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Annalise Wagner in ihrem Archiv.

Das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz präsentiert vom 20. Juni bis zum 1. August die Sonderausstellung „Das Gedächtnis unserer Stadt und unserer Region“. Anlass ist das 70. Geburtsjahr des Karbe-Wagner-Archivs sowie das 40. Todesjahr seiner visionären Gründerin Annalise Wagner.

Seit nunmehr sieben Jahrzehnten sammelt das Karbe-Wagner-Archiv (KWA) Bücher, Zeitungsausschnitte, Postkarten, Stadtpläne, Fotografien, Manuskripte und andere historische Zeugnisse zu Neustrelitz und der Region Mecklenburg-Strelitz. Das KWA ist damit eine der bedeutendsten Einrichtungen, die sich mit der Geschichte unserer Stadt und Region befasst und sie für die Öffentlichkeit zugänglich und erlebbar macht.

Den Grundstein für das Archiv legte die passionierte Neustrelitzer Heimatforscherin Annalise Wagner im Dezember 1956 mit der öffentlichen Zugänglichmachung der Sammlungen und Manuskripte des Bibliothekars Walter Karbe. In den Folgejahren reicherte sie die Archivbestände um eigene regionalspezifische Sammlungen und Schriften an. Um das Erbe dauerhaft zu sichern, schenkte Annalise Wagner das Archiv 1973 der Stadt Neustrelitz. Nach bewegten Jahren und Umzügen fand das KWA im Jahr 2015 im Kulturquartier sein heutiges Zuhause.

Die am 26.06.1986 verstorbene Annalise Wagner schuf mit dem KWA ein einzigartiges Gedächtnis unserer Stadt und Region und ein bis heute lebhaftes Zentrum für heimatinteressierte Menschen.

Der Annalise-Wagner-Preis

Das Vermächtnis von Annalise Wagner strahlt heute weit über die Grenzen des Archivs hinaus. Der von ihrer Stiftung ins Leben gerufene und seit 1992 verliehene Annalise-Wagner-Preis ehrt alljährlich herausragende literarische Werke mit regionalem Bezug. Im Rahmen des Jubiläumsjahres findet die diesjährige Preisverleihung am Freitag, den 26. Juni, um 16 Uhr, im Kulturquartier statt.

Mit dem Annalise-Wagner-Preis 2026 wird die Autorin Helene Bukowski für ihren Roman „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ausgezeichnet. Den Annalise-Wagner-Jugendpreis 2026 erhält die Neubrandenburger Schülerin Luise Hartke für ihre dystopische Erzählung „Wahltag 15.03.2126“.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt sind herzlich eingeladen, die Festveranstaltung und die Sonderausstellung zu besuchen und in die spannende Geschichte des Archivs und der Region einzutauchen. Der Eintritt zu Festveranstaltung und Ausstellung ist frei.

Der Annalise-Wagner-Preis 2026 geht an die Autorin Helene Bukowski. Foto: Tobias Kruse