Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) hatte 2019 wie in jedem Jahr einen Workshop für Studierende der Kunstgeschichte, Architektur, Landschaftsarchitektur und anderer Fachrichtungen angeboten, um sie mit Aufgaben und Methoden von Denkmalschutz und Denkmalpflege vertraut zu machen (Strelitzius berichtete). Der Workshop fand in Klein Vielen statt und das Anschauungsobjekt waren die Jahn-Kapelle und der ehemalige Gutspark. Die Ergebnisse des Workshops wurden jetzt in einer Broschüre des DNK veröffentlicht. „Eine schöne Nachricht für unsere Gemeinde“, schreibt mir mein Blogpartner Prof. Hermann Behrens vom Klein Vielen e.V.
Die Umweltpraktikantinnen 2021Emily Mc Cracken, Alicia Riepe und Viktoria Maurer (von links). Foto: B. Lüthi-Herrmann, Nationalparkamt Müritz
Noch bis zum 15. Januar können sich Studierende aller Fachrichtungen um einen der begehrten Plätze des „Umweltpraktikums“ im Müritz-Nationalpark bewerben. Zwischen drei bis sechs Monaten kann ein „Open-Air-Semester“ dauern. Das Besondere: Das Praktikum ist dank eines Sponsorings der Commerzbank vergütet. Außerdem wird eine Unterkunft bereitgestellt.
Das Umweltpraktikum im Nationalpark Müritz ist die Gelegenheit für Studierende, Praxiserfahrung im Feld zu sammeln. Während des Praktikums erhalten die Studierenden umfassende Einblicke in die Arbeitsbereiche des Nationalparkamtes. Die Stellen sind in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung zu besetzen. Der Blick über den Tellerrand auf andere Bereiche wie Forschung, Planung und Gebietsbetreuung ist aber durchaus gewünscht.
Im Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit erhalten die Praktikantinnen und Praktikanten Einblick in den Umgang mit Medien sowie die Organisation von Veranstaltungen. Im Jugendwaldheim Steinmühle lernen sie Umweltbildungsprogramme kennen, betreuen Projekttage und die Aktivitäten der Junior-Ranger.
„Ameisenhügel“ bei Prälank von Grazyna Jaskierska aus dem fünften Pleinair im Jahr 1996 im aktuellen Zustand. Foto: Jens Hoffmann.
Das Institut für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e.V. (IUGR) an der Hochschule Neubrandenburg hat sein neuestes Jahresheft in der Reihe „Studienarchiv Umweltgeschichte“ vorgelegt, wie mich mein Blogpartner Prof. Hermann Behrens vom Klein Vielen e.V. informiert.
Darin wirft Dr. Jens Hoffmann vom Studiengang Naturschutz und Landnutzungsplanung der Hochschule Neubrandenburg einen außerordentlich spannenden Rückblick auf die Geschichte des „Kunstrings am Müritz-Nationalpark“. Vielleicht erinnern sich manche unter den Lesern und Leserinnen noch an diese innovative Idee, die Anfang der 1990er Jahre darauf abzielte, um den gerade ins Leben gerufenen Müritz-Nationalpark einen Ring von Kunstwerken zu schaffen. Der Kunstring sollte die Kerngedanken eines Nationalparks, das natürliche Werden und Vergehen, thematisieren. Zwischen 1992 und 2000 fanden acht internationale Bildhauerpleinairs (Freilichtmalereien oder -bildhauereien) statt, bei denen Künstlerinnen und Künstler Dutzende von Kunstwerken schufen.
Dr. Hoffmann begab sich zusammen mit einer Gruppe von Studierenden auf die Spuren dieser Kunstwerke und hat nun die Ergebnisse dieser Spurensuche im aktuellen Jahresheft des IUGR veröffentlicht. Hier der Link auf die Seite der Hochschule Neubrandenburg
Ab dem 25. Oktober können sich wieder interessierte Studierende für ein Umweltpraktikum der Commerzbank im Müritz-Nationalpark bewerben. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 15. Januar 2022 stehen auf dem Onlineportal
Praktikumsplätze in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung zur Auswahl.
In der Unterkunft des Nationalparkamtes, mitten im Teilgebiet Serrahn und in Sichtweite des Welterbes „Alte Buchenwälder“, begegnet man Fuchs und Hase – oder Damhirsch und Waldkauz. Von dort kann entweder der Praktikumsplatz in der Umweltbildung per Fahrrad im Jugendwaldheim Steinmühle oder per Auto im Dienstsitz Schloss Hohenzieritz erreicht werden. Nach einer Einführungswoche im Gebiet warten vielfältige Aufgaben. Im Bereich Umweltbildung liegen diese in der Erarbeitung und Durchführung zielgruppenspezifischer Bildungsprogramme für nachhaltige Entwicklung im Jugendwaldheim Steinmühle. Darüber hinaus geht es um die Organisation von Projekttagen im Müritz-Nationalpark und die Betreuung von Patenschulen und von Junior Rangern.
Praktikumsinteressierte für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit werden das Verfassen von Pressetexten bzw. Informationsbeiträgen für regionale und überregionale Medienanstalten sowie den Unterschied zum Online-Journalismus kennenlernen. Die Aktualisierung und Erweiterung der Internetangebote des Nationalparkamtes sowie Posts auf Facebook und Instagram sind Teil des Aufgabengebietes der Öffentlichkeitsarbeit. Über das beschriebene Tagesgeschäft der Pressearbeit warten weitere Projekte in der Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise die Konzeption von Ausstellungen, Informationstafeln und Veranstaltungen.
Thomas Besse mit den Azubis und Studenten. Foto: Arbeitsagentur
In der Neubrandenburger Arbeitsagentur starten auch in diesem Jahr wieder Talente ihre Karriere. Seit Beginn des Monats sind vier Auszubildende und drei Studierende neu an Bord. Die sechs Frauen und ein Mann beginnen ihre Ausbildung zum/r Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen oder absolvieren einen dualen Studiengang „Arbeitsmarktmanagement“ bzw. „Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung“.
Sichtlich zufrieden zeigt sich Neubrandenburgs Arbeitsagenturchef Thomas Besse und sagt: „Wir haben uns bewusst entschieden, weiter aktiv in die Zukunft zu investieren und jungen Schulabgänge*innen eine Zukunftsperspektive zu bieten. Denn Ausbildung ist Fachkräftesicherung.“
Mit den Neuzugängen befinden sich nun in Neubrandenburg 21 Personen in dualer Ausbildung oder Studium. In den fünf Arbeitsagenturen in Mecklenburg-Vorpommern (Greifswald, Rostock, Stralsund, Schwerin und Neubrandenburg) haben zum 1. September 36 junge Talente ihre Karriere – mit einer Ausbildung (20) oder Studium (14) – begonnen.
Ulrich Meßner, Leiter des Nationalparkamts, die Praktikantinnen Emily Mc Cracken, Alicia Riepe und Viktoria Maurer mit Filialdirektor Knut Heineken (von links) bei der Rucksackübergabe. Fotos: Lüthi-Herrmann/NPA Müritz
Das Commerzbank-Umweltpraktikum trotzt der Corona-Pandemie und ermöglicht den drei Praktikantinnen Viktoria Maurer, Alicia Riepe und Emily Mc Cracken Einblicke in die Öffentlichkeitsarbeit des Müritz-Nationalparks. Zwischen Mai und Oktober 2021 unterstützen sie das Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit für je zwei bis drei Monate.
Am vergangenen Mittwoch traf der Filialdirektor der Commerzbank Waren und Neustrelitz, Knut Heineken, die Praktikantinnen und überreichte ihnen mit dem Rucksack ihr Rüstzeug für das Umweltpraktikum. Auf die Einführungswoche im Nationalpark Bayerischer Wald mussten sie leider dieses Jahr verzichten, aber „das Online-Seminar, das die Einführungswoche ersetzte, war sehr gut organisiert. Schließlich haben wir uns durch die Uni schon an jegliche Online-Formate gewöhnt“, so Alicia Riepe. „Umso mehr habe ich mich gefreut, dass das Praktikum wie geplant vor Ort stattfinden kann.“ Raus aus der Großstadt und rein in den Wald, verbunden mit beruflicher Weiterbildung. Das hat die Germanistik-Studentin aus Düsseldorf dazu bewegt, sich für das Umweltpraktikum im Nationalparkamt zu bewerben.
Viktoria Maurer studiert Biologie im Master in Mainz, doch da ihr privat Natur- und Klimaschutzthemen am Herzen liegen, wollte sie sich auch beruflich damit beschäftigen. Das Praktikum bietet für sie die perfekte Möglichkeit, die Theorie im Studium mit der Praxis zu verknüpfen. „Ich beschäftige mich hauptsächlich mit der Gestaltung einer Ausstellung zu Moorschutzprojekten, einem unterschätzten Thema, bei dem ich selbst noch viel lernen kann“, erzählt sie.
Alicia Riepe (links) und Viktoria Maurer bereiten die diesjährige Schaufenster-Ausstellung für die Tourist- und Nationalparkinformation in Neustrelitz vor.
Die Dritte im Bunde ist Emily Mc Cracken, Studentin der Hochschule Neubrandenburg im Studiengang Naturschutz und Landnutzungsplanung. „Welche beruflichen Perspektiven habe ich nach meinem Abschluss?“ ist eine Frage, mit der sie sich schon häufig auseinandergesetzt hat. Ein Studium in Verwaltungs-recht hat sie bereits erfolgreich absolviert, „deshalb möchte ich mich nun auf die praktische Naturschutz-arbeit im Nationalpark konzentrieren, um möglichst viele Eindrücke zu erhalten und mein theoretisches Wissen anwenden zu können“, sagt sie mit Begeisterung.
Die Umweltpraktikanten 2020 Paul Bengelsdorf und Anna Mattes, zusammen mit Knut Heineken als Filialleiter der Commerzbank AG (links) und Hannes Frisch (rechts) vom Nationalparkamt Müritz.Foto: R. Pauli, NPA Müritz
Noch bis zum 15. Januar können sich Studierende aller Fachrichtungen um einen der begehrten Plätze des Umweltpraktikums im Müritz-Nationalpark (Strelitzius berichtete) bewerben. Zwischen drei bis sechs Monaten kann ein „Open-Air-Semester“ dauern. Das Besondere: Das Praktikum ist dank eines Sponsorings der Commerzbank vergütet. Außerdem wird eine Unterkunft bereitgestellt.
Während des Praktikums erhalten die Studierenden, egal welchen Studiengang sie absolvieren, umfassende Einblicke in die Arbeitsbereiche des Nationalparkamtes. Die Stellen sind in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung zu besetzen. Der Blick über den Tellerrand auf andere Bereiche wie Forschung, Planung und Gebietsbetreuung ist aber durchaus gewünscht.
Im Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit erlernen die Praktikanten den Umgang mit Medien. Außerdem wird die Organisation von Veranstaltungen in ihren Händen liegen.
Im Jugendwaldheim Steinmühle lernen die Studierenden Umweltbildungsprogramme kennen und führen diese auch durch. Darüber hinaus organisieren sie Projekttage und betreuen Aktivitäten unserer Junior-Ranger. Mehr Infos finden Interessierte im Internet unter www.umweltpraktikum.com/bewerbung/
Ab dem 30. Oktober können sich wieder interessierte Studierende für ein Umweltpraktikum der Commerzbank im Müritz-Nationalpark bewerben. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 15. Januar 2021 stehen neugierigen Studierenden auf dem Onlineportal https://www.umweltpraktikum.com/praktikumsstellen/nationalparks/mueritz-nationalpark/ vier Praktikumsplätze in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung für jeweils fünf Monate zur Auswahl.
In der Unterkunft des Nationalparkamtes, mitten im östlichen Teilgebiet Serrahn und in Sichtweite des Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder“, begegnet man Fuchs und Hase – oder Damhirsch und Waldkauz. Von dort kann entweder der Praktikumsplatz in der Umweltbildung per Fahrrad im Jugendwaldheim Steinmühle oder per Auto im Dienstsitz Schloss Hohenzieritz erreicht werden. Nach einer Einführungswoche im Gebiet warten vielfältige Aufgaben. Im Bereich Umweltbildung liegen diese in der Erarbeitung und Durchführung zielgruppenspezifischer Bildungsprogramme für nachhaltige Entwicklung im Jugendwaldheim Steinmühle. Darüber hinaus geht es um die Organisation von Projekttagen im Müritz-Nationalpark und Betreuung von Patenschulen und Junior Ranger.
Praktikumsinteressierte für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit werden das Verfassen von Pressetexten bzw. Informationsbeiträgen für regionale und überregionale Medienanstalten sowie den Unterschied zum Online-Journalismus kennenlernen. Die Aktualisierung und Erweiterung der Internetangebote des Nationalparkamtes und wie zielgruppengenaue Einträge in den sozialen Medien erstellt werden, ist weiterer Teil des Aufgabengebietes der Öffentlichkeitsarbeit. Über das beschriebene Tagesgeschäft der Pressearbeit werden weitere Projekte in der Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise die Konzeption von Ausstellungen, Informationstafeln und Veranstaltungsdurchführung bearbeitet.
Ein neues Hinweisschild führt seit kurzem zur Jahn-Kapelle in Klein Vielen. Der Klein Vielener Jörg Botta hat es auf seine Kosten anfertigen lassen und an der Ecke Dorfstraße/Einfahrt zum Gutspark aufgestellt. „Klingenberg mit Jahn-Kapelle 600 m“ heißt es nun – ein Tribut an die Geschichte Klein Vielens, wie mich Prof. Hermann Behrens vom Klein Vielen e.V. informiert. Denn „Klingenberg“ lautete der Flurname des Hügels einst beispielsweise auf der Directorialvermessungskarte, die im Jahr 1757 angefertigt worden war.
Die Niederung nordöstlich des Klingenbergs hieß „Klingenbergs-Breite“, die Weide südlich vom Hügel „Klingenbergs-Coppel“. Gute Gründe dafür, den historischen Name „Klingenberg“ wieder ins Gedächtnis zu rufen und – als Bezeichnung zu verwenden, so Behrens.
Angesichts der laufenden und fortgeschrittenen Sanierungsarbeiten an der Kapelle gingen die Zeiten, in denen die Kapelle mit der Bezeichnung „Ruine“ im Ort und auch in Karten verzeichnet war und bisweilen noch ist, langsam zu Ende. In überschaubarer Zukunft werde der Name „Jahn-Kapelle“ und hoffentlich auch „auf dem Klingenberg“ Wegweiser und Karten schmücken.
Knut Heineken überreicht die Rucksäcke an die Umweltpraktikanten Paul Bengelsdorf und Anna Mattes, zusammen mit Hannes Frisch vom Nationalparkamt Müritz (von links).Foto: R. Pauli, NPA Müritz)
Dieses doch besondere Jahr 2020, welches viele Einschränkungen aufgrund des Covid-19 Virus mit sich brachte, verschonte auch das Umweltpraktikum im Müritz-Nationalpark nicht. Für Anna Mattes und Paul Bengelsdorf, Studierende aus Bonn und Rostock war die Freude umso größer, als die Praktika wie geplant stattfinden konnten.
Seit fast 30 Jahren ermöglicht das von der Commerzbank geförderte Umweltpraktikum Studierenden die theoretische Lehre an den Universitäten und Hochschulen zumindest zeitweise gegen praktische Arbeiten zu tauschen. Das erste Mal in all diesen Jahren fielen die Einführungswochen in den Nationalparken Bayerischer Wald und Niedersächsische Wattenmeer aus. Hier erhalten die Praktikanten das Rüstzeug für ihre Arbeit in den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands.
Anna Mattes (Bachelor Geographie in Bonn) konnte während ihrer zweimonatigen Tätigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit die Erfahrung machen, dass sich Kreativität und wissenschaftliches Arbeiten mit Bezug zur Ökologie und zum Naturschutz hervorragend vereinigen lassen. Zudem blickt sie auch auf die idyllische Naturlandschaft zurück, die sie so in ihrer Heimat Köln nicht erleben kann und sie nachhaltig beeindruckte. Paul Bengelsdorf (Master integrative Zoologie in Rostock), der noch bis einschließlich September in der Umweltbildung im Jugendwaldheim Steinmühle beschäftigt ist, ist jetzt schon dankbar für die Zeit im Nationalpark. „Dass der normale Kinderbetrieb dieses Jahr im Jugendwaldheim ausfiel, kompensierten zahlreiche freundliche Kollegen, die mir Einblicke in die Erarbeitung von Umweltbildungsangeboten, Monitoring von Flora und Fauna, Management von Landschaftsentwicklung, sowie die generelle Verwaltungsstruktur eines Nationalparks gewährten.“