Umweltpraktikantin Maria im Außendienst auf Fototour im Nationalpark. Foto: Liv Tralau
Noch bis zum 15. Januar können sich Studierende aller Fachrichtungen um einen der begehrten Plätze des Umweltpraktikums im Müritz-Nationalpark bewerben. Das Praktikum dauert drei bis sechs Monate und kann als Open-Air-Semester genutzt werden.
Im Müritzeum bei der Taschenübergabe an die diesjährigen Umweltpraktikantinnen und den Umweltpraktikanten des Müritz-Nationalparks. Von links hinten: Ulf Zimmermann und Knut Heineken. Vorn: Maxi Schult, Tamara Kalmbach, David Zadim und Lola Schoppan.Foto: Barbara Lüthi-Herrmann
Raus aus dem Hörsaal, rein in die Natur – so lautet seit 1990 der Leitspruch des Commerzbank Umweltpraktikums, bei dem sich seitdem zahlreich Studierende aus ganz Deutschland engagieren. Seit 1993 ist auch der Müritz-Nationalpark ein Teil des Umweltpraktikums. Über 30 Jahre hinweg haben bisher 92 Umweltpraktikantinnen und Praktikanten ihr Praktikum im Müritz-Nationalpark absolviert.
Eine von ihnen ist Tamara Kalmbach, Diplom-Biologin am Müritzeum in Waren. 1999 hat sie ihr Umweltpraktikum im Müritz-Nationalpark absolviert. Während eines anderen Praktikums in der Sächsischen Schweiz war Tamara Kalmbach durch eine Studentin vor Ort auf das Commerzbank Umweltpraktikum aufmerksam geworden. „Nach dem Studium habe ich die Gelegenheit ergriffen und mich selbst für ein Umweltpraktikum beworben“, erzählt sie. Sie hat sich für den Müritz-Nationalpark entschieden, weil sie besonders die Vielfalt der Ökosysteme, die Landschaft und die Müritz faszinierten. Ihre Hauptaufgabe im Praktikum war die Arbeit in der Umweltbildung im Jugendwaldheim Steinmühle, insbesondere zum Bereich Gewässer. Häufig war sie auch unterwegs und hat bei Veranstaltungen mitgewirkt. Sie erinnert sich gern an die Zeit zurück: „Es war auf jeden Fall eine tolle Zeit, die mich für meinen weiteren Lebensweg grundlegend geprägt hat. Nicht nur die Arbeit in der Umweltbildung, sondern auch die tolle Arbeitsatmosphäre im Team des Jugendwaldheim war etwas ganz Besonderes.“ Nach einigen Umwegen ist die Biologin zurück an der Müritz und arbeitet nun im Müritzeum in der Umweltbildung.
Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung
Dieses Jahr ermöglicht das Praktikum drei Praktikantinnen und Praktikanten Einblicke hinter die Kulissen des Müritz-Nationalparks. Zwischen April und September unterstützen sie für je drei Monate das Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit in Hohenzieritz sowie die Umweltbildung im Jugendwaldheim Steinmühle.
Eine willkommene Hilfe, bestätigt auch Nationalparksamtleiter Ulf Zimmermann: „Von dem Umweltpraktikum profitieren alle Seiten. Die Praktikantinnen und Praktikanten lernen die Arbeit im Nationalpark kennen und leisten gleichzeitig aktiv einen Mehrwert für den Naturschutz.“