Alle Nachbarn in der Wesenberger Siedlung sind heute ganztägig und unüberhörbar dem Gehweg-Eis zu Leibe gerückt. Außer meine Wenigkeit. Ignorant? Nein, gleich zu Beginn des Katastropheneinsatzes bin ich unter Bruch meines Schneeschiebers schwer gestürzt, Rücken übel geprellt und momentan „Voltaren“-Patient.
Am gestrigen Donnerstagabend gegen 17.50 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte die Meldung ein, dass die Rauchmelder einer Wohnung in der 5. Etage eines Wohnblockes in der Wilhelm-Ahlers-Straße in Neubrandenburg ausgelöst hatten. Nachbarn hatten den Alarm vernommen und zunächst versucht, Kontakt zu den beiden Mietern der Wohngemeinschaft aufzunehmen. Da keiner der beiden 22-Jährigen die Tür öffnete, meldeten sie dann der Rettungsleitstelle die Auslösung der Rauchmelder.
Sofort wurden 18 Kameraden der ansässigen Berufsfeuerwehr zum Einsatzort entsandt. Unterstützt wurden sie von Beamten des PHR Neubrandenburg. Dem Angriffstrupp der Feuerwehr gelang es schnell in die stark verqualmte Wohnung zu gelangen, in der sich keine Personen befanden. Die Kameraden stellten den Brand im Wohnzimmer fest. Dort war ein Polstermöbelstück in Brand geraten. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, so dass lediglich der Laminatboden durch die starke Hitzeentwicklung beschädigt wurde. Der Sachschaden wird auf ca. 3000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand, es waren keine Evakuierungsmaßnahmen erforderlich.
Beamte des Kriminaldauerdienstes des KK Neubrandenburg begannen mit den Ermittlungen zur Brandursache. Nach ersten Ermittlungserkenntnissen wurde eine Anzeige wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung aufgenommen. Die Ermittlungen dauern an.
Am vergangenen Sonnabend gegen 23.45 Uhr haben Beamte des Polizeihauptreviers Waren den Auftrag bekommen, eine Sachbeschädigung in der Mozartstraße in Waren aufzunehmen. Der Anrufer teilte telefonisch mit, dass seine Wohnungseingangstür aufgebrochen wurde. Bei der anschließenden Überprüfung hat er festgestellt, dass sein Nachbar in seinem Bett im Schlafzimmer liegt und schläft.
Vor Ort wurden die Polizeibeamten von dem Anrufer sowie dessen Nachbarn in dem besagten Mehrfamilienhaus empfangen. Der 34-jährige Tatverdächtige gab an, dass er seinen Wohnungsschlüssel verloren hätte. Nachdem er vergeblich versuchte, seine eigene Wohnungstür aufzutreten, hat er dies bei der Wohnungstür seines Nachbarn probiert. Als ihm dies gelungen ist, legte er sich zum Schlafen in dessen Bett.
Ein durchgeführter Atemalkoholtestbei dem 34-Jährigen hat einen Wert von 2,23 Promille ergeben. Der 34-Jährige hat eigenen Angaben zufolge nicht gedacht, dass der Nachbar so reagieren würde. Er hat die Wohnung des Nachbarn daraufhin freiwillig verlassen. Der Geschädigte erstattete Strafanzeige und Strafantrag wegen der Sachbeschädigung. Der entstandene Schaden wird auf ca. 200 Euro geschätzt. Die Ermittlungen wurden in der Kriminalkommissariatsaußenstelle Waren aufgenommen.