Auch in diesem Jahr wird der Residenzschlossverein Neustrelitz am Sonntag, den 13. September, dem Tag des offenen Denkmals, auf dem Schlossberg präsent sein. Zwischen 10 und 15 Uhr möchten Vereinsmitglieder gern mit Neustrelitzern und Besuchern der Residenzstadt über die weitere Gestaltung des Schlossbergs ins Gespräch kommen.
Eben haben mich noch Bilder von der Sommergala des Tanzhauses und der Deutschen Tanzkompanie am vergangenen Freitagabend auf dem Neustrelitzer Schlossberg (Strelitzius berichtete) erreicht. Vielen Dank an meine Blogpartnerin, die Fotografin Theresa Lange, und meinen Lesern viel Spaß beim Anschauen.
Sabine Denkinger und Thomas Kraus am Infopunkt des Residenzschlossvereins bei den Festspielen auf dem Neustrelitzer Schlossberg.
Der Residenzschlossverein Neustrelitz führt aktuell eine Umfrage durch, wie die Residenzstädter und ihre Gäste zur denkmalgerechten Bebauung des Schlossbergs stehen, und zeigt im Rahmen der Festspiele im Schlossgarten Präsenz. Parallel dazu hat der Verein folgende Erklärung veröffentlicht:
‚Liebe oder Last?! Baustelle Denkmal‘ war die großartige Wanderausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 2025 in der Schlosskirche übertitelt, welche unser Verein gemeinsam mit dem Kulturquartier in Neustrelitz möglich gemacht hatte. Die gleiche Frage könnte man momentan den Verantwortlichen für die aktuellen Planungen auf dem Schlossberg stellen.
Vergegenwärtigen wir uns zunächst, welchen Status das Ruinenfeld auf dem Schlossberg hat: Nicht nur die den Schlossgarten umgebenden Gebäude, wie Kavalierhaus, Hofmarschallhaus, Marstall, ehem. Hypothekenbank, Orangerie, Carolinen-Palais und Schlosskirche, sondern auch jeder m² Fläche des Schlossgartens und des Schlossbergs stehen unter Einzeldenkmalschutz. Der gesamte Bereich gehört zu den hochrangigsten Denkmal-Arealen in unserem Bundesland.
Viele Diskussionen der letzten Jahre, nicht zuletzt anlässlich der jährlichen Schlossberg-Konferenzen haben allerdings gezeigt, dass es zum Denkmalschutz sehr unterschiedliche Auffassungen, selbst bei Entscheidungsträgern, wie Stadtvertretern, gibt. Nicht totzukriegen ist die Auffassung, ‘viele Generationen hätten an der heutigen Gestalt unserer Denkmale mitgewirkt, dass müssten wir doch nun auch dürfen…‘.
Von der Königin Luise weiß man, dass sie ein Faible für den Tanz hatte. Und so hat die aus Mecklenburg-Strelitz stammende Monarchin wohl ihre schützenden Hände über die Sommertanzgala 2026 am Freitagabend auf dem Schlossberg der Residenzstadt (Strelitzius berichtete kurz) gehalten. Der Aufführung hatte man angesichts der Wetterprognose noch wenige Stunden zuvor kaum eine Chance gegeben. Umso schöner, dass das Fest dann doch weitgehend trocken und bei angenehmen Temperaturen über die Bühne gegangen ist. Die paar Tropfen von oben im Programmteil des Tanzhauses, schnell weggewischt! Vielleicht sind Luise vor Rührung einfach die Tränen gekommen…
Einen großen Sommertanzabend, fröhlich, heiter, vielfältig, auch nachdenklich, hatte Marco Zabel, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Tanzkompanie, dem Publikum eingangs versprochen. Tänzerinnen und Tänzer – Amateure wie Profis – haben entsprechend abgeliefert und die Erwartungen noch übertroffen.
Mit Begeisterung und lang anhaltendem Applaus hat das Publikum gestern Abend auf dem Neustrelitzer Schlossberg die gemeinsame Gala von Tanzhaus der Deutschen Tanzkompanie und Deutscher Tanzkompanie quittiert. Von einer kurzen Regenpause unterbrochen, beeindruckten beide Ensembles gleichermaßen und einmal mehr.
Die Deutsche Tanzkompanie lädt am 17. Juli zu einer besonderen Sommertanzgala auf die große Neustrelitzer Festspielbühne ein. Mit diesem Open-Air-Highlight präsentiert das Ensemble eine mitreißende Auswahl aus seinem Repertoire – ergänzt durch kleine, liebevoll ausgewählte Überraschungen aus vergangenen Spielzeiten.
Die Band „Phil“ ist am Donnerstag, dem 16. Juli, um 20 Uhr, open Air auf dem Schlossberg Neustrelitz mit ihrer The Genesis & Phil Collins Tribute Show zu erleben. Musikalisch und optisch unglaublich dicht am Original. Eine pulsierende Show mit energiegeladenen Livemusikern, garniert mit abgestimmter Licht- und Videotechnik. Im Mittelpunkt ein Frontmann mit Charisma, Witz, Charme – und der „echten“ Stimme. Mit „Phil“ kann man träumen zur perfekt gespielten Musik von Phil Collins und Genesis – oder tanzend richtig abheben.
Grün eingerahmt die vom Verein favorisierte Variante 1 Wiederrichtung des Schlossturms. Gelb eingerahmt die alternative Variante 2 Wiedererrichtung des Eckrisalits.
Nach dem Beschluss der Stadtvertretung Neustrelitz, Alternativen zum Wiederaufbau des Schlossturms zu suchen (Strelitzius berichtete), geht jetzt der Residenzschlossverein mit einer Erklärung in die Öffentlichkeit. Sie trägt die Überschrift „Der Schlossberg ist Bestandteil eines Denkmalbereichsund kein Experimentierfeld für zeitgenössische Architektur“. Hier der Wortlaut:
Flankierend zum jüngsten Beschluss der Neustrelitzer Stadtvertreter, eine alternative Bebauung des Schlossbergs jenseits des Schlossturm-Konzeptes zu prüfen (Strelitzius berichtete), hat man im Rathaus ein eigentlich vor etlichen Jahren zu den Akten gelegtes Konzept wieder aus der Schublade geholt. Es soll die Basis für Umwidmungsgespräche zu bereits zugesagten Fördermitteln sein. Außerdem war bislang die Frage offen geblieben, wie eigentlich die der Beschlussfassung vorgeschaltete Bürgerbefragung zum Schlossturm ausgegangen ist. Nun hat das Rathaus in einer Mitteilung nachgeschoben.
Im Neustrelitzer Rathaus hat die Stadtvertretung heute Abend die Weichen zur Gestaltung des Schlossbergs neu gestellt.
In der Stadtvertretung Neustrelitz hat es in Sachen Schlossberg am Abend einen richtungsweisenden Beschluss gegeben. Die Abgeordneten folgten einstimmig einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen CDU/FDP und SPD, wonach der Bürgermeister beauftragt wird, eine alternative Projektvariante für die zukünftige Nutzung und Gestaltung des Schlossbergs zu erarbeiten.