Vollbesetzte Ränge im Müritzeum: Nationalpark-Amtsleiter Ulf Zimmermann eröffnet das Eiszeit-Kolloquium. Foto: Karin Franz/Müritzeum
Am gestrigen Montag fand im Müritzeum in Waren das diesjährige wissenschaftliche Kolloquium des Müritz-Nationalparks statt. Fachleute aus Geologie, Archäologie, Naturschutz und weiteren Disziplinen sowie interessierte Gäste nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Forschungsergebnisse zur Landschafts- und Klimageschichte Nordostdeutschlands auszutauschen.
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat am 3. November 2025 erneut Zwischenstände zur Bewertung der sogenannten rvSU-Ausschlussgebiete veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Regionen, die im Rahmen der Standortsuche für ein mögliches Endlager für hochradioaktive Abfälle anhand geowissenschaftlicher Kriterien überprüft werden. Ziel dieser sogenannten „repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen“ (rvSU) ist es, Gebiete zu identifizieren, die für ein Endlager ungeeignet, wenig geeignet oder potenziell geeignet sind. Die nun veröffentlichten Arbeitsstände geben den aktuellen Stand dieser Bewertungen wieder.
Mecklenburg-Vorpommerns Klimaschutz- und Umweltminister Dr. Till Backhaus erklärte dazu: „Die heute veröffentlichten Ergebnisse bestätigen weitgehend die Bewertungen, die der Geologische Dienst Mecklenburg-Vorpommern bereits in seiner Stellungnahme vorgenommen hat. Das zeigt, dass unsere geowissenschaftliche Arbeit fundiert war und im Verfahren auf Bundesebene Gehör findet.“
Beprobung eines Großgeschiebes bei Kühlungsborn für eine Oberflächenexpositions-Datierung mit Dr. Vincent Rinterknecht (CEREGE, Aix-Marseille University). Foto: Andreas Börner
Im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Eugen Geinitz – Erforschung der Eiszeitlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ lädt das Müritzeum in Waren zu einem letzten Vortrag ein, der eine Rückschau und einen Ausblick auf die Thematik der Eiszeitforschung in M-V gibt.
Etwas trockener könnte der Titel des Vortrages auch lauten: Aktuelle Eiszeitforschungen und Fortschritte in der Geochronologie aus Mecklenburg-Vorpommern 100 Jahre nach Eugen Geinitz. Die zentrale Frage dabei ist: Gab es einen aktiven „Mecklenburg Vorstoß“ am Ende der letzten Eiszeit? In seinem Vortrag am Mittwoch, 29. Oktober, um 18.30 Uhr geht Andreas Börner vom Geologischen Dienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern auf einige Elemente der norddeutschen Eiszeitlandschaften und deren Erforschung ein und beendet damit die Vortragsreihe innerhalb des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Eugen Geinitz – Erforschung der Eiszeitlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ im Müritzeum.
Im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Eugen Geinitz – Erforschung der Eiszeitlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ lädt das Müritzeum in Waren am 18. Oktober von 10 bis 12 Uhr zu einer letzten Gesteinssprechstunde. Hier haben Interessierte die Möglichkeit, ihre gesammelten Steine einem Experten vorzulegen und gemeinsam mehr über deren Herkunft und Zusammensetzung zu erfahren.
Nach einer kurzen Sommerpause startet die beliebte Vortragsreihe MiM – Mittwochs im Müritzeum wieder. Am Mittwoch, 10. September, um 18.30 Uhr, lädt das Müritzeum zu einem Vortrag ein, der die aktuelle Sonderausstellung „Eugen Geinitz – Erforschung der Eiszeitlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ thematisch begleitet.
Steinreich und steinalt ist die geologische Sammlung des Müritzeums in Waren. Nicht ganz so alt ist Eugen Geinitz geworden. Er war ein berühmter Geologe – doch was macht ein Geologe heute eigentlich genau? Wie kann man einen Stein bestimmen? Wie haben Menschen Steine in der Vergangenheit genutzt und wofür? Beim Aktionstag Geologie im Müritzeum am Samstag, den 26. Juli, kann man all dem von 11 bis 16 Uhr auf den Grund gehen.
Im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Eugen Geinitz – Erforschung der Eiszeitlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ lädt das Müritzeum zu einer Vortragsreihe rund um das Thema Geologie und Eiszeit ein. Das weiße Gold des Nordens wird beim kommenden Vortrag im Mittelpunkt stehen.
Zwei Gesteine wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: weiß und schwarz – weich und hart bestimmen das Gestein der Rügener Küste: Kreide und Feuerstein. In dem Vortrag von Thomas Fitzke, ehemaliger Leiter des Kreidemuseums auf Rügen, am Mittwoch, 18. Juni, um 18.30 Uhr, im Müritzeum dreht sich alles um das weiße Gold von Rügen, die Kreide.