Für diejenigen, die von dem Bilderbuchwetter heute nicht genug bekommen konnten, hier noch zum Ausklang des Wochenendes eine kleine Zugabe. Mein Korrespondent Ralf Milbredt hat das arktische Foto geschossen, mit Altstrelitz im Rücken und der Kalkhorst vor sich. Der Gute ist ja sonst bei fast jedem Wetter mit Kajak und Kamera in der Kleinseenplatte und darüber hinaus unterwegs. Aber da bräuchte er aktuell einen Eisbrecher, um in See stechen zu können.
Zum ruhigen Ausklang des Wochenendes und nach einem Tag mit Bilderbuch-Wetter noch dieses wunderschöne Foto, was mir ein Blogpartner Ralf Milbredt heute vom Ellbogensee bei Priepert geschickt hat. Allen meinen Lesern einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche. Man liest sich! Und, was den Winter angeht, genießt ihn, statt euch verrückt machen zu lassen.
Der Neustrelitzer Fanfarenzug im Zentrum von Szczecinek.
Ein Wochenende voller Musik, Tanz und gelebter Städtepartnerschaft: Von Freitag bis Sonntag reiste eine bunt gemischte Delegation aus Neustrelitz in die polnische Partnerstadt Szczecinek, um am renommierten Art Piknik Festival teilzunehmen. Der vollbesetzte Bus des Unternehmens Strelitzer Bustouristik brachte unter anderem den Neustrelitzer Fanfarenzug, das Tanzhaus der Deutschen Tanzkompanie sowie die Musikgruppe „Papillon“ sicher zum Ziel.
Andreas Grund (hinten links) und Ralf Milbredt (hinten Mitte) bei Planungsgesprächen zur Finanzierung der gemeinsamen Projekte im Rathaus von Szczecinek.
Der Bürgermeister von Neustrelitz, Andreas Grund, und der Vorstandsvorsitzende des StädteBANDE e.V., Ralf Milbredt, haben die polnische Partnerstadt Szczecinek besucht und dabei wichtige Weichen für die zukünftige Zusammenarbeit gestellt. Am Donnerstag trafen sie sich mit einer polnischen Delegation unter der Leitung des Bürgermeisters von Szczecinek, Jerzy Hardie-Douglas, zu Gesprächen bei Kronospan, einem der weltweit größten Sperrholzanbieter. Die Gespräche verliefen erfolgreich und konzentrierten sich auf die Förderung deutsch-polnischer Projekte auf Grundlage der Städtepartnerschaft. Bei der Besichtigung des beeindruckenden Firmengeländes wurden zudem globale wirtschaftliche Entwicklungen diskutiert.
Anschließend fand ein Arbeitstreffen im Rathaus statt, bei dem mögliche Großprojekte der partnerschaftlichen Zusammenarbeit vorgestellt wurden. Diese Projekte sollen nicht allein von der Neustrelitzer Verwaltung getragen, sondern auch vom Verein StädteBANDE e.V. mitorganisiert werden, wie Milbredt betonte.
Am späten Nachmittag folgte die Neustrelitzer Delegation einer Einladung der polnischen Künstlerin Iwona Aleksandrowicz zu ihrer Vernissage „Retroperspektiven“ im Rahmen des XI Art Piknik Festivals. Den ersten Besuchstag rundete die Marmolade Blues Band mit einem Auftritt auf kleiner Bühne ab.
Ich bin Vorstandsvorsitzender des Neustrelitzer Vereins StädteBANDE e.V., dessen Ziel es ist, unter anderem Jugendarbeit in den Bereichen Kultur, Sport und Wirtschaft zu fördern. Als Initiator der „Neustrelitzer Resolution für Frieden“ kämpfe ich parteiübergreifend für diplomatische Lösungen bei militärischen Konflikten.Mit der Politik der eigenen Partei setze ich mich des Öfteren kritisch auseinander.Ich polarisiere, anstatt Mitläufer zu sein, und habe eine klare Meinung, mit der ich auch manchmal anecke.
Ich bin Vorstandsvorsitzender des Neustrelitzer Vereins StädteBANDE e.V., dessen Ziel es ist, unter anderem Jugendarbeit in den Bereichen Kultur, Sport und Wirtschaft zu fördern. Als Initiator der „Neustrelitzer Resolution für Frieden“ kämpfe ich parteiübergreifend für diplomatische Lösungen bei militärischen Konflikten.Mit der Politik der eigenen Partei setze ich mich des Öfteren kritisch auseinander.
Ralf Milbredt gestern Abend vor den Neustrelitzer Stadtvertretern.
So schnell lässt sich Ralf Milbredt nicht entmutigen. Der Neustrelitzer CDU-Stadtvertreter, Initiator der „Neustrelitzer Resolution für Frieden“ an die Bundesregierung vom März 2023 (Strelitzius berichtete) hat auf der jüngsten Stadtvertretersitzung gestern Abend von seinem Rederecht Gebrauch gemacht und dafür plädiert, dass sich die Stadtvertreter einer öffentlichen Erklärung anschließen, „in der gemeinsames Handeln für Frieden im Mittelpunkt steht“. Bei einem entsprechenden Beschluss wie dem vom Frühjahr gerät das Stadtparlament in Konflikt mit der Kommunalverfassung, wie Stadtpräsident Ernst-August von der Wense herausgefunden hat. Auf die damalige Resolution hat die Bundesregierung übrigens bis heute nicht reagiert.
„Der Landtag als gesetzgebendes Organ steht in der Pflicht, Landesgesetze so zu erlassen, dass gesetzliche Vorschriften und Regelungen der Kommunalverfassung mich in meinen Handlungen oder Entscheidungen als gewählter Stadtvertreter nicht weitestgehend einschränken können. Schon gar nicht im Kampf für Frieden! Dieses gilt es durchzusetzen“, betonte Milbredt. Mit Blick auf die nächste Legislaturperiode, „in der mit Sicherheit, was die Mitgliederzahl der einzelnen Fraktionen betrifft, mit einer anderen Konstellation als der heutigen zu rechnen ist“, erwarte er mehr Geschlossenheit und Mut der Stadtvertreter und Stadtvertreterinnen, um auch unkonventionelle Wege gehen zu können. Er, so der Neustrelitzer, werde jedenfalls weitermachen. Eine öffentliche Erklärung sei in Arbeit.
Milbredt zitierte MV-Agrarminister Till Backhaus, der in der vergangenen Woche von Bundeskanzler Olaf Scholz (beide SPD) die Einberufung einer „Weltfriedenskonferenz“ gefordert hatte. Wir brauchen Frieden, damit dieser Planet eine Chance hat. Die Zeit ist reif“, hatte Backhaus dem NDR gesagt. Die Bundesregierung stehe an der Seite des einen oder des anderen, so Ralf Milbredt, Vorsitzender des StädteBANDE e.V. Neustrelitz, abschließend. Das sei der falsche Weg. Mehr Verhandlungswille auf deutscher Seite sei nötig.