Moorsteg an den Wienpietschseen. Foto: Wiebke Döbbert
Im Rahmen des „Lebendigen Adventskalenders“, den der WerkHausWaren e. V. veranstaltet, können Naturfreunde eine Nationalpark-Rangerin am kommenden Sonnabend, 13. Dezember, bei einer dreistündigen Wanderung (etwa fünf Kilometer) zu den Wienpietschseen begleiten. Die ovalen Seen bilden den südlichen Abschluss des einzigen Kesselmoors im Westteil des Müritz-Nationalparks. Sie sind die Überreste einer eiszeitlichen Schmelzwasserrinne.
Soldaten des Systemzentrums 24 aus Trollenhagen und Mitarbeiter des Nationalparkamtes. Foto: Maria Huisinga
Auch in diesem Jahr engagierten sich Soldaten des Systemzentrums 24 aus Trollenhagen freiwillig im Müritz-Nationalpark. Vom 6. bis 10. Oktober verrichteten sie gemeinsam mit Rangern und Forstwirten des Distrikts Serrahn verschiedene Arbeiten in der Natur – dort, wo schweres Gerät nicht eingesetzt werden kann und echte Handarbeit gefragt ist.
Insgesamt waren zehn Soldaten an verschiedenen Einsatzorten tätig. In schwer zugänglichem Gelände wurden ehemals zu Monitoringzwecken genutzte Zäune zurückgebaut. Zudem wurde der Steg am Aussichtsturm an den Hasseln oberhalb der Steinmühle umfassend instandgesetzt: Die Gründungspfähle der Plattform wurden erneuert, ebenso der Unterbau und die Beplankung. Auch der Aufgang erhielt ein neues Geländer. Die Arbeiten gestalteten sich durch den extrem trockenen Boden als besonders herausfordernd. „Wir mussten mit Brechstange und Pickel ran – alles in Handarbeit. Da hieß es für die Jungs: Ärmel hochkrempeln und anpacken“, berichtet Stabsfeldwebel Oliver Bahr, der den Einsatz koordinierte.
Für die Soldaten ist der körperliche Einsatz in der Natur willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag. „Wir sind eine technische Einheit – da tut es gut, Werkstatt und Büro mal für eine Woche zu verlassen “, erklärt Bahr. „Aber es ist auch die Verbundenheit zur Heimat, die uns motiviert. Die meisten Kameraden stammen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Der Nationalpark ist für sie Teil ihres Lebens, er gehört einfach dazu.“
Lange Tradition
Der Freiwilligeneinsatz der Bundeswehr im Müritz-Nationalpark hat eine lange Tradition: Seit 1993 packen die Soldaten der Bundeswehr tatkräftig mit an – meistens im Serrahner Teilgebiet. Ob Moorrenaturierung, der Bau von Besuchereinrichtungen oder die Errichtung einer Kanu-Umtragestelle – gemeinsam mit dem Nationalparkamt und dem Team des Jugendwaldheims wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die sowohl der Natur als auch den Besucherinnen und Besuchern zugutekommen.
„Wir sind der Bundeswehr sehr dankbar für ihre jahrzehntelange, engagierte Unterstützung“, betont Ulf Zimmermann, Leiter des Müritz-Nationalparks. „Insbesondere bei der Infrastruktur und den Besuchereinrichtungen besteht immer wieder Sanierungsbedarf. Maschinen stoßen hier schnell an ihre Grenzen, es ist Muskelkraft und technisches Geschick gefragt. Wir freuen uns jedes Jahr auf den gemeinsamen Einsatz und ich hoffe, dass wir diese Tradition zum Wohl unserer einzigartigen Naturregion noch möglichst lange fortführen können.“
Die vier Umweltpraktikantinnen Maria Kea Huisinga, Verena Staudinger, Ruth Groß, und Liv Marie Tralau (von links). Foto: L. Jasdz
Sie arbeiten nicht nur im Müritz-Nationalpark, sie wohnen auch vor Ort und verbringen den größten Teil ihrer Freizeit in dem Großschutzgebiet. Ruth Groß, Maria Kea Huisinga, Verena Staudinger und Liv Marie Tralau heißen die diesjährigen Umweltpraktikantinnen in der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparkamtes.
Gestartet im Juni erstreckt sich der Einsatz der vier Studentinnen hier in Mecklenburg-Vorpommern bis in den Dezember. Dabei sind jeweils zwei Praktikantinnen im Jugendwaldheim Steinmühle für die Umweltbildung und zwei im Nationalparkamt in Hohenzieritz für die Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt.
Rangerinnen und Ranger basteln mit den Kindern kleine Erinnerungsstücke. Fotos: NPA Müritz
Am 8. August heißt es in Kratzeburg wieder: Augen auf und Ohren gespitzt für die heimlichen Jäger der Nacht. Von 17 bis 23 Uhr laden das Nationalparkamt Müritz und die Gemeinde Kratzeburg zur 19. Kratzeburger Fledermausnacht auf das Gelände des „Flatterhus“ ein. Die Veranstaltung richtet sich an große und kleine Naturfreunde, die in die faszinierende Welt der Fledermäuse eintauchen möchten.
Zum Programm der Ferienwoche zählt auch ein Ausflug mit dem Kanu. Foto: Nationalparkamt Müritz
„Die Umweltdetektive“ sind wieder im Einsatz! Auch in diesem Jahr möchte der Müritz Nationalpark zu seiner beliebten Ferienwoche einladen. Vom 28. Juli bis 1. August heißt es im Jugendwaldheim Steinmühle: Ab in die Natur.
Die Serrahner Buchenwälder bieten eine ganz besondere Atmosphäre. Foto: Ulrich Meßner
Am 25. Juni 2011 erhielten fünf deutsche Buchenwaldgebiete die Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbestätte. Der Serrahner Buchenwald mit seinen Hügeln und kleinen Mooren gehört dazu. Eine Wanderung führt am „Tag der Buchenwälder“ in diese einzigartige entstehende Wildnis mit ihrer beeindruckenden Kraft. Im satten Grün des Sommers ist Spannendes über die Entstehung und Besonderheiten dieses Waldes zu erfahren.
Besondere Atmosphäre:die Serrahner Buchenwälder. Foto: U. Meßner
Zum „Tag der Buchenwälder“ bietet das Müritz-Nationalparkamt am Sonntag, 1. Juni, von 10 bis 15 Uhr, eine Wanderung an. Bei der Tour durch das UNSECO-Welterbe „Alte Buchenwälder“ Serrahn sind das satte Grün des Frühlings und die beeindruckende Kraft der entstehenden Wildnis zu erleben. Zugleich ist Wissenswertes über den einmaligen Wald und seine Bewohner.
Der neue Aussichtsturm am Großen Serrahnsee im Müritz-Nationalpark ist fertiggestellt und konnte zum Wochenende in Betrieb genommen werden. Der beliebte Aussichtspunkt auf dem Wanderweg durch die Moor- und Waldgebiete des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder Europas“ musste im vergangenen Jahr aufgrund von altersbedingten Baumängeln gesperrt werden.
Der neue Durchlass am Flöttergraben. Foto. M. Fuhrmann
Der beliebte Radwanderweg im Specker Horst ist wieder freigegeben! Pünktlich zur Saison konnten die Bauarbeiten am Damm über den Flöttergraben erfolgreich abgeschlossen werden. Der Ersatz der Brücke mit einer neuen, nachhaltigen Dammschüttung war aufgrund der Baufälligkeit des in die Jahre gekommenen Bauwerks notwendig geworden, letztendlich auch um den Rettungskräften im Notfall einen besseren Zugang zu ermöglichen.
Der Kleiber trägt seinen Namen, weil er die Öffnungen alter Spechthöhlen verkle(i)bt, bevor er darin brütet. Foto: Tehgnz1, Wikimedia
Im Frühling vereinen sich die vielen unterschiedlichen Vogelgesänge zu einer stimmgewaltigen Sinfonie des Waldes. Der Ranger des Müritz-Nationalparks nimmt Besucher im April mit auf Entdeckertour. Dann heißt es: Genau hingehört! Der Ranger weiß, wer da singt. Vor allem aber übersetzt er die geheime Sprache der Vögel. Ist es tatsächlich eine Liebeserklärung die da vertont wird, oder versuchen die gefiederten Musiker aus voller Kehle ihr Revier abzustecken? Vielleicht werden auch Artgenossen mit lautstarkem Gezeter vor drohender Gefahr gewarnt.