Für diejenigen, die von dem Bilderbuchwetter heute nicht genug bekommen konnten, hier noch zum Ausklang des Wochenendes eine kleine Zugabe. Mein Korrespondent Ralf Milbredt hat das arktische Foto geschossen, mit Altstrelitz im Rücken und der Kalkhorst vor sich. Der Gute ist ja sonst bei fast jedem Wetter mit Kajak und Kamera in der Kleinseenplatte und darüber hinaus unterwegs. Aber da bräuchte er aktuell einen Eisbrecher, um in See stechen zu können.
Das Buch „Zwischen Hörsaal und Couleur – Studentenverbindungen am Technikum zu Altstrelitz“ (Strelitzius berichtete) steht nun kurz vor dem Druck. „Es ist letztlich umfangreicher geworden als geplant; aber so ist es immer, wenn man erst einmal in die Tiefen der Materie eintaucht“, schreibt mir Autor Christian Delhey aus Münster. „Möge das Buch gefallen!“
Historische Zeichnung, Ludwig Warning – Apoldaer Tageblatt 20.2.1908
Der Münsteraner Christian Delhey arbeitet an einem Buch über die Studentenkorporationen (Strelitzius berichtete) zu Zeiten des Technikums Strelitz. Er habe mittlerweile die Existenz von 33 Korporationen und 31 studentischen Vereinen belegen können; dazu kommen aus dem pennalen Bereich noch einmal einige Vereinigungen sowie einige interkorporative Zusammenschlüsse, schreibt mir der Historiker zum Stand seiner Recherchen. Das zu erstellende Werk zum studentischen Leben umfasse mittlerweile ca. 530 Seiten, deutlich mehr, als geplant.
Endlich geht es los! Nach 18-monatiger Schließung eröffnen wir unsere Filiale in Altstrelitz, Fürstenberger Str. 1, wieder. Die Bauarbeiten am Alex sind so gut wie abgeschlossen. Es ist alles für den Verkehr frei gegeben und die neuen Bushaltestellen sind auch in Betrieb.
Seit Anfang des Jahres wird ein städtebaulicher Rahmenplan als planerische Grundlage der Sanierungsmaßnahmen in Strelitz-Alt erarbeitet. Zur Information und Beteiligung der Öffentlichkeit lädt die Stadt nun alle Interessierten herzlich zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zu den aktuellen Entwürfen des Rahmenplans ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 4. September, ab 17 Uhr, im Theater Schiefe Ebene in Strelitz-Alt (Wilhelm-Stolte-Straße 84, 17235 Neustrelitz) statt.
Kein Glockenläuten, keine Gottesdienste, keine Konzerte – seit fast zwei Jahren ist der Zutritt in die St.-Georgs-Kirche der Kirchengemeinde Strelitzer Land in Altstrelitz versperrt. Grund sind besorgniserregende Risse in Wänden und im Fußboden. Eine statischen Prüfung ergab: Die Standsicherheit der Kirche ist nicht mehr gegeben. Ein Bauzaun rund um das unter Denkmalschutz stehende Gebäude musste aufgestellt werden und versperrt seither den Zutritt. Hohe Sanierungskosten stehen im Raum.
Das ehemalige Technikum ist heute Sitz der Stadtwerke Neustrelitz. Foto: Maria Krüger
Was haben eine russische MIG, das ehemals höchste Bankgebäude Brooklyns und die bayerische Zugspitzbahn gemeinsam? Richtig! Alles wurde unter Mitwirkung ehemaliger Studenten des Technikums zu Strelitz (heute Neustrelitz) erbaut! Aber nicht das – in den 1930er bis 1940er Jahren gab es keinen deutschen Flugzeughersteller, der nicht mindestens eine zweistellige Anzahl ehemaliger Strelitzer beschäftigte! Über 100 süddeutsche Kirchen wären nicht erbaut worden, hätte nicht eine bestimmte Person, nämlich Albert Boßlet, in Strelitz studiert! Auch der Onkel des vormaligen Argentinischen Ministers für Energie, Alejandro Sruoga, war in Strelitz eingeschrieben…
Das Technikum zu Strelitz war die Brutstätte vieler großartiger Ingenieure, Architekten und anderer technisch begabter Menschen! Christian Delhey, Historiker aus Münster, aber mit Mecklenburger Wurzeln, schreibt gerade ein Buch über das „studentische Leben und „Treiben“ am alten Technikum. „Hä? Werden Sie jetzt sagen – das gibt es doch schon!? – und zwar das Buch ‚Das Technikum Strelitz – Max Hittenkofer‘ vom Verein Technikum!“, schreibt mir der Autor. „Jein! So nett das Buch auch sein mag – es ist von Ingenieuren für Ingenieure geschrieben. Es ist nett – reißt aber niemanden vom Hocker, der mit der Materie Technik nicht vertraut ist.“ So werde das Wichtigste, was den damaligen Studenten des Technikums beschäftigte, nicht behandelt: die Freizeit.
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Altstrelitz und Neustrelitz haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie nicht nur im Einsatz tatkräftig helfen, sondern auch bei wichtigen gesellschaftlichen Themen Gesicht zeigen – und in diesem Fall sogar einen Schnurrbart.
Während des „Movember“, einer weltweiten Aktion zur Unterstützung von Männergesundheit, ließen die Feuerwehrmänner für einen Monat ihre Schnurrbärte sprießen. Ziel der Kampagne ist es, auf Themen wie Prostatakrebs, Hodenkrebs und mentale Gesundheit aufmerksam zu machen. Durch die auffälligen Bärte wurde das Thema bei Einsätzen, in der Nachbarschaft und bei Veranstaltungen immer wieder angesprochen – ein Gesprächsanstoß, der vielen Männern Mut machte, sich mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen.
Vor 675 Jahren, am 4. Dezember 1349, erhielt der Ort Strelitz das Stadtrecht. Grund genug, um noch einmal einen kleinen Streifzug durch die Strelitzer Geschichte in diesem Jahr zu wagen. Wie sahen die Geschichtsschreiber das kleine Städtchen Strelitz? Wie war es um das Schulwesen bestellt, wie wurde hier gearbeitet und gefeiert, welche Sagen wurden hier erzählte?