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Brandenburg, Förderpreis, Herzberg, Kult!INKoffer, Musikakademie, Rheinsberg, Verleihung

Der Förderpreis der Musikakademie Rheinsberg geht an Kult!INKoffer, den Kulturbereich der ELSTER WERKE gGmbH in Herzberg. Ausgezeichnet wird damit ein inklusives Kulturprojekt, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Programme in den Sparten Tanz, Theater, Musik, Bildende Kunst und Kreatives Schreiben entwickeln. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich vom Beirat der Musikakademie Rheinsberg vergeben; für das Jahr 2025 wurde sie Kult!INKoffer bereits im vergangenen November zuerkannt. Die öffentliche Würdigung fand nun im Rahmen einer Aufführung des Projekts am 19. Juni 2026 im Schlosstheater Rheinsberg statt.
„Unser Förderpreis richtet sich an Projekte, die sich den Zielen der Musikakademie in besonderer Weise widmen: Räume zu öffnen, in denen Menschen mit Musik wachsen können; künstlerische Eigenständigkeit zu fördern, wo sie noch nicht selbstverständlich ist; und kulturelle Teilhabe dort zu ermöglichen, wo sie ohne besonderes Engagement einfach nicht entstehen würde. Kult!INKoffer macht diese Ziele auf beispielhafte Weise sichtbar“, sagt Felix Görg, Leiter der Musikakademie der Musikkultur Rheinsberg.
Kult!INKoffer steht für „Kultur, inklusiv, im Koffer“. Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung arbeiten gemeinsam in verschiedenen Kunstsparten. Sie entwickeln eigene Werke, treten auf, gehen auf Reisen und schaffen Programme, die für unterschiedliche Altersgruppen und Situationen ein passendes Kulturangebot bieten. Im Mittelpunkt steht ein künstlerisches Arbeiten, das von den Beteiligten selbst getragen wird und aus gemeinsamen Prozessen eigene Formen entwickelt.
Authentisch mit Tiefe und Beständigkeit
Juliane Felsch-Grunow, Mitglied des Beirats der Musikkultur Rheinsberg, hebt die künstlerische Eigenständigkeit des Projekts hervor: „Was bei Kult!INKoffer entsteht, ist authentisch, weil es aus echten Auseinandersetzungen kommt – aus eigenen Erfahrungen, eigenen Fragen und einer eigenen ästhetischen Welt. Die Künstlerinnen und Künstler, die zum Teil bereits lange Zeit dabei sind, geben dem Projekt erst seine Tiefe – und sorgen dafür, dass etwas Beständiges entstehen konnte. Denn Projekte wie dieses sind beides zugleich: gewachsen und fragil. Mit dieser Würdigung möchten wir dazu beitragen, dass die Beständigkeit siegt.“
Möglich wurde diese Entwicklung durch langjährige Arbeit: Stellvertretend für viele Beteiligte steht Theaterpädagogin Rahel Thomsen, die innerhalb der ELSTER WERKE über Jahre einen Ort geschaffen hat, an dem künstlerische Arbeit mit Überzeugung und sichtbarer Wirkung stattfinden kann. Der Förderpreis würdigt damit nicht nur ein einzelnes Projekt, sondern eine gewachsene inklusive künstlerische Praxis.
Die ELSTER WERKE gemeinnützige GmbH ermöglichen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft. An sieben Standorten in den Landkreisen Elbe-Elster und Teltow-Fläming verbinden sie passgenaue Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten mit fachlicher Begleitung. Neben vielfältigen Arbeitsbereichen in Produktion, Dienstleistung, Handwerk und ökologischem Landbau prägt besonders der ElsterPark in Herzberg (Elster) das Profil der ELSTER WERKE: Er bietet barrierefreie Angebote in Gastronomie, Freizeit und Kultur und entfaltet eine überregionale Strahlkraft.