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Zu „film & gespräch“ wird am 1. August um 20.15 Uhr ins Kino in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz eingeladen. Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann (1926 – 1973) hat die Regisseurin Regina Schilling einen Film geschaffen, der eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts ist.

Die international ausgezeichnete Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert in dem Film Ingeborg Bachmann genial. Verbunden mit meisterhaften Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar. Ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.

Der Film bringt uns die zentralen Lebensphasen der Autorin nahe – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen. Die Kamera für diesen Film hat der bekannte Kameramann und Dokumentarfilmregisseur Johann Feindt geführt, der an diesem Abend in der Alten Kachelofenfabrik zu Gast sein wird.

Der Film ist ein auf der Bild- und Tonebene sehr anspruchsvoll gedrehter und montierter Film, der in das Werk und die Persönlichkeit der Ingeborg Bachmann optimal einführt. Es werden sicher viele Fragen gestellt werden. Dafür steht Johann Feindt nach der Filmvorführung zur Verfügung. Und da der Film mehr ist als nur eine gelungene Würdigung dieser berühmten Dichterin, werden die Kinobesucher sicher angeregt, sich erneut mit dem Werk von Ingeborg Bachmann auseinanderzusetzen, weil ihre Texte immer noch ganz frisch, neu und gegenwärtig klingen.