Schlagwörter
Mecklenburgische Seenplatte, Meisterwerk mit Kaltem Hund, Roman, Strelitzius, Truderung, Zartenow
Meinen lieben Lesern tue ich kund und zu wissen, dass ich mir einen Zweitwohnsitz in der Mecklenburgischen Seenplatte zugelegt habe. Von der kann man ja bekanntlich nicht genug bekommen, und so habe ich nicht lange gezögert. Gleich um die Ecke, in Zartenow, Seeweg 11, bin ich fündig geworden, und das zum Nulltarif. Binnen weniger Minuten wurde mir eine Einwohner-Urkunde ausgestellt, und das Klingelschild gab es gleich mit.
Von so viel Bürgerfreundlichkeit begeistert, habe ich flugs noch ein Gewerbe angemeldet. Auch das hat reibungslos und in beispielgebender Geschwindigkeit geklappt. Die Gewerbeerlaubnis wurde von einer strengen Dame in gelben Gummistiefeln erteilt. In der Dorfstraße 14 in Zartenow betreibt Strelitzius jetzt eine Dependance und schreibt als Hilfsarchivar auf, was andere übersehen. Kleine Einschränkung: Es gibt strenge Auflagen. So ist Lärmbelästigung durch Erfolg zu unterlassen. Außerdem ist die Niederlassung unsichtbar zu betreiben.
Alles zu schön, um wahr zu sein? In der Tat ist Zartenow ein Dorf, das es gar nicht gibt. Den Spaß ausgedacht hat sich der Neustrelitzer IT-Unternehmer Sven Truderung, um sein neues Buch „Meisterwerk mit Kaltem Hund“ auf originelle Weise und mit all seinem Können zu bewerben. Die Holde und meine Wenigkeit haben sich schon köstlich amüsiert, einfach wunderbar! Wer auch nach Zartenow ziehen möchte, noch ist viel Platz im Dorf. Sven Truderung und ich sind jetzt dort übrigens Nachbarn.
Zu Weihnachten 2025 hatte Sven Truderung seinen Erstling vorgelegt, den Thriller „Das Turing Paradoxon“ (Strelitzius berichtete). Nun etwas ganz anderes: der in Zartenow angesiedelte Roman „Meisterwerk mit Kaltem Hund“. Das Buch soll am 1. September erscheinen und kann unter obigem Link bereits vorbestellt werden. Auch eine Leseprobe wird auf Anforderung verschickt.
Ein Kunsthistoriker stolpert in eine Dorfkirche und steht vor einem Gemälde, das in keinem Katalog der Welt steht. Das Dorf kennt das Bild längst. Nur schweigt es seit siebzig Jahren darüber, am liebsten bei Kaffee und Kaltem Hund. Was dann folgt, ist ernst. In einer zweiten Erzählebene wird die Flucht der Familie um Martha Brenning aus Pommern ab 1945 erzählt. Aber der Roman hat das Komische nicht vergessen.
Erste Lesung schon mal vormerken: 27. August 2026, 19.30 Uhr, Frau Rilke Buchladen, Neustrelitz.



