Wie wirken sich Sonnenstürme auf unser Leben aus? Diesen und anderen Fragen stellte sich Dr. Norbert Jakowski vom DLR Neustrelitz am vergangenen Freitag in der Neustrelitzer Fabrik.Scheune. Vor zahlreichen Zuhörern berichtete der Wissenschaftler über seine Arbeit zur Ionosphäre, zum Magnetfeld der Erde und wie durch Sonnenwinde Polarlichter entstehen.
Die Imker sind aus dem Winterschlaf erwacht, die Vorbereitungen für das neue Jahr erledigt und sie warten jetzt sehnsüchtig auf die Kirschblüte, da dies der Zeitpunkt ist, um die Honigräume aufzusetzen.
BIROS war der zweite Satellit der Mission FireBIRD. Die Hauptnutzlast ist ein hochsensibles Infrarot-Kamerasystem, mit dem die „Feuerlupe“– genau wie ihr „Bruder“ TET-1 – als Feuerfrühwarnsystem und zur Klimaforschung aus dem Weltraum im Einsatz war. Fotos: DLR
Knapp zehn Jahre lang hat der Kleinsatellit BIROS (Bi-spectral InfraRed Optical System) Waldbrände, Vulkanausbrüche und weitere Hochtemperaturereignisse auf der Erde detektiert. Am gestrigen 22. Januar verglühte der Feuerspäher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) vollständig in der Erdatmosphäre. Den Empfang der Messdaten sowie deren systematische Verarbeitung, Archivierung und Verteilung an die wissenschaftlichen Einrichtungen wurden von der Bodenstation des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) in Neustrelitz übernommen.
Am gestrigen Donnerstag fand im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz das MSEwasserstoff FORUM 2024 der Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) unter Schirmherrschaft von Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus, Arbeit M-V Ines Jesse (Strelitzius berichtete) statt. Neben rund 180 Teilnehmenden vor Ort und online im Livestream versammelte das MSEwasserstoff FORUM vor allem eine außergewöhnlich umfassende, deutschlandweite fachliche Expertise in erneuerbaren Energien und in der Wasserstofftechnologie in der Residenzstadt.
Dr. Marc Heddrich (Research Scientist DLR), Christoph Schütte (Geschäftsführer Siemens Energy Deutschland), Peter Rößner (Geschäftsführer APEX Nova Holding GmbH), Dr. Stefan Kaufmann (MdB), Hanno Balzer (Geschäftsführer HH2E Werk Lubmin), Thorsten Baumeister (Geschäftsführer ENGINIUS GmbH), Kathrin Goldammer (Geschäftsführerin Reiner Lemoine Institut), Christian Güthert (Geschäftsführer EDF Deutschland GmbH), Dr. Ralf Tschullik (Geschäftsführer IWEN Energy Institute gGmbH), Johannes Daum (Bereichsleiter Wasserstoff, alternative Kraftstoffe und Brennstoffzelle NOW GmbH), André Steinau (Head of Business Relations GP Joule Gruppe), Jan-Uwe Dahnke (Managing Director 1KOMMA5° GmbH ) gaben einen umfassenden Überblick über politische Rahmenbedingungen, den Stand der Wissenschaft in der Wasserstoffherstellung, praktische Umsetzungen und bereits im Markt etablierte Anwendungen der Technologie sowie deren Entwicklungspotenziale. Professionell und mit viel Wissen durch den Tag begleitet wurden die Experten dabei vom Kölner Wissenschaftsjournalisten Jacob Beautemps.
Staatssekretärin Ines Jesse hat am heutigen Donnerstag im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz das 10. #MSEwasserstoff Forum der Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) als Schirmherrin eröffnet. „Die Transformation unserer Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien ist eine Chance für Mecklenburg-Vorpommern und zugleich eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Wasserstoff wird hierbei eine Schlüsselrolle spielen. Dafür brauchen wir jedoch eine robuste und zukunftsfeste Versorgungsinfrastruktur mit Wasserstoff-Kernnetz und Verteilnetz. Beides ist erforderlich um eine sichere und flächendeckende Versorgung zu gewährleisten“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Ines Jesse.
Für Mecklenburg-Vorpommern eröffnet sich mit der Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft ein zukunftsfähiger und nachhaltiger Weg zur Stärkung der regionalen Wirtschaft. Derzeit wird eine Wasserstoff-Strategie für das Land erstellt. „Wir wollen Vorreiter in der Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff werden. Dabei setzen wir auf unsere Standortvorteile: die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und eine bestehende Hafeninfrastruktur. Unsere Häfen in Rostock, Lubmin und Mukran sowie deren geplante Entwicklung zu Wasserstoff-Hubs sind nur einige Beispiele für die herausragenden Potenziale unseres Landes. Doch um diese Potenziale wirklich auszuschöpfen, müssen wir eine funktionierende und nachhaltige Versorgungsinfrastruktur für Wasserstoff aufbauen“, sagte Jesse.
Am 12. September lädt die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) zum MSEwasserstoff FORUM 2024 ins Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz. Als zehnte Ausgabe der etablierten digitalen Veranstaltungsreihe #MSEwasserstoff der WMSE bringt das MSEwasserstoff FORUM 2024 erfahrene Wasserstoffexperten, UnternehmerInnen, PolitikerInnen und WissenschaftlerInnen aus ganz Deutschland im DLR in Neustrelitz für den fachlichen Austausch zum Thema Wasserstoff, für das Stärken alter und das Knüpfen neuer Kontakte zusammen.
Gastredner wie Christoph Schütte, Vice President Siemens Energy Global GmbH & Co.KG; Peter Rößner, Geschäftsführer APEX Nova Holding GmbH; Kathrin Goldammer, Geschäftsführerin Reiner Lemoine Institut und Sprecherin Energiecluster Berlin-Brandenburg; Johannes Daum, Bereichsleiter Wasserstoff, alternative Kraftstoffe und Brennstoffzelle NOW GmbH; Dr. Ralf Tschullik, Geschäftsführer IWEN Energy Institute gGmbH und Hanno Balzer, Geschäftsführer HH2E Werk Lubmin GmbH, Leiter Energiewirtschaft HH2E AG geben wie weitere spannende Diskussionsteilnehmer einen Überblick zum Stand der Technologie aus verschiedenen Blickwinkeln.
Die Schirmherrschaft über das MSEwasserstoff FORUM 2024 trägt mit großer fachlicher Kompetenz Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die sich vor Ort der Diskussion zum Stand der Dinge aus politischer Sicht stellt. Moderiert wird die Veranstaltung von Jacob Beautemps, bekannter Wissenschaftsjournalist und mit fast 700.000 Followern erfolgreicher YouTube-Star.
Gruppenfoto beim Ausflug zum DLR Neustrelitz. Foto: DLR
Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum des DLR in Neustrelitz ist Gastgeber des 31. Landsat Technical Working Group Meetings, das vom 3. bis zum 7. Oktober in Rostock stattfindet. Die Neustrelitzer Bodenstation ist Teil des internationalen Stationsnetzwerkes des amerikanischen Erdbeobachtungsprogramms Landsat. 38 Experten aus den USA, Australien, Indien, Italien, Korea, Norwegen, Südkorea und Deutschland tauschten sich zum aktuellen Stand der Missionen Landsat-8 und Landsat-9 aus. Alle teilnehmenden Länder berichteten über Forschungsarbeiten aus der Erdbeobachtung und stellten aktuelle und zukünftige nationale Erdbeobachtungsmissionen vor. Vor 50 Jahren wurde der erste Landsat-Satellit gestartet.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt rund zehn Millionen Euro als Anschubfinanzierung für das neue Institut für Solar-Terrestrische Physik (DLR-SO) beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz (Strelitzius berichtete) zur Verfügung. Es wird sich neben dem Bund künftig mit rund 670.000 pro Jahr an den Sach- und Betriebskosten beteiligen, was zehn Prozent der jährlichen Mittel ausmacht. Neustrelitz ist einer von bundesweit 30 Standorten des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten konzentrieren sich dort auf den Satellitendatenempfang, die Fernerkundung, den maritimen Verkehr, die Navigation sowie das Weltraumwetter.
Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat am Mittwoch bei der digitalen Eröffnung des Instituts betont, dass das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt deutschlandweit ein Leuchtturm in der Spitzenforschung ist. Mit der Standortentscheidung des DLR für Neustrelitz werde der Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern insgesamt erheblich gestärkt. „Das DLR ist eine global vernetzte und international höchst renommierte Forschungseinrichtung. Hier wird nicht nur exzellente Grundlagenforschung betrieben, sondern auch angewandte Forschung, die die Mega-Themen unserer Zeit – Klimawandel, Energiewende, Mobilität oder Digitalisierung – direkt betreffen“, so die Ministerin. „Ein großer Gewinn für das Land ist auch, dass das neue Institut rund 40 hochqualifizierte neue Arbeitsplätze schafft. Das ist wichtig und wertvoll für die Entwicklung der Region und macht MV weiter attraktiv für junge Nachwuchswissenschaftler.“
Weltraumwetterforschung in Neustrelitz. Fotos: DLR
An Polarlichtern ist sie besonders leicht zu erkennen: die Teilchenstrahlung der Sonne. Doch die Plasma-Ausbrüche der Sonne lassen nicht nur das Naturschauspiel in den Polarregionen entstehen. Sie können auch Satelliten empfindlich stören. Im Extremfall beeinträchtigt das Weltraumwetter sogar die Infrastruktur auf der Erde. Das heute in Neustrelitz virtuell eröffnete Institut für Solar-Terrestrische Physik im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beobachtet das Weltraumwetter und forscht daran, die Wechselwirkungen besser verstehen und vorhersagen zu können.
„Unsere hochtechnisierte Gesellschaft hat ein hohes Schutzbedürfnis. Deshalb muss Vorsorge getroffen werden, um nachteilige Effekte des Weltraumwetters auf unsere Infrastruktur am Boden, in der Luft und im Erdorbit zu vermeiden“, betont Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, die Vorstandsvorsitzende des DLR, in einer Pressemitteilung. „Mit der Gründung unseres neuen Institutes in Mecklenburg-Vorpommern möchten wir einen Beitrag leisten zum Aufbau eines nationalen Weltraumwetter-Dienstes.“
Das DLR-Institut für Solar-Terrestrische Physik betreibt sowohl Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung. Ziel ist, die technologischen Infrastrukturen im All und auf der Erde vor Schäden durch das Weltraumwetter zu schützen. Dazu wird ein Weltraumwetter-Service aufgebaut.
Prof.Anke Kaysser-Pyzalla eröffnete das Institut virtuell, links Prof. Hansjörg Dittus, Mitglied des DLR-Vorstands für den Bereich Raumfahrtforschung, rechts Prof. Markus Rapp, Komissarischer Direktor des Instituts für Solar-Terrestrische Physik.
Im Zusammenhang mit der Errichtung einer neuen Antennenanlage auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Neustrelitz am Kalkhorstweg müssen im angrenzenden Bereich 26 Bäume einer Baumreihe sowie 15 Einzelbäume bzw. Bäume einer Baumgruppe gefällt werden. Die zu fällenden Bäume befinden sich im Empfangsbereich des neuen Antennensystems sowie eines Bestandssystems des DLR. Die Baumfällungen dienen dem störungsfreien Betrieb der beiden Anlagen.
Die Arbeiten beginnen am morgigen Dienstag, den 2. März, und dauern bis Freitag, den 12. März 2021. Dafür liegt eine naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte vor. Der Genehmigung des Fällantrags ging 2020 ein artenschutzrechtliches Gutachten voraus. Die Arbeiten werden unter einer ökologischen Fällbegleitung durchgeführt. Dabei wird mit Fachleuten vor Ort zum Beispiel entschieden, welche Baumtorsi stehen bleiben können.
Als Ausgleichsmaßnahmen für die anstehenden Fällungen werden 91 neue Bäume gepflanzt. Die Ausgleichsmaßnahmen sollen 2021 vorzugsweise standortnah und in der näheren Umgebung erfolgen. Für den Zeitraum der Fällarbeiten wird der unbefestigte Verbindungsweg zwischen dem Kalkhorstweg und dem Vogelsang an der Kleingartenanlage voll gesperrt.