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Der Senat des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat auf seiner 106. Sitzung in Köln wie geplant beschlossen, ein neues DLR-Institut für Solar-Terrestrische Physik (DLR-SO) am Standort Neustrelitz zu errichten, das sich der Weltraumwetter-Forschung widmen wird. Es soll als nationale und internationale Schnittstelle fungieren und unter anderem auch Warnungen an durch solaren Einfluss und ionosphärische Störungen gefährdete Infrastrukturen liefern. So wird es erstmals möglich, einen Weltraumwetterdienst zu entwickeln. Bund und Land hatten bereits im vergangenen Jahr im Rahmen der Haushaltsberatungen 2019 die Weichen für das Projekt gestellt (Strelitzius berichtete).

Die komplexe Überwachung des Weltraumwetters und seiner Auswirkungen beispielsweise auf die Satellitentechnologie, die Luftfahrt und die Telekommunikation sei eine wichtige Aufgabe, betonte MV-Wissenschaftsministerin Bettina Martin: „Diese hier bei uns im Land zu verankern, ist auch deshalb ein Erfolg, weil das neue Institut mittelfristig die erste Adresse für alle Fragen rund um das Weltraumwetter werden soll, und das nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Wir setzen hier ein sichtbares Ausrufezeichen.“

Es ist vorgesehen, durch die Institutsgründung am DLR-Standort Neustrelitz neben den bereits vorhandenen ca. 80 wissenschaftsbasierten Arbeitsplätzen zusätzlich 45 neue zu schaffen und die Kooperationen zu wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und hoheitlichen Partnern weiter auszubauen. Eng verbunden ist das Institut mit der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Rostock.

Der Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützen die Errichtung und Etablierung des neuen Instituts mit zusätzlichen 6,7 Millionen Euro pro Jahr. Als gemeinschaftliche Sonderfinanzierung stellen das Land Mecklenburg-Vorpommern zehn Millionen Euro und das DLR weitere vier Millionen Euro für Bauinvestitionen und Forschungsinfrastruktur zur Verfügung.