Vollbesetzte Ränge im Müritzeum: Nationalpark-Amtsleiter Ulf Zimmermann eröffnet das Eiszeit-Kolloquium. Foto: Karin Franz/Müritzeum
Am gestrigen Montag fand im Müritzeum in Waren das diesjährige wissenschaftliche Kolloquium des Müritz-Nationalparks statt. Fachleute aus Geologie, Archäologie, Naturschutz und weiteren Disziplinen sowie interessierte Gäste nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Forschungsergebnisse zur Landschafts- und Klimageschichte Nordostdeutschlands auszutauschen.
Beprobung eines Großgeschiebes bei Kühlungsborn für eine Oberflächenexpositions-Datierung mit Dr. Vincent Rinterknecht (CEREGE, Aix-Marseille University). Foto: Andreas Börner
Im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Eugen Geinitz – Erforschung der Eiszeitlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ lädt das Müritzeum in Waren zu einem letzten Vortrag ein, der eine Rückschau und einen Ausblick auf die Thematik der Eiszeitforschung in M-V gibt.
Etwas trockener könnte der Titel des Vortrages auch lauten: Aktuelle Eiszeitforschungen und Fortschritte in der Geochronologie aus Mecklenburg-Vorpommern 100 Jahre nach Eugen Geinitz. Die zentrale Frage dabei ist: Gab es einen aktiven „Mecklenburg Vorstoß“ am Ende der letzten Eiszeit? In seinem Vortrag am Mittwoch, 29. Oktober, um 18.30 Uhr geht Andreas Börner vom Geologischen Dienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern auf einige Elemente der norddeutschen Eiszeitlandschaften und deren Erforschung ein und beendet damit die Vortragsreihe innerhalb des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Eugen Geinitz – Erforschung der Eiszeitlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ im Müritzeum.
Die Serrahner Buchenwälder bieten eine ganz besondere Atmosphäre. Foto: NPA Müritz
Eine Tour mit dem Forschungsleiter des Müritz-Nationalparks führt in das UNESCO-Welterbegebiet Serrahn. Sie vermittelt Einblicke in aktuelle Forschungsthemen rund um den Wald mit besonderem Fokus auf die Eiszeit.
Wo? Zinow, Parkplatz am Waldrand, die Führung endet in Serrahn Wann? Samstag, 2. August, 10 bis 14 Uhr, etwa fünf Kilometer
Rentierjäger der Ahrensburger Kultur am Ende der Eiszeit. Zeichnung von Zdeněk Burian.
Im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Eugen Geinitz – Erforschung der Eiszeitlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ lädt das Müritzeum in Waren zu einer Vortragsreihe rund um das Thema Geologie und Eiszeit ein. Zu Beginn geht es am 7. Mai um 18.30 Uhr mit Prof. Robert Sommer mit den neuesten Forschungen zurück in die Eiszeit.
Das Landschaftsbild Mecklenburg-Vorpommerns, wie hier im Serrahn, wurde maßgeblich durch die letzte Eiszeit geprägt.Fotos: R. Vitt, naturfotografie-roman-vitt.de
Die Naturparke Mecklenburg-Vorpommerns, der Müritz-Nationalpark sowie die UNESCO-Biosphärenreservate Schaalsee und Flusslandschaft Elbe haben für 2025 das Jahresthema „Eiszeit“ ausgerufen. Anlass sind das Jubiläum der Inlandeis-Theorie und die prägende Rolle der letzten Eiszeit, die vor rund 12.000 Jahren endete und die Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns maßgeblich gestaltete. Mit einer Vielzahl an Veranstaltungen wird die eiszeitliche Geschichte des Landes für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht.