Die Kohlmeise erkennt wohl jeder, aber auch am Gesang? Foto: Frank Seemer
Im Frühling vereinen sich die vielen unterschiedlichen Vogelgesänge zu einer stimmgewaltigen Sinfonie des Waldes. Der Ranger weiß, wer da singt. Vor allem aber übersetzt er die geheime Sprache der Vögel. Ist es tatsächlich eine Liebeserklärung, die da vertont wird, oder versuchen die gefiederten Musiker aus voller Kehle ihr Revier abzustecken? Vielleicht werden auch Artgenossen mit lautstarkem Gezeter vor drohender Gefahr gewarnt.
Ein Schwan hinterließ Spuren im Schnee. Foto: Ulrich Meßner
Was machen Tiere eigentlich im Winter? Auf einer Wanderung am 11. Februar ab Schwarzenhof (Treffpunkt 13 Uhr an der Nationalparkinformation) über rund vier Kilometer begleiten die kleinen und großen Naturfreunde einen Ranger durch den winterlichen Wald.
Die Familienveranstaltungen der Nationalpark-Ranger bieten ein abwechslungsreiches Angebot für kleine und große Naturfreunde auf Entdeckertour. Der Müritz-Nationalpark bietet unzählige Möglichkeiten, die Ferienzeit gemeinsam in der Natur zu verbringen.
Der Kleiber trägt seinen Namen, weil er die Öffnungen alter Spechthöhlen verkle(i)bt, bevor er darin brütet. Foto: Tehgnz1, Wikimedia
Im Frühling vereinen sich die vielen unterschiedlichen Vogelgesänge zu einer stimmgewaltigen Sinfonie des Waldes. Der Ranger des Müritz-Nationalparks nimmt Besucher im April mit auf Entdeckertour. Dann heißt es: Genau hingehört! Der Ranger weiß, wer da singt. Vor allem aber übersetzt er die geheime Sprache der Vögel. Ist es tatsächlich eine Liebeserklärung die da vertont wird, oder versuchen die gefiederten Musiker aus voller Kehle ihr Revier abzustecken? Vielleicht werden auch Artgenossen mit lautstarkem Gezeter vor drohender Gefahr gewarnt.
Aus dem von Kiefern gewonnenen Harz wurden unter anderem Farben oder Terpentin hergestellt. Foto: NPA Müritz/Ulrich Meßner
Was wissen wir noch von alten Wassermühlen, Harzungen, Teeröfen, Köhlereien oder Steinschlägern? Der Ranger des Müritz-Nationalparks nimmt Besucher mit auf Entdeckertour. Sie radeln mit ihm zu den ehemaligen Arbeitsstätten unserer Vorfahren in den Serrahner Buchenwäldern.
Die Tour beginnt am kommenden Sonnabend, den 14. September, um 10 Uhr am Jugendwaldheim Steinmühle, führt über acht Kilometer und dauert rund drei Stunden. Ausreichend Verpflegung mitbringen und an wetterfeste Kleidung denken.
Nachbau eines Kohlenmeilers im Serrahner Wald. Foto: NPA Müritz
Das fandendie Rangerinnen und Ranger auf der Insel im Käbelicksee vor. Fotos: NPA Müritz)
Da staunten die Rangerinnen und Ranger auf Gebietskontrolle auf dem Käbelicksee (Gemeinde Kratzeburg) nicht schlecht. Die Vegetation auf der Insel wurde großflächig zertrampelt. Bäume wurden entnommen, um daraus Bauten wie Wände, Stühle und Tische zu errichten. Eine Birke wurde zu Mulch verarbeitet und auf Wege gestreut. Zudem fanden die Ranger Hinweise auf eine Feuerstelle sowie Überreste von Kerzen.
„Diese Handlungen stellen einen ernstzunehmenden Verstoß gegen die Nationalparkverordnung dar,“ so Nationalparkamtsleiter Ulf Zimmermann. „Besonders besorgniserregend ist das illegale Feuer, das im Sommer eine erhebliche Brandgefahr darstellt. Auch das Verlassen der Wege und die unerlaubte Entnahme von Bäumen sind streng verboten und schaden der sensiblen Natur des Nationalparks erheblich. Zum Glück stellen derartige Vorfälle die Ausnahme dar. Trotzdem wird das nicht geduldet und ich danke der Bevölkerung weiterhin für ihre Mithilfe bei der Bewahrung und dem Schutz dieses einzigartigen Naturraums.“
Die Fundstätte wurde von den Rangerinnen und Rangern zurückgebaut, um weitere Schäden zu verhindern. Der Müritz Nationalpark bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall.
Im Stadtbild von Waren konnte man in der vergangenen Woche viele Menschen in Grün und mit charakteristischem Filzhut sehen. Der Rangerverband Naturwacht e.V. hatte zu einer zweitägigen Fachtagung an die Müritz geladen, und über 170 Rangerinnen und Ranger aus ganz Deutschland waren der Einladung gefolgt. Die Tagung, die vom Nationalparkamt Müritz eng in den Vorbereitungen und in der Durchführung unterstützt wurde, bot eine Plattform für Vorträge, Workshops und Exkursionen rund um das Thema Naturschutz.
Der erste Tag war gespickt mit informativen Beiträgen und interaktiven Workshops, bei denen unter dem Überthema „Klimaschutz in der Rangerarbeit“ etwa über das Ökosystem Moor, Waldentwicklung oder die Zukunft des Rangerberufs gesprochen wurde. Grußworte gab es von Müritz-Nationalparkleiter Ulf Zimmermann, Warens Bürgermeister Norbert Möller und Landrat Heiko Kärger. Per Videobotschaft wurde Bundesministerin Steffi Lemke zugeschaltet, die die Bedeutung der Rangerarbeit und des Engagements für den Naturschutz hervorhob.
Am zweiten Tag stand eine Exkursion in den Müritz-Nationalpark auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden zu Fuß, Fahrrad oder im Kanu den Nationalpark erkundeten und dabei spannende Einblicke in die Vielfalt der heimischen Flora und Fauna erhielten.
Das Sommerfest in Steinmühle ist auf September verlegt worden. Foto: NPA Müritz
Aufgrund der extremen Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr werden alle Rangerinnen und Ranger des Müritz-Nationalparks zur Gebietskontrolle und Waldbrandstreife benötigt. Aus diesem Grund haben sich das Nationalparkamt und der Förderverein des Jugendwaldheims dazu entschlossen, das Sommerfest im Jugendwaldheim am 17. Juni abzusagen. Am 9. September soll das Fest nachgeholt werden.
„Von der Teilnahme oder Durchführung größerer Veranstaltungen im Nationalparkgebiet müssen wir leider in der vorherrschenden Situation absehen,“ erklärt Nationalparksamtleiter Ulf Zimmermann. „Der Schutz der Bevölkerung und die aktuelle Waldbrandgefahr erfordern momentan unsere volle Aufmerksamkeit. Wir sind grundsätzlich vorbereitet und stehen mit allen Ordnungskräften über die AG Waldbrand des Landkreises im engen Kontakt. Das aktuelle Geschehen in Jüterbog und Lübtheen zeigt, wie gefährlich die Lage momentan ist. Wir hoffen, dass sich die Situation bald wieder entspannt und bitten um Verständnis.“
Neben dem Sommerfest, kann auch der Infoanhänger beim Dorffest in Kargow am kommenden Wochenende nicht dabei sein. Die Nationalparkinformationen in Boek und Kratzeburg bleiben vorerst geschlossen. Das Führungsprogramm des Nationalparks findet zunächst wie geplant statt. Sollte sich die Lage noch weiter verschärfen, sind auch hier Streichungen denkbar.
Aktuelle Informationen entnehmen Besucherinnen und Besucher an den Aushängen vor Ort bzw. auf der Website des Nationalparks unter www.mueritz-nationalpark.de.