Verleihung des Förderpreises der Musikakademie im Schlosstheater Rheinsberg an Kult!INKoffer. Foto: Uwe Hauth 2026
Der Förderpreis der Musikakademie Rheinsberg geht an Kult!INKoffer, den Kulturbereich der ELSTER WERKE gGmbH in Herzberg. Ausgezeichnet wird damit ein inklusives Kulturprojekt, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Programme in den Sparten Tanz, Theater, Musik, Bildende Kunst und Kreatives Schreiben entwickeln. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich vom Beirat der Musikakademie Rheinsberg vergeben; für das Jahr 2025 wurde sie Kult!INKoffer bereits im vergangenen November zuerkannt. Die öffentliche Würdigung fand nun im Rahmen einer Aufführung des Projekts am 19. Juni 2026 im Schlosstheater Rheinsberg statt.
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg schreibt auch für das Jahr 2026 den Förderpreis des Oberbürgermeisters für Studierende des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus. Gesucht werden Arbeiten, die konkrete Impulse für die Entwicklung der Stadt und der Region geben.
Studierende aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, die eine herausragende Idee für die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg haben, können sich noch bis zum 15. Juli um den diesjährigen Förderpreis des Neubrandenburger Oberbürgermeisters bewerben. Die wissenschaftlichen Arbeiten, die zur Bewerbung eingereicht werden, sollen im weitesten Sinn einen Nutzen für die Stadt oder Region haben. So sollen sie dazu beitragen, die Tätigkeit der Stadtverwaltung als moderne, bürgerfreundliche Dienstleistungseinrichtung zu unterstützen und den Lebenswert der Vier-Tore-Stadt zu erhöhen.
Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeiten sollen daher Forschungsergebnisse und Literaturanalysen aufgezeigt werden. Dabei kann es sich um Ideen und Vorschläge zur Stadtentwicklung, zum Städtebau und zur Wirtschaftsförderung oder zu Themen in den Bereichen Bildung, Kultur, Sport sowie Soziales und Generationen handeln.
Der Förderpreis des Oberbürgermeisters ist mit 750 Euro (1. Preis), 500 Euro (2. Preis) und 250 Euro (3. Preis) dotiert. Voraussetzung ist die Immatrikulation in einer Fachhochschule, Hochschule oder Universität in Mecklenburg-Vorpommern.
Das Ensemble „The Late Train“. Foto:David Agaiarov
Der Förderpreis der Musikakademie Rheinsberg geht in diesem Jahr an zwei Ensembles: Das Alte Musik Ensemble „The Late Train“ sowie die Schülerband „J’n’B“ des Alexander S. Puschkin Gymnasiums Hennigsdorf dürfen sich über die mit jeweils 1500 € dotierte Auszeichnung freuen. Der Preis, der maßgeblich vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburgs gefördert wird, geht jährlich an eine beispielhafte Institution oder Person aus dem Bereich der Musikförderung; vergeben wird der Preis vom Beirat der Musikkultur Rheinsberg gGmbH. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Aufführung von „Woy/zzeck – eine Flickoper“ (Strelitzius berichtete), am Freitag, 31. Mai., um 19.30 Uhr, im Schlosstheater Rheinsberg statt.
„Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr gleich zwei unterschiedliche Ensembles mit unserem Förderpreis würdigen können. Das professionelle, aufstrebende Alte Musik Ensemble ‚The Late Train‘ und die innovative Schülerband ‚J’n’B‘ stehen exemplarisch für die künstlerische Vielfalt, der wir uns tagtäglich an unserer Musikakademie widmen“, sagt Felix Görg, Leiter der Musikakademie Rheinsberg.
Am Montag, den 25. September, hat Oberbürgermeister Silvio Witt im Rahmen der feierlichen Immatrikulation der Hochschule Neubrandenburg traditionell die besten Abschlussarbeiten mit thematischem Bezug zu Neubrandenburg ausgezeichnet. Dieses Jahr wurden gleich zwei Preisträgerinnen geehrt, die sich mit Ihren jeweiligen Abschlussarbeiten ganz gezielt für eine zukunftsfähige Ausgestaltung einer grünen Vier-Tore-Stadt einsetzen.
Anpassungsfähigkeit von Städten an den Klimawandel
Aufgrund der fortschreitenden weltweiten Urbanisierung entscheidet sich vor allem in den Städten, wie Menschen zukünftig leben werden. Dabei wird Lebensqualität stark mit dem Ausbau der sogenannten „grünen Infrastruktur“ verbunden, was die städtische Infrastruktur vor große Herausforderungen stellt.
Caroline Bützow erhielt aus den Händen von Silvio Witt einen der beiden Förderpreise.
In ihrer Masterarbeit „Wie können sich Städte und Gemeinden an die Folgen des Klimawandels anpassen?“ widmet sich Caroline Bützow genau den Herausforderungen, mit denen sich auch Neubrandenburg konfrontiert sieht. In ihrer Arbeit gibt Bützow einen Überblick über die Herausforderungen, die Neubrandenburg im Zuge des Klimawandels hat – gerade im Hinblick darauf, dass im urbanen Raum viele Nutzungsansprüche auf einem sehr begrenzten Flächenangebot aufgeteilt werden müssen. Zugleich zeigt sie Möglichkeiten auf, wie die Folgen von Extremereignissen in den Bereichen Hitze und Dürre sowie Extremniederschläge und Stürme minimiert werden können.
Dafür gab es den mit 500 Euro dotierten zweiten Preis sowie ein plattdeutsches Ortseingangsschild „Niegenbramborg“ in Kleinformat und die Festadorantin aus den Händen von Oberbürgermeister Witt.
Fahrradfreundliche Verkehrskonzepte für Neubrandenburg
Der mit 750 Euro dotierte erste Preis ging an Svea Reimer für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Fahrradfreundliche Verkehrskonzepte für Neubrandenburg anhand exemplarischer Straßentypologien“. Darin beleuchtet Reimer die aktuelle Fahrradsituation in der Vier-Tore-Stadt und legt Möglichkeiten zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur dar.
Anhand von drei verschiedenen Straßenkonzepten analysiert die Arbeit, wie die Stadt das Radfahren in Neubrandenburg sicherer und attraktiver gestalten kann. Mit einem Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur werden dabei nicht nur mehr Möglichkeiten für die Einwohnerinnen und Einwohner geschaffen, sondern auch Angebote für den Tourismus sowie Pendler realisiert.
Festlicher Rahmen der Immatrikulationsfeier
Mehrere hundert Gäste, darunter Erstsemester mit Familien und Freunden aber auch Vertreterinnen und Vertreter anderer Hochschulen des Landes sowie Lehrende, Alumni und Freunde und Förderer der Hochschule kamen in der Konzertkirche zusammen.
Im Anschluss an die Festveranstaltung schenkte Oberbürgermeister Witt gemeinsam mit dem studentischen Prorektor Marc Milzow vor der Konzertkirche das hochschuleigene „Campus Bräu“ für die anwesenden Studenten und Gäste aus.
Der Kammerchor Chorisma Neuruppin ist mit seiner hervorragenden Arbeit eine kulturelle Instanz in der Region geworden – und für die Musikakademie Rheinsberg ein wichtiger Partner. Der Beirat der Musikkultur gGmbH vergibt deshalb den Förderpreis der Musikakademie Rheinsberg 2023 an das Ensemble aus der Fontanestadt. Verliehen wird die Auszeichnung im Rahmen eines Förderpreiskonzertes, das am Sonntag, 3. September, um 17 Uhr, in der St. Laurentius Kirche Rheinsberg stattfindet.
„Mit dem Förderpreis wird das Engagement dieses stilistisch vielseitigen und künstlerisch hochwertigen Kammerchors gewürdigt, welches im vergangenen Jahr maßgeblich zur Weiterentwicklung des Angebots der Musikakademie beigetragen hat und für die Zukunft eine tragfähige Zusammenarbeit verspricht.“, so heißt es in der Begründung von Jonas Wolf, der im Namen der Musikakademie den Preis übergeben wird. Das Ensemble fungierte als Studiochor im Rahmen der von der Musikakademie neu angebotenen C-Ausbildung für Chorleiter*innen im April diesen Jahres. Außerdem nahm Chorisma am Amateurmusikprojekt der Musikakademie teil, das Ensembles und Chöre in Ostprignitz-Ruppin durch Workshops und Vernetzungsangebote gezielt fördert.