handeln, so Petters. Der Bürgermeister sei aufgefordert, noch vor der nächsten Stadtvertretersitzung einen zeitlichen Ablaufplan vorzulegen, um eventuell noch nötige Beschlüsse durch die Stadtvertretung zeitnah fassen zu können.

SPD: Fördermittel von Bund und Land möglichst auch ohne Turm nutzen

Für die federführende SPD sagte Fraktionsvorsitzender Daniel Priebe, „mit diesem Antrag möchten wir den Blick auf eine realistische, zukunftsfähige und kulturelle Entwicklung des Schlossbergs richten. Statt den Schwerpunkt allein auf den Neubau eines Schlossturmes zu legen, wollen wir prüfen lassen, ob die geplanten Fördermittel von Land und Bund sowie die städtischen Eigenanteile auch für ein Gesamtkonzept des Schlossberg-Areals genutzt werden können.“

Im Mittelpunkt stehe eine Idee, die Geschichte und Zukunft miteinander verbindet: eine offene Mauerstruktur, die den historischen Grundriss des ehemaligen Schlosses sichtbar macht – ohne ihn zu rekonstruieren. So entstehe ein offener Raum, der Kultur, Begegnung und Tourismus zusammenführt. Langfristig könnte hier eine Ausstellung an die besondere demokratiegeschichtliche Bedeutung von Neustrelitz erinnert, entstehen – als Geburtsort der ersten demokratischen Verfassung Deutschlands im Jahr 1919.

Priebe abschließend: „Wir wollen mit diesem Antrag ein Zeichen setzen: für Zusammenarbeit und Verantwortung über Parteigrenzen hinweg. Gemeinsam mit der CDU/FDP-Fraktion und mit Unterstützung der PULS/Linke/Grüne-Fraktion zeigen wir, dass gute Kommunalpolitik dort beginnt, wo wir im Sinne unserer Stadt handeln – gemeinsam, konstruktiv und mit Blick auf die Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.

Bürgermeister Andreas Grund äußerte sich erleichtert über den Beschluss. Das Thema Schlossturm habe ihn sehr beschäftigt.

Hier die Beschlussvorlage mit darin enthaltenen weiteren Informationen: