Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Neubrandenburg gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den offiziellen Arbeitsstart des Instituts für MobilitätsTechnik/Technologie e.V. (kurz IMTT e.V.) begleitet. Der Forschungsverein konzentriert sich auf die Mobilitätsbranche und deren Zulieferindustrie.
BIROS war der zweite Satellit der Mission FireBIRD. Die Hauptnutzlast ist ein hochsensibles Infrarot-Kamerasystem, mit dem die „Feuerlupe“– genau wie ihr „Bruder“ TET-1 – als Feuerfrühwarnsystem und zur Klimaforschung aus dem Weltraum im Einsatz war. Fotos: DLR
Knapp zehn Jahre lang hat der Kleinsatellit BIROS (Bi-spectral InfraRed Optical System) Waldbrände, Vulkanausbrüche und weitere Hochtemperaturereignisse auf der Erde detektiert. Am gestrigen 22. Januar verglühte der Feuerspäher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vollständig in der Erdatmosphäre. Den Empfang der Messdaten sowie deren systematische Verarbeitung, Archivierung und Verteilung an die wissenschaftlichen Einrichtungen wurden von der Bodenstation des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) in Neustrelitz übernommen.
Im Rahmen der „Nordischen Wochen der Raumfahrt und Weltraumforschung“ laden „Raumfahrt concret“ und das Kulturquartier am Freitag, den 7. November, um 18.30 Uhr, zum 10. Wissenschaftsabend in den Saal des Kulturquartiers ein. In diesem Jahr geht es um den „Sputnik-Schock“ und den „Mond-Wettlauf“.
Rentierjäger der Ahrensburger Kultur am Ende der Eiszeit. Zeichnung von Zdeněk Burian.
Im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Eugen Geinitz – Erforschung der Eiszeitlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ lädt das Müritzeum in Waren zu einer Vortragsreihe rund um das Thema Geologie und Eiszeit ein. Zu Beginn geht es am 7. Mai um 18.30 Uhr mit Prof. Robert Sommer mit den neuesten Forschungen zurück in die Eiszeit.
Das Aussehen der Sonne bei Sonnenminimum (links, Dezember 2019) im Vergleich zu einem Sonnenmaximum (rechts, August 2024). Während des Sonnenminimums ist die Sonne oft fleckenlos. Sonnenflecken stehen mit Sonnenaktivität in Zusammenhang und werden verwendet, um den Fortschritt des Sonnenzyklus zu verfolgen. Foto: NASA/SDO
Eine neue Seite zum „Weltraumwetter“ hat heute das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) veröffentlicht. Das DLR Institut für Solar-Terrestrische Physik in Neustrelitz ist maßgeblich für die Weltraumwetterforschung am DLR zuständig und war auch an der Erstellung der Themenseite beteiligt.
Die Grüneberg-Orgel in der Neustrelitzer Stadtkirche. Foto: Wilfried Baganz
Orgelpfeifen werden seit Jahrhunderten aus Holz, Zinn und Blei gefertigt. Diese haben jedoch gesundheitliche und technologische Nachteile. Das Unternehmen Historische Tasteninstrumente Schmidt aus Kritzmow sowie die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik an der Universität Rostock und die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt SLV Mecklenburg-Vorpommern GmbH wollen jetzt gemeinsam eine Alternative entwickeln. „Mit dem Vorhaben soll ein innovativer Ansatz zur Fertigung von Orgelpfeifen verfolgt werden. Das traditionelle Handwerksunternehmen und die Forschungseinrichtungen haben sich zusammengeschlossen, um die Potentiale von Aluminium-Legierungen beim Bau von Orgelpfeifen zu prüfen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte bei der Übergabe eines Fördermittelbescheides vor Ort.
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung neuartiger metallischer Orgelpfeifen auf der Basis von geeigneten Aluminium-Legierungen und die Erarbeitung eines neuartigen handwerklich anwendbaren Fertigungsverfahrens dafür. Die Materialien weisen gegenüber den herkömmlichen Legierungen aus Zinn und Blei zahlreiche Vorteile wie Unbedenklichkeit als Gift, vollkommene Kriechbeständigkeit – damit keine Verformung – und eine bessere Korrosionsbeständigkeit auf.
Die Gesamtinvestition beträgt rund 978.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 758.000 Euro für alle drei Partner.
Studierende aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, die eine herausragende Idee für die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg haben, können sich noch bis zum 15. Juli um den diesjährigen Förderpreis des Neubrandenburger Oberbürgermeisters bewerben. Die wissenschaftlichen Arbeiten, die zur Bewerbung eingereicht werden, sollen im weitesten Sinn einen Nutzen für die Stadt oder Region haben. So sollen sie dazu beitragen, die Tätigkeit der Stadtverwaltung als moderne, bürgerfreundliche Dienstleistungseinrichtung zu unterstützen und den Lebenswert der Vier-Tore-Stadt zu erhöhen.
Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeiten sollen daher Forschungsergebnisse und Literaturanalysen aufgezeigt werden. Dabei kann es sich um Ideen und Vorschläge zur Stadtentwicklung, zum Städtebau und zur Wirtschaftsförderung oder zu Themen in den Bereichen Bildung, Kultur, Sport sowie Soziales und Generationen handeln.
Der Förderpreis des Oberbürgermeisters ist mit 750 Euro (1. Preis), 500 Euro (2. Preis) und 250 Euro (3. Preis) dotiert. Voraussetzung ist die Immatrikulation in einer Fachhochschule, Hochschule oder Universität in Mecklenburg-Vorpommern.
Fünf Jahre lang konnten Forscherinnen und Forscher der Hochschule Neubrandenburg die Gegend zwischen Lieps und Havelquelle, zwischen Nonnenbach im Osten und Havel im Westen, untersuchen. Ihr Forschungsprojekt unter dem Dach der Hochschule Neubrandenburg hatte den Titel „Reallabor Landschaft“. Es ging dem Team darin darum, den Landschafts- und Landnutzungswandel in der Zeit zwischen dem Ende des Dreißigjährigen Krieges und heute nachzuvollziehen und sichtbar zu machen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt endete am 31. Dezember 2022. Rechtzeitig zum Ende des Forschungsprojektes und druckfrisch erschien nun das Buch „Zwischen Lieps und Havelquelle – Zeugnisse des Landschaftswandels„.
Im Begleittext zu diesem Band heißt es: „Es sind häufig die vermeintlich unscheinbaren Zeugnisse der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung wie Wüstungen, Reste von Mühlen oder Teersiedereien, Eiskeller, Sand- und Kopfsteinpflasterwege, Gedenk- und Grenzsteine, Mergelgruben, Lesesteinwälle oder Kopfbäume, die Landschaften ihr Gesicht geben. Jeden Tag verschwinden solche Zeugnisse einstigen Wirtschaftens und Lebens durch Verkehrswegebau, Siedlungserweiterungen, in Folge von Flurbereinigungen oder einfach aufgrund fortschreitenden Verfalls.“
Wie können wir mit kleinen Weichenstellungen unseren Planeten retten? Warum brauchen wir die Energiewende und eine regenerative Landwirtschaft? Wie müssen wir Wirtschaft neu denken? Dr. Petra Künkel, Mitglied des Vorstandes des Club of Rome und Gründerin des Collective Leadership Institutes in Potsdam stellt am 30. November um 18 Uhr im Hörsaal 5, Haus 2 der Hochschule Neubrandenburg den Bericht des Club of Rome „Earth for All“ vor und gibt Einblicke in die Entwicklung der Ergebnisse. Dazu lädt die ForFuture-Gruppe der Hochschule Neubrandenburg alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist kostenfrei.
Der aktuelle Bericht an den Club of Rome liefert eine politische Gebrauchsanweisung für fünf wesentliche Handlungsfelder, in denen mit vergleichbar kleinen Weichenstellungen große Veränderungen erreicht werden können. Diese wirken gegen die Armut im globalen Süden, gegen grassierende Ungleichheit, für eine regenerative und naturverträgliche Landwirtschaft, für eine umfassende Energiewende und für die Gleichstellung der Frauen. Bereits 1972 erschütterte ein Buch die Fortschrittsgläubigkeit der Welt: „Die Grenzen des Wachstums“.