Das Buch „Zwischen Hörsaal und Couleur – Studentenverbindungen am Technikum zu Altstrelitz“ (Strelitzius berichtete) steht nun kurz vor dem Druck. „Es ist letztlich umfangreicher geworden als geplant; aber so ist es immer, wenn man erst einmal in die Tiefen der Materie eintaucht“, schreibt mir Autor Christian Delhey aus Münster. „Möge das Buch gefallen!“
Historische Zeichnung, Ludwig Warning – Apoldaer Tageblatt 20.2.1908
Der Münsteraner Christian Delhey arbeitet an einem Buch über die Studentenkorporationen (Strelitzius berichtete) zu Zeiten des Technikums Strelitz. Er habe mittlerweile die Existenz von 33 Korporationen und 31 studentischen Vereinen belegen können; dazu kommen aus dem pennalen Bereich noch einmal einige Vereinigungen sowie einige interkorporative Zusammenschlüsse, schreibt mir der Historiker zum Stand seiner Recherchen. Das zu erstellende Werk zum studentischen Leben umfasse mittlerweile ca. 530 Seiten, deutlich mehr, als geplant.
Sieben junge Männer lernen und studieren ab September bei den Neubrandenburger Stadtwerken. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke
Sie werden Elektroniker, Umwelttechnologen oder Wirtschaftsinformatiker: Sieben junge Männer starten in diesem Jahr ihre Ausbildung beziehungsweise ihr Studium bei den Neubrandenburger Stadtwerken (neu.sw). Jetzt haben sie ihre Lehrverträge erhalten.
Die Forschungsgruppe des Studiengangs Diätetik.Foto: Hochschule Neubrandenburg
Sie sind bunt, haben lustige Gesichter oder Tierbilder auf der Verpackung, und oftmals wecken die Hersteller den Eindruck, dass sie Kindern gut tun: Lebensmittel, deren Rezepturen und Verpackungen extra für Kinder entwickelt und verkauft werden. Studierende der Hochschule Neubrandenburg haben diese Lebensmittel unter Anleitung von Prof. Dr. Anna Flögel (Diätetik, Ernährungskommunikation und Gesundheitswissenschaften) und Dipl. med. päd. Sabine Ohlrich-Hahn (Wissenschaftliche Mitarbeiterin) unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Weniger als acht Prozent der untersuchten Speisen, die speziell für Kinder in den Verkaufsregalen zu finden sind, gelten als „empfehlenswert“. Die meisten weiteren Kinderprodukte enthielten zu hohe Salz-, Zucker- oder Fettgehalte.
„Unsere Ernährungsgewohnheiten werden in der Kindheit maßgeblich geprägt. Hochverarbeitete fett-, zucker- und salzhaltige Lebensmittel extra für Kinder zu bewerben, ist daher äußerst kritisch“, erklärt Professorin Flögel. Dadurch werden Kinder immer wieder zu diesen Lebensmitteln greifen und sie lieber essen als natürliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse. Demzufolge erhöht sich das Risiko für kindliches Übergewicht und Adipositas. Die Weichen für ein ungünstiges Ernährungsverhalten im späteren Leben und Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen werden gestellt. „Die Werbung beeinflusst dabei Kinder ebenso wie Eltern. Letztere werden häufig in dem Glauben gelassen, dass Lebensmittel, die extra für Kinder entwickelt wurden, besonders gesund seien“, weiß Flögel. „Schuld daran sind unter anderem gesundheits- und nährwertbezogene Werbebotschaften auf der Verpackung, z.B. ‚Extra Vitamin D‘ oder ‚ohne künstliche Aromen‘.“
Produkte stammen aus Supermarkt und von Discounter in der Vier-Tore-Stadt
Studierende aus dem Studiengang Diätetik (Matrikel 2022) haben in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern e.V. und im Rahmen des Studienseminars Public Health Nutrition eine Marktanalyse zu Lebensmitteln mit Kinderoptik durchgeführt. Dabei analysierten sie 103 Produkte aus einem Discounter und einem Supermarkt in Neubrandenburg. Untersuchungsgegenstände waren Obst-, Gemüse- und Getreideprodukte (inkl. Cerealien), Kinder-Milch und Milchprodukte sowie Wurst und Fleischwaren. Nicht untersucht wurden Süßigkeiten, süßes wie salziges Gebäck und gesüßte Getränke, da es dafür ohnehin keine Verzehrempfehlungen durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt.
Von den vermeintlich für Kinder sehr gut geeigneten Lebensmitteln wurden insbesondere die Nährstoffzusammensetzung und die kindgerechte Gestaltung der Produktverpackung analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass die meisten Lebensmittel mit Kinderoptik, die häufig sogar nährstoff- bzw. gesundheitsbezogen beworben werden, regelrecht ungesund sind. Ein regelmäßiger, mehrmaliger Konsum pro Tag kann dazu führen, dass sich die Energiezufuhr von Kindern um 20 Prozent erhöht, die Salzaufnahme verdreifacht und die Fettaufnahme verdoppelt. „Im Resümee sind also, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, Lebensmittel mit Kinderoptik eher bedenklich als empfehlenswert“, fasst Flögel zusammen.
Nur acht der erfassten Produkte wurden als empfehlenswert eingestuft, wobei die Professorin auf eine weitere Falle hinweist: „Diese acht Produkte waren zwei bis zweieinhalb Mal so teuer wie herkömmliche Lebensmittel in Bioqualität.“ Zumeist platzieren die Marktbetreibenden diese Lebensmittel außerdem auf Augen- und Greifhöhe von Kindern.
Verbraucherzentrale nimmt Analyse sehr ernst
Die Nachwuchsforschenden präsentierten die Ergebnisse der Studie Ende Oktober beim Fachforum Kinderlebensmittel der Verbraucherzentrale M-V e.V. in Rostock. Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern nahm die Analyse sehr ernst und will sich auf Bundesebene für eine gesetzliche Regelung für die Vermarktung von Kinderlebensmitteln einsetzen. Mit der Gesundheit der Kinder solle nicht weiter gespielt werden. Bis dahin raten Verbraucherzentrale, Studierende und die Professorin den Eltern dazu, Werbebotschaften kritisch zu hinterfragen.
„Am besten lassen sie gleich die Finger von Wurst in Spielzeugform oder Joghurt mit Kinderhelden. Kinder brauchen im doppelten Sinne keine Extrawurst. Wenn die Kinder das essen, was die Eltern verzehren und sich die Eltern dabei an der DGE-Ernährungsempfehlung orientieren, ist es der gesündere Weg“, empfiehlt Flögel. Und wenn die Lebensmittel doch einmal ansprechender für die Kinder gestaltet sein sollen, dann kann man z.B. auch Gurken und Paprika in Sternchenform ausstechen. Das ist gesund und günstig. Weitere Informationen zur Studie sind auf der Seite des Studiengangs Diätetik zu finden unter
Umweltpraktikantin Svenja auf dem World Ranger Day. Foto: O. Blank
Ab dem 7. November können sich interessierte Studierende für das Umweltpraktikum der Commerzbank im Müritz-Nationalpark bewerben. Ende der Bewerbungsfrist ist der 15. Januar 2023.
Langhäger Einwohner und Einwohnerinnen, Menschen aus Hildesheim und Berlin, die in Langhagen aufgewachsen sind, aber auch Gäste aus Neustrelitz und anderen umliegenden Gemeinden wurden am vergangenen Wochenende von einer Ausstellung angelockt, die vier Studentinnen und ein Student aus dem Studiengang Naturschutz und Landnutzungsplanung an der Hochschule Neubrandenburg erarbeitet hatten und nun vor der kleinen Kapelle präsentierten. Zwei Semester lang beschäftigten sie sich mit der Geschichte Langhagens und wurden dabei tatkräftig von den Mitarbeiterinnen im Forschungsprojekt „Reallabor Landschaft“ unterstützt.
Studentinnen und Studenten der Hochschule Neubrandenburg im Bachelor-Studiengang Naturschutz und Landnutzungsplanung haben sich in einem Projekt im Sommersemester 2021 und Wintersemester 2021/22 mit der Ortschaft Langhagen im Müritz-Nationalpark beschäftigt. Der Klein Vielen e.V. ist Kooperationspartner in dem Hochschulprojekt.
Langhagen, etwa sieben Kilometer von Kratzeburg und acht Kilometer von Neustrelitz entfernt, wurde erstmals 1257 urkundlich erwähnt. Bis 1835 waren Ort und Gemarkung über Jahrhunderte als Pertinenz (Nebengut) eng mit dem Gut Klein Vielen verbunden, dann bis 1871 ein eigenständiges Gut, bevor der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz es kaufte und in eine Oberförsterei verwandelte. Bis 1996 blieb Langhagen Sitz einer Försterei. Heute gehört der abgelegene Ort zur Stadt Neustrelitz.
Im Rahmen der heutigen feierlichen Immatrikulation an der Hochschule Neubrandenburg übergab Oberbürgermeister Silvio Witt den OB-Förderpreis 2022 persönlich an die Preisträgerinnen. Nach Sichtung und Platzierung der wissenschaftlichen Abhandlungen hat die Jury aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung entschieden, dass in diesem Jahr der erste Preis an Luisa Brassen und Josefine Rühlow für ihren Projektbericht zum „Austauschcafé“ vergeben wird.
Besonders beeindruckt hat die Jury, dass es den beiden Studentinnen gelungen ist, sehr schnell und zielsicher ein niedrigschwelliges Angebot für die Förderung von Gemeinwesenarbeit, die Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten und die Stärkung von Beteiligungs- und Kommunikationsstrukturen zu konzipieren. Menschen aus Neubrandenburg und der näheren Umgebung kommen so über Generationen hinweg in Kontakt und reagieren positiv auf drohende Prozesse der Vereinsamung und Isolation. Die Idee wurde vom Netzwerk Familienwelten Neubrandenburg anerkennend aufgenommen und unterstützt. Das „Austauschcafé“ wird durch die strukturelle Unterstützung vom AWO-Haus der Familie und ehrenamtliche Initiative erhalten bleiben und fortgesetzt.
Jährlich schreibt der Oberbürgermeister der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg einen Preis für herausragende Arbeiten von Studentinnen und Studenten der Hochschule Neubrandenburg aus. Die Dotierung liegt bei 750 Euro für den ersten Platz, 500 Euro für den zweiten und 250 Euro für die Verfasserin oder den Verfasser der drittplatzierten Arbeit. Die Chance auf das ausgelobte Preisgeld wollten sich mehrere Studenten keinesfalls entgehen lassen.
Knut Heineken mit den Umweltpraktikanten Oscar Bank und Svenja Hartmann (Regina Gruber nicht auf dem Bild) und Ulrich Meßner (von links). Foto: B. Lüthi-Herrmann
Die Ranger beim Fledermaus-Monitoring begleiten, Ausstellungen und Social Media Kanäle mitgestalten oder im Jugendwaldheim Wissen über die Natur vermitteln: Das und noch einiges mehr wird den drei neuen Umweltpraktikanten des Müritz-Nationalparks durch das Commerzbank Umweltpraktikum ermöglicht.
Die Rucksackübergabe durch den Marktbereichsleiter der Commerzbank Knut Heineken läutete den Start des Praktikums für Svenja Hartmann, Oscar Blank und Regina Gruber ein. In den kommenden Monaten werden die drei im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und der Umweltbildung viele neue Erfahrungen sammeln können.