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Während der Kunstmarkt „Frühling am Schloss 2026“ in Mirow eben geschlossen hat, möchte ich ihm postum noch ein paar Zeilen gönnen. Was ich eigentlich nicht vor hatte, denn als regelmäßiger Besucher der Märkte auf dem Eiland geht einem irgendwann ein wenig der Stoff aus. Sollte sich der Vielschreiber also wiederholen…
Der Gang über die Schlossinsel war auch heute ein Genuss schlechthin. Ehre, wem Ehre gebührt, da hat der Mirower Inselverein ein Event geschaffen zum Niederknien. Der Gang an den Ständen vorbei hat geradezu therapeutische Wirkung, und da sind möglicherweise euphorisierende Einkäufe noch gar nicht eingeschlossen. Dazu das optimale Wetter, nach zuletzt grausigem an Himmelfahrt (Strelitzius berichtete).
Ulla Pape, die unter der Veranstalteradresse Inselverein Mirow mit Christa Grählert die Märkte auf dem Eiland seit Jahren managt, hatte keine lange Lobeshymne zum „Frühling am Schloss“ parat. Die von mir vor der Remise überrumpelte Kulturaktivistin war schlichtweg selig angesichts des Feedbacks, das ihr von Ausstellern und Besuchern zuteil wurde. Trotzdem natürlich meine Gratulation nebst Umarmung. Gut zu hören, dass meiner Freundin die zwei Kunstmärkte pro Jahr auf der Mirower Schlossinsel ein bisschen Lebenselixier sind. Und da wäre sie ja dumm, sagt sie, wenn sie sich selbst dessen beraubt. Kurzum: Die Erfolgsgeschichte geht auch mit Ulla Pape weiter.
Nichts Vergleichbares im Nordosten
Kunstmarkt in Mirow ist für mich immer mit den Leuten ins Gespräch kommen. Erst recht, wenn es Menschen sind, die ich nicht so oft treffe, aber sehr schätze. Wie Susanne Fischer-Gießler vom Sommerladen in Minzow. Die fühlt sich in Mirow nicht nur bestens aufgehoben, weil sie ihre spektakuläre Mode dort gut verkauft. „Es gibt hier im Nordosten keinen vergleichbaren Markt, Beknnte, die mich regelrecht darum beneiden, weil in deren Gegenden zwischen Ostsee und Berlin eben nichts so Wertiges zu finden ist.“
Und für die Minzowerin gibt es noch ein klares Plus: Der Kunstmarkt in Mirow ist für sie auch Werbeplattform. Und so darf sie darauf rechnen, die eine oder andere Besucherin von gestern und heute am Pfingstwochenende in Minzow wiederzusehen. Bei Kunst:offen ist ihr von Strelitzius und seiner Holden sehr geschätzter Sommerladen (siehe Anhang) dabei.
Ostseeglas beeindruckt
Da ich schon einmal beim Schreiben bin, noch ein paar würdigende Worte zu „Strandgeflüster“ aus Bergen auf der Insel Rügen. Unter vielen Gesprächen mit Bekannten und bislang Unbekannten auf dem Markt, diese Begegnung hat bei mir im reifen Alter noch eine Bildungslücke geschlossen. Offensichtlich gibt es tausende Urlauber und Einheimische an der Küste, die Ostseeglas sammeln. Ich konnte trotz überdurchschnittlicher Bildung mit dem Begriff nichts anfangen. Bis heute. Es sind also tatsächlich ins Meer gelangte Scherben. die von den Wellen geschliffen worden sind. Und daraus wird bei „Strandgeflüster“ beeindruckende Kunst…
Schon am 8. und 9. August sieht man sich zu „Kunst am Schloss“ in Mirow wieder, das sei diesmal rechtzeitig verkündet. Ich freue mich jedenfalls darauf. Auf der Rücktour heute waren die Holde und meine Wenigkeit noch auf einen Sprung im relativ neuen „Café Thokala“ in Mirow. Dazu morgen mehr hier im Blog.















