Aufgrund der langhaltenden Trockenheit und der daraus erwachsenden Auswirkungen auf die Landwirtschaft hatte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus am Mittwoch die Dürre-AG einberufen. Im Ergebnis der Situationsanalyse wurden verschiedene Maßnahmen beraten.
In Anbetracht der kommenden Osterfeiertage informiert die Residenzstadt Neustrelitz über den Umgang mit privaten Osterfeuern. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und nicht zu erwartenden Niederschlägen ist der Bereich Neustrelitz in die Waldbrandstufe 4 kategorisiert worden. Da die Trockenheit nicht nur zu Problemen im Forstbereich führen kann, sondern auch Flächen in unserem Stadtgebiet betroffen sein können, bittet die Residenzstadt ihre Bürgerinnen und Bürger um erhöhte Vorsicht beim Umgang mit privaten Lagerfeuern.
Das Sommerfest in Steinmühle ist auf September verlegt worden. Foto: NPA Müritz
Aufgrund der extremen Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr werden alle Rangerinnen und Ranger des Müritz-Nationalparks zur Gebietskontrolle und Waldbrandstreife benötigt. Aus diesem Grund haben sich das Nationalparkamt und der Förderverein des Jugendwaldheims dazu entschlossen, das Sommerfest im Jugendwaldheim am 17. Juni abzusagen. Am 9. September soll das Fest nachgeholt werden.
„Von der Teilnahme oder Durchführung größerer Veranstaltungen im Nationalparkgebiet müssen wir leider in der vorherrschenden Situation absehen,“ erklärt Nationalparksamtleiter Ulf Zimmermann. „Der Schutz der Bevölkerung und die aktuelle Waldbrandgefahr erfordern momentan unsere volle Aufmerksamkeit. Wir sind grundsätzlich vorbereitet und stehen mit allen Ordnungskräften über die AG Waldbrand des Landkreises im engen Kontakt. Das aktuelle Geschehen in Jüterbog und Lübtheen zeigt, wie gefährlich die Lage momentan ist. Wir hoffen, dass sich die Situation bald wieder entspannt und bitten um Verständnis.“
Neben dem Sommerfest, kann auch der Infoanhänger beim Dorffest in Kargow am kommenden Wochenende nicht dabei sein. Die Nationalparkinformationen in Boek und Kratzeburg bleiben vorerst geschlossen. Das Führungsprogramm des Nationalparks findet zunächst wie geplant statt. Sollte sich die Lage noch weiter verschärfen, sind auch hier Streichungen denkbar.
Aktuelle Informationen entnehmen Besucherinnen und Besucher an den Aushängen vor Ort bzw. auf der Website des Nationalparks unter www.mueritz-nationalpark.de.
Angesichts der anhaltenden Trockenheit hat das Leitforstamt Neubrandenburg seit dem gestrigen Montag, den 22. Mai, die Waldbrandwarnstufe 4 (hohe Gefahr) für das Stadtgebiet Neubrandenburg ausgerufen.
Die Wälder im Bereich des Leitforstamtes Neubrandenburg bleiben bis auf weiteres zugänglich. Es sind jedoch unbedingt die gebotenen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Alle Bürgerinnen und Bürger werden in Anbetracht der gegenwärtig hohen Brandgefahr in den Wäldern dringendst um Einhaltung der folgenden Vorschriften gebeten:
§ Im und am Wald darf kein Feuer entzündet werden.
§ Rauchen im Wald und in der Feldflur ist nicht gestattet.
§ Es ist verboten, die Wälder, Waldwege und dortigen Wiesen mit Fahrzeugen zu befahren oder zu parken sowie andere Gerätschaften mit Verbrennungsmotoren im Wald einzusetzen.
§ Beim Bemerken von Bränden in den Wäldern oder auf den Wiesen ist jede Bürgerin und jeder Bürger aufgefordert, für eine schnellstmögliche Alarmierung von Feuerwehr (Notruf 112) oder Polizei (Notruf 110) zu sorgen.
Es wird darum gebeten, durch äußerst rücksichtvolles und gefahrenbewusstes Verhalten aktiv dazu beizutragen, dass Brandgefahren vermieden und die Wälder und angrenzenden Wohngebiete geschützt werden.
Der Bürgermeister von Neustrelitz, Andreas Grund, dankt allen Feuerwehren, Behörden und Rettungskräften für ihren Einsatz am gestrigen Montag bei der Brandbekämpfung im Neustrelitzer Stadtwald (Strelitzius berichtete). Neben der Neustrelitzer Feuerwehr waren mehrere Feuerwehren anderer Gemeinden vor Ort, außerdem Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes, die Polizei, das DRK, der Landkreis und die Forstbehörde.
Aus bisher ungeklärter Ursache hatte sich im Wald in der Nähe der Badestelle am Langen See bei Weisdin ein Bodenfeuer ausgebreitet. „Wir bedanken uns bei allen, die hier schnell und verantwortlich gehandelt haben, damit ein noch größerer Schaden verhindert werden konnte. Wir haben trotz allem noch großes Glück gehabt“, hebt Bürgermeister Grund hervor.