Schlagwörter
Bürgermeister-Rundweg, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Wustrow

Die Gemeinde Wustrow setzt in der Kleinseenplatte in Sachen Wandern Maßstäbe. Nachdem im Herbst vergangenen Jahres der Zilpzalp-Wanderweg eingeweiht wurde (Strelitzius berichtete), ist heute der kürzere Bürgermeister-Rundweg offiziell dazugekommen. Bürokratische Hindernisse bis dorthin gab es einmal mehr zu überwinden, wen wundert das noch in deutschen Landen.
Rund 30 Wanderfreude haben die 8,7 Kilometer lange, atemberaubend malerische Route am Vormittag von Wustrow aus durch Wälder, Wiesen und an Seen entlang in Angriff genommen, und es gab wohl niemanden, der nach Rückkunft über Neu Drosedow und Seewalde in Wustrow die gut zwei Stunden Probierens bereut hat. Umso mehr, weil es in Seewalde auf dem Gutshof dankenswerterweise noch Snacks und Getränke gab. Das Bistro dort ist unbedingt zu empfehlen, aber das nur nebenbei. Jedenfalls gab es zum Finale wieder in Wustrow auch dafür jede Menge Applaus.
Bevor es auf die Strecke ging, war in Wustrow noch die symbolische Übergabe eines Wanderstocks fällig. Den übergab Bürgermeisterkandidat Steffen Franz (BZG) seitens der sehr engagierten Arbeitsgruppe Dorfentwicklung und Tourismus, deren Vorsitzender er ist, an Vizebürgermeisterin Antje Bahrmann. Die Pälitzhoferin hat Gemeindeoberhaupt Heiko Kruse heute vertreten. Der ist derzeit im Urlaub, hat aber dem 2022 angedachten Rundkurs zum Namen verholfen, auf dem er regelmäßig mit Walking-Stöcken unterwegs war. Das spricht sich halt herum. Steffen Franz und Antje Bahrmann betonten, dass der neue Rundweg auch ein Beitrag zum erklärten Ziel sei, die Ortsteile der Gemeine Wustrow zu verbinden.
Immer dem Stierkopf nach
Karola Kahl, Leitende Verwaltungsbeamtin der Kleinseenplatte, hat sich die Premiere nicht nehmen lassen, der ob seines Einsatzes für das Projekt gewürdigte Tourismuschef des Amtsbereiches Enrico Hackbarth auch nicht. Letzterer hat sogar eigenhändig mit dem mecklenburgischen Stierkopf für die Beschilderung des Wanderweges gesorgt. Alternativ war die Silhouette Kruses im Gespräch gewesen, aber zu viel Personenkult muss denn auch nicht sein.
Die Landesforst war mit Maren Giering und Antje Sonnenberg vertreten, mehr Expertise links und rechts des Wegesrandes konnte man sich nicht wünschen. Und last but not least war auch noch Wesenbergs Bürgermeister Steffen Rissmann gekommen. Immerhin, der Rundweg berührt Gefilde der Woblitzstädter. Von Wegezoll hat das wanderfreudige Stadtoberhaupt der Woblitzstadt aber abgesehen.
Weiterlesen