Die Imker sind aus dem Winterschlaf erwacht, die Vorbereitungen für das neue Jahr erledigt und sie warten jetzt sehnsüchtig auf die Kirschblüte, da dies der Zeitpunkt ist, um die Honigräume aufzusetzen.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt rund zehn Millionen Euro als Anschubfinanzierung für das neue Institut für Solar-Terrestrische Physik (DLR-SO) beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz (Strelitzius berichtete) zur Verfügung. Es wird sich neben dem Bund künftig mit rund 670.000 pro Jahr an den Sach- und Betriebskosten beteiligen, was zehn Prozent der jährlichen Mittel ausmacht. Neustrelitz ist einer von bundesweit 30 Standorten des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten konzentrieren sich dort auf den Satellitendatenempfang, die Fernerkundung, den maritimen Verkehr, die Navigation sowie das Weltraumwetter.
Wissenschaftsministerin Bettina Martin hat am Mittwoch bei der digitalen Eröffnung des Instituts betont, dass das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt deutschlandweit ein Leuchtturm in der Spitzenforschung ist. Mit der Standortentscheidung des DLR für Neustrelitz werde der Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern insgesamt erheblich gestärkt. „Das DLR ist eine global vernetzte und international höchst renommierte Forschungseinrichtung. Hier wird nicht nur exzellente Grundlagenforschung betrieben, sondern auch angewandte Forschung, die die Mega-Themen unserer Zeit – Klimawandel, Energiewende, Mobilität oder Digitalisierung – direkt betreffen“, so die Ministerin. „Ein großer Gewinn für das Land ist auch, dass das neue Institut rund 40 hochqualifizierte neue Arbeitsplätze schafft. Das ist wichtig und wertvoll für die Entwicklung der Region und macht MV weiter attraktiv für junge Nachwuchswissenschaftler.“
Weltraumwetterforschung in Neustrelitz. Fotos: DLR
An Polarlichtern ist sie besonders leicht zu erkennen: die Teilchenstrahlung der Sonne. Doch die Plasma-Ausbrüche der Sonne lassen nicht nur das Naturschauspiel in den Polarregionen entstehen. Sie können auch Satelliten empfindlich stören. Im Extremfall beeinträchtigt das Weltraumwetter sogar die Infrastruktur auf der Erde. Das heute in Neustrelitz virtuell eröffnete Institut für Solar-Terrestrische Physik im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beobachtet das Weltraumwetter und forscht daran, die Wechselwirkungen besser verstehen und vorhersagen zu können.
„Unsere hochtechnisierte Gesellschaft hat ein hohes Schutzbedürfnis. Deshalb muss Vorsorge getroffen werden, um nachteilige Effekte des Weltraumwetters auf unsere Infrastruktur am Boden, in der Luft und im Erdorbit zu vermeiden“, betont Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, die Vorstandsvorsitzende des DLR, in einer Pressemitteilung. „Mit der Gründung unseres neuen Institutes in Mecklenburg-Vorpommern möchten wir einen Beitrag leisten zum Aufbau eines nationalen Weltraumwetter-Dienstes.“
Das DLR-Institut für Solar-Terrestrische Physik betreibt sowohl Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung. Ziel ist, die technologischen Infrastrukturen im All und auf der Erde vor Schäden durch das Weltraumwetter zu schützen. Dazu wird ein Weltraumwetter-Service aufgebaut.
Prof.Anke Kaysser-Pyzalla eröffnete das Institut virtuell, links Prof. Hansjörg Dittus, Mitglied des DLR-Vorstands für den Bereich Raumfahrtforschung, rechts Prof. Markus Rapp, Komissarischer Direktor des Instituts für Solar-Terrestrische Physik.
Der Senat des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat auf seiner 106. Sitzung in Köln wie geplant beschlossen, ein neues DLR-Institut für Solar-Terrestrische Physik (DLR-SO) am Standort Neustrelitz zu errichten, das sich der Weltraumwetter-Forschung widmen wird. Es soll als nationale und internationale Schnittstelle fungieren und unter anderem auch Warnungen an durch solaren Einfluss und ionosphärische Störungen gefährdete Infrastrukturen liefern. So wird es erstmals möglich, einen Weltraumwetterdienst zu entwickeln. Bund und Land hatten bereits im vergangenen Jahr im Rahmen der Haushaltsberatungen 2019 die Weichen für das Projekt gestellt (Strelitzius berichtete).
Die komplexe Überwachung des Weltraumwetters und seiner Auswirkungen beispielsweise auf die Satellitentechnologie, die Luftfahrt und die Telekommunikation sei eine wichtige Aufgabe, betonte MV-Wissenschaftsministerin Bettina Martin: „Diese hier bei uns im Land zu verankern, ist auch deshalb ein Erfolg, weil das neue Institut mittelfristig die erste Adresse für alle Fragen rund um das Weltraumwetter werden soll, und das nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Wir setzen hier ein sichtbares Ausrufezeichen.“
Eine interessante Hypothese hat der in meinem Blog gern zitierte Meteorologe Kai Zorn. Der unerwartet heiße Sommer lässt ihn, wie wohl die meisten seiner Berufskollegen, nicht los. Wohl auch eine Frage der Berufsehre. Unlängst stieß Zorn auf ein paar Artikel und Forschungen über die Sonne. „Ähnlich wie auch schon beim Rekordsommer 2003 (Strelitzius berichtete) haben und hatten wir es wohl in diesem Jahr mit massiven Sonnenstürmen zu tun. Da scheint es Zusammenhänge zu geben“, schreibt der Wetterfrosch. Weiterlesen →