Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung, der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern und der Bundesagentur für Arbeit haben heute in Schwerin die Vereinbarung zum Aufbau einer Fachkräfte-Service-Zentrale unterzeichnet. Die Fachkräfte-Service-Zentrale soll zentraler Ansprechpartner für Unternehmen sein, die Fachkräfte oder auch Auszubildende aus Drittstaaten, also jenseits der EU, beschäftigen wollen. Sie richtet sich aber auch an Bürgerinnen und Bürger aus Drittstaaten, die eine Ausbildung aufnehmen oder mit abgeschlossener Qualifikation in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten möchten sowie deren Familien.
Mit dem Podcast #MSEimpuls ist die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) seit Juli 2023 noch dichter dran an den UnternehmerInnen im Landkreis, kann diese zielgerichteter beraten und einem breiten Publikum vorstellen. Am 17. April startete die zweite Staffel #MSEimpuls im gewohnt zweiwöchentlichen Rhythmus, mit spannenden Geschichten, innovativen Unternehmen und interessanten Menschen.
Ab heute blickt das WMSE-Podcast-Team im Gespräch mit Sarah Pierenkemper und Anna Schopen vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) in Köln über die Landkreisgrenzen hinaus auf ein Thema, das die Unternehmen deutschlandweit bewegt – die Fachkräftesicherung. Beauftragt durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) und ansässig am Institut der deutschen Wirtschaft (IW), hat sich das KOFA auf die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in ihrer Personalarbeit spezialisiert. Diesen bietet das KOFA-Team deutschlandweit, kostenlos und praxisnah umfassende Informationen, praktische Tipps, Best Practices und Studien zur Fachkräftesituation in Deutschland und im eigenen Unternehmen.
Das Wirtschaftsministerium MV hat einen Ideenaufruf gestartet: Es können Maßnahmen zur Fachkräftesicherung unterstützt werden, die Studierende mit Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern in Kontakt bringen. „Die Hochschulen und Universitäten bei uns im Land bilden engagierte junge Menschen aus. Es gilt, die Studierenden von einer Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern zu überzeugen, um langfristig den Fachkräftebedarf im Land zu sichern. Dafür suchen wir kreative Projektideen, die überzeugen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.
Nach Angaben des Statistischen Amtes waren im Wintersemester 2022/2023 insgesamt 38.380 Studierende an den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern eingeschrieben.
800.000 Euro für Projekte zur Verfügung
Vorgesehen ist die Förderung von maximal acht Projekten, sodass ein flächendeckendes Informations- und Unterstützungsangebot im ganzen Land Mecklenburg-Vorpommern möglich wird. Dabei sollen Unternehmen in allen Regionen im Nordosten sowie Studierende an folgenden Hochschulstandorten berücksichtigt werden: Greifswald, Neubrandenburg, Rostock, Stralsund und Wismar. Je Projekt und Durchführungsjahr sind mindestens 30 Unternehmen sowie mindestens 100 Studierende aktiv zu beteiligen. Die Bewerbungen sind bis zum 6. März 2024 möglich. Als Gesamtbudget stehen 800.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Der Förderzeitraum beträgt 24 Monate. Für die Einreichung von Projektideen sind juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts berechtigt. Diese müssen einen Standort in Mecklenburg-Vorpommern haben, fachlich geeignet sein sowie über einschlägige regionale Projekt- und Kooperationserfahrungen verfügen.