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Über den Sommer 2026, beginnend zum Strelitzienfest und bis zum Tag des Offenen Denkmals hin, bemühten sich die Mitglieder des Residenzschlossvereins Neustrelitz, ein Stimmungsbild zum weiteren Umgang mit dem Schlossberg zu ermitteln. Die Erhebung wurde in ein Gewinnspiel eingekleidet.

1.238 Bürger beteiligten sich an der Umfrage.

  • 899 Teilnehmer (72,62 %) bekannten sich zur Antwort: „Wiederaufbauten historischer Gebäude, wie der Dresdener Frauenkirche oder des Berliner Schlosses, halte ich für einen städtebaulichen Gewinn. Architektonische Schönheit stärkt mein Wohlbefinden.“
  • 801 Teilnehmer (64,70 %) bekannten sich zur Antwort: „Bei gegebener Finanzierung und Nutzung wünsche ich mir auch einen Wiederaufbau des Residenzschlosses Neustrelitz, sei es als Gesamtkomplex oder in machbaren Teilschritten.“
  • 113 Teilnehmer (9,13 %) bekannten sich zur Antwort: „An das  Residenzschloss Neustrelitz sollte auf jeden Fall erinnert werden, mir würden unstrukturierte Betonbaumauern als abstrakte Erinnerungskultur ausreichen.“
  • 86 Teilnehmer (6,95 %) bekannten sich zur Antwort: „Das Residenzschloss Neustrelitz als Gründungsort der Stadt Neustrelitz bedeutet mir nicht viel, ich bin lediglich für eine ästhetisch anspruchsvolle Gestaltung der Grundfläche.“

Die Bedeutung aus Vereinssicht

Mehrfach gab es Ideen, auch aus dem politischen Raum heraus, einen Bürgerentscheid (beispielweise zum Schlossturm) zu veranlassen. „Wir haben solche Vorschläge nie unterstützt. Beim Schlossberg und seinem angrenzenden Schlossgarten einschließlich der umgebenden Gebäude und Anlagen handelt es sich um eines der hochwertigsten Denkmal-Areale in unserem Bundesland. Nicht nur die Gebäude, sondern auch jeder m² Boden stehen dort unter Denkmalschutz. Es kann und darf nicht Aufgabe eines Bürgerentscheids sein, zu entscheiden, ob auch in Neustrelitz Prinzipien des Denkmalschutzes gelten“, so der Verein in einer Mitteilung an Stelitzius.

„Die Aussage des Bürgermeisters in Auswertung der letzten Schlossberg-Konferenz vor der Stadtvertretung ‚Ausführungen zum Denkmalschutz gegenüber der Stadt liefen ins Leere‘ halten wir für höchst bedenklich, will die Stadt doch nach wie vor Bauherr eines Vorhabens auf dem Schlossberg sein!“, heißt es ergänzend.

So sei es dem Verein also wichtig gewesen, ein aktuelles Stimmungsbild zu bekommen, „um zu wissen, ob unser Handeln tatsächlich den Wünschen einer ernst zu nehmenden Anzahl von Bürgern entspricht. Das Ergebnis kann uns in unserem Bemühen nur bestärken.“ Praktisch gehe es im Moment um nicht mehr und nicht weniger, als darum, „die Realisierung eines architektur-experimentellen, brutalistischen Vorhabens zu verhindern.

Die Gewinner je eines Glaskubens „Schlossturm“ sind:

Reinhard Annus
Annekatrin Franke
Marius Kauderer
Anja Koch
Aaron Lingel
Carmen Ludwig
Uwe Möller
Jutta Schulz
Britta Toebe
1 x ohne Namen, nur Tel. angegeben

Stadtpräsident Max Odebrecht zog die Gewinner bei der Schlossberg-Umfrage.