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Bedauern, Mecklenburgische Seenplatte, Mitgliedschaft, Tourismusverband, Zartenow

Der Spaß um die fiktive Gemeinde Zartenow (Strelitzius berichtete) aus dem Roman „Meisterwerk mit Kaltem Hund“ findet so schnell kein Ende. Jetzt hat der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte einen Mitgliedsantrag der Kommune, die es gar nicht gibt, mit „großem Vergnügen gelesen und mit der gebotenen Ernsthaftgkeit geprüft“. Das geht aus einem Antwortschreiben des Geschäftsführers des Verbandes, Robert Neidel, hervor.
„Eine Gemeinde, deren Bettenkapazität konstant bei null liegt und deren Auslastung trotzdem nie Anlass zur Sorge gibt, wäre für unseren Verband zweifellos eine Premiere gewesen. Ganz so einfach können wir es uns mit der Aufnahme allerdings leider nicht machen. Unsere Satzung sieht Gemeinden ausdrücklich als mögliche ordentliche Mitglieder vor. Zartenow wäre also grundsätzlich durchaus in guter Gesellschaft. Der kleine Haken: Es müsste die Gemeinde dafür auch tatsächlich geben. Und da Sie selbst so offen darauf hinweisen, dass Zartenow bislang ausschließlich auf literarischem Wege zu erreichen ist, fehlt uns am Ende doch der notwendige reale Antragsteller“, heißt es. Der Vorstand des Tourismusverbandes müsse mit der Sache deshalb nicht eigens befasst werden.
Schade sei das trotzdem ein wenig. „Denn dass Geschichten und Bücher Lust auf reale Orte machen können, wissen wir im Tourismus nur zu gut. Wenn es Zartenow gelingt, Leserinnen und Leser neugierig auf die Mecklenburgische Seenplatte zu machen, dann leistet das Dorf auf seine ganz eigene Weise bereits einen Beitrag für unsere Region – und das ganz ohne eigenes Marketingbudget. Als literarischer Botschafter der Mecklenburgischen Seenplatte ist Zartenow bei uns deshalb sehr willkommen – wenn auch vorerst nur ideell“, wird abschließend mitgeteilt.
Der Verband wünscht dem Roman „Meisterwerk mit Kaltem Hund“ einen guten Start am 1. September 2026 und Zartenow weiterhin einen erfreulichen Einwohnerzuwachs – „ganz unabhängig davon, was das Statistische Amt dazu sagt“.
