Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg schreibt auch für das Jahr 2026 den Förderpreis des Oberbürgermeisters für Studierende des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus. Gesucht werden Arbeiten, die konkrete Impulse für die Entwicklung der Stadt und der Region geben.
Umweltpraktikantin Maria im Außendienst auf Fototour im Nationalpark. Foto: Liv Tralau
Noch bis zum 15. Januar können sich Studierende aller Fachrichtungen um einen der begehrten Plätze des Umweltpraktikums im Müritz-Nationalpark bewerben. Das Praktikum dauert drei bis sechs Monate und kann als Open-Air-Semester genutzt werden.
Die Umweltpraktikantinnen Ruth und Verena bereiten bei der Fledermausnacht in Kratzeburg das Quiz für die Kinder vor Foto: Wiebke Döbbert
Ab dem 1. November können sich Studierende wieder für das renommierte Umweltpraktikum der Commerzbank im Müritz-Nationalpark bewerben. Die Frist läuft bis zum 15. Januar 2026. Auf dem Onlineportal www.umweltpraktikum.com stehen Praktikumsplätze in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit zur Auswahl.
Umweltpraktikant Henri erklärt Kindern ein Spiel auf der Fledermausnacht. Foto: NPA Müritz
Ab heute, 1. November, können sich Studierende erneut für das renommierte Umweltpraktikum der Commerzbank im Müritz-Nationalpark bewerben. Die Frist läuft bis zum 15. Januar 2025. Auf dem Onlineportal umweltpraktikum.com stehen Praktikumsplätze in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit zur Auswahl.
Das Wirtschaftsministerium MV hat einen Ideenaufruf gestartet: Es können Maßnahmen zur Fachkräftesicherung unterstützt werden, die Studierende mit Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern in Kontakt bringen. „Die Hochschulen und Universitäten bei uns im Land bilden engagierte junge Menschen aus. Es gilt, die Studierenden von einer Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern zu überzeugen, um langfristig den Fachkräftebedarf im Land zu sichern. Dafür suchen wir kreative Projektideen, die überzeugen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.
Nach Angaben des Statistischen Amtes waren im Wintersemester 2022/2023 insgesamt 38.380 Studierende an den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern eingeschrieben.
800.000 Euro für Projekte zur Verfügung
Vorgesehen ist die Förderung von maximal acht Projekten, sodass ein flächendeckendes Informations- und Unterstützungsangebot im ganzen Land Mecklenburg-Vorpommern möglich wird. Dabei sollen Unternehmen in allen Regionen im Nordosten sowie Studierende an folgenden Hochschulstandorten berücksichtigt werden: Greifswald, Neubrandenburg, Rostock, Stralsund und Wismar. Je Projekt und Durchführungsjahr sind mindestens 30 Unternehmen sowie mindestens 100 Studierende aktiv zu beteiligen. Die Bewerbungen sind bis zum 6. März 2024 möglich. Als Gesamtbudget stehen 800.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Der Förderzeitraum beträgt 24 Monate. Für die Einreichung von Projektideen sind juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts berechtigt. Diese müssen einen Standort in Mecklenburg-Vorpommern haben, fachlich geeignet sein sowie über einschlägige regionale Projekt- und Kooperationserfahrungen verfügen.
Am Montag, den 25. September, hat Oberbürgermeister Silvio Witt im Rahmen der feierlichen Immatrikulation der Hochschule Neubrandenburg traditionell die besten Abschlussarbeiten mit thematischem Bezug zu Neubrandenburg ausgezeichnet. Dieses Jahr wurden gleich zwei Preisträgerinnen geehrt, die sich mit Ihren jeweiligen Abschlussarbeiten ganz gezielt für eine zukunftsfähige Ausgestaltung einer grünen Vier-Tore-Stadt einsetzen.
Anpassungsfähigkeit von Städten an den Klimawandel
Aufgrund der fortschreitenden weltweiten Urbanisierung entscheidet sich vor allem in den Städten, wie Menschen zukünftig leben werden. Dabei wird Lebensqualität stark mit dem Ausbau der sogenannten „grünen Infrastruktur“ verbunden, was die städtische Infrastruktur vor große Herausforderungen stellt.
Caroline Bützow erhielt aus den Händen von Silvio Witt einen der beiden Förderpreise.
In ihrer Masterarbeit „Wie können sich Städte und Gemeinden an die Folgen des Klimawandels anpassen?“ widmet sich Caroline Bützow genau den Herausforderungen, mit denen sich auch Neubrandenburg konfrontiert sieht. In ihrer Arbeit gibt Bützow einen Überblick über die Herausforderungen, die Neubrandenburg im Zuge des Klimawandels hat – gerade im Hinblick darauf, dass im urbanen Raum viele Nutzungsansprüche auf einem sehr begrenzten Flächenangebot aufgeteilt werden müssen. Zugleich zeigt sie Möglichkeiten auf, wie die Folgen von Extremereignissen in den Bereichen Hitze und Dürre sowie Extremniederschläge und Stürme minimiert werden können.
Dafür gab es den mit 500 Euro dotierten zweiten Preis sowie ein plattdeutsches Ortseingangsschild „Niegenbramborg“ in Kleinformat und die Festadorantin aus den Händen von Oberbürgermeister Witt.
Fahrradfreundliche Verkehrskonzepte für Neubrandenburg
Der mit 750 Euro dotierte erste Preis ging an Svea Reimer für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Fahrradfreundliche Verkehrskonzepte für Neubrandenburg anhand exemplarischer Straßentypologien“. Darin beleuchtet Reimer die aktuelle Fahrradsituation in der Vier-Tore-Stadt und legt Möglichkeiten zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur dar.
Anhand von drei verschiedenen Straßenkonzepten analysiert die Arbeit, wie die Stadt das Radfahren in Neubrandenburg sicherer und attraktiver gestalten kann. Mit einem Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur werden dabei nicht nur mehr Möglichkeiten für die Einwohnerinnen und Einwohner geschaffen, sondern auch Angebote für den Tourismus sowie Pendler realisiert.
Festlicher Rahmen der Immatrikulationsfeier
Mehrere hundert Gäste, darunter Erstsemester mit Familien und Freunden aber auch Vertreterinnen und Vertreter anderer Hochschulen des Landes sowie Lehrende, Alumni und Freunde und Förderer der Hochschule kamen in der Konzertkirche zusammen.
Im Anschluss an die Festveranstaltung schenkte Oberbürgermeister Witt gemeinsam mit dem studentischen Prorektor Marc Milzow vor der Konzertkirche das hochschuleigene „Campus Bräu“ für die anwesenden Studenten und Gäste aus.