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Ich möchte an dieser Stelle mal ein Hoch auf das regionale Handwerk ausbringen. Deutlicher darf ich leider nicht werden. Wegen des afrikanischen Speers. Man weiß ja nicht, wer noch alles einen reparaturbedürftigen im Haus hat und das liest. Das könnte dann zur Überlastung des schwer beschäftigten Retters in der Not führen.

Vielleicht ist es auch eine asiatische Waffe, wenn ich unserem Mitbewohner ganz tief in die Augen schaue. Mein halbes Leben begleitet er mich schon, das trübt die Erinnerung an seine Herkunft. Er ward zu DDR-Zeiten meinem Chef geschenkt, und dessen westlicher Nachfolger zu nicht mehr DDR-Zeiten hat ihn mir zwecks antisozialistischer Bürobereinigung übereignet. Seit 25 Jahren behütet er nun unser Treppenhaus, der Ausgemusterte, bis ihm die Speerspitze gebrochen wurde. Die Ermittlungen zur Schuld sind im Sande verlaufen.

Nach zwei dilettantischen Versuchen mit dem Alleskleber, der alles zusammenfügt, außer afrikanisch-asiatische Speere, habe ich mich an einen vertretbar erreichbaren Fachmann gewandt. Der ist so mit Aufträgen eingedeckt, dass ich ihm an Eides statt versprechen musste, sein Inkognito zu wahren. Im Gegenzug hat er gegen einen Obolus für die Kaffeekasse meinem Krieger, von welchem Kontinent auch immer, wieder den Speer in die Hand gedrückt.

Und so bleibt es beim Dankeschön. Ich hoffe, der Meister des Zusammenfügens liest diese Zeilen und sieht vor allem das obige Bild, denn die Skulptur habe ich ihm nicht auch noch in die Werkstatt geschleppt. Das hätte die Reparatur zusätzlich erschwert. Weil, zunächst wäre linkerhand unten durchzufädeln, und dann oben zu kleben gewesen. Und die Aufgabe war, so der Experte, ohnehin kaum lösbar. Hat was mit waagerecht und senkrecht beim Holz zu tun, wenn ich das richtig verstanden habe.

Zum Glück ist unser Freund, also der vom Treppenabsatz, beidhändig. Und so führt er den Speer nun unten rechts mitten ins Ziel und hat den Haudrauf, oder was immer das ist, nach links verlagert. Was den Afro-Asiaten jetzt sogar gefährlicher aussehen lässt. Gegen alle bösen Geister…. Wie oben geschrieben: Salut für unsere Handwerker, und den einen ganz speziell!