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Fußball, Mecklenburg-Strelitz, Oberliga Nord, SG Union Klosterfelde, Spielbericht, TSG Neustrelitz

Magerkost im Neustrelitzer Parkstadion: Unsere Strelitzer TSG-Jungs kommen vor knapp 300 Zuschauern über ein 0:0 gegen Union Klosterfelde nicht hinaus und sind damit wieder Tabellenletzter. Dabei hatte es an Torchancen auf beiden Seiten nicht gemangelt. Allein, das Runde wollte nicht ins Eckige. Kurioser Höhepunkt beim Festival der vergebenen Möglichkeiten: Kaum hat in der zweiten Hälfte (etwa 60. Minute) das Aluminium am TSG-Gehäuse grüßen lassen, da trifft im Gegenzug Manuel Härtel allein vor Union-Schlussmann Kilian Schubert ebenfalls nur den Pfosten.
Alle Angriffe auf den in der Regel sonderbewachten Torjäger Härtel zuzuschneiden, kann ohnehin nicht die Lösung sein. So kamen beispielsweise auch Jean Carlo Yanez Cortes, unter anderem mit geilem Seitfallzieher knapp am Pfosten vorbei, Ardolind Sfishta, viel zu selten angespielt, Anton Petters und Marouan Zghal, der in der ersten Hälfte nur noch den schon liegenden Union-Keeper überwinden musste, zu Möglichkeiten.
Am Ende hatte die Partie mit wechselnder Feldüberlegenheit wohl keinen Sieger verdient. Leider sahen Marius Schreiber und Jerome Kortebusch in der aufgeheizten Nachspielzeit, beide Teams versuchten das Steuer noch herumzureißen, von Schiedsrichter Max Goroncy Gelb-Rot.
Kapitän Frühauf: Ein sehr wildes Spiel
Maik Frühauf trug auch heute die Kapitänsbinde. „Ein sehr wildes Spiel. Klosterfelde vielleicht sogar mit dem größeren Chancenanteil. Beide Mannschaften haben sich schwergetan. Ein Fifty-fifty-Spiel nach hinten raus. Wer das 1:0 macht, gewinnt wohl schon das Spiel. Stattdessen zwei Pfostenschüsse. Auf jeden Fall holen wir nach der Niederlagenserie jetzt Punkte, und das soll sich fortsetzen.“
Vier Punkte aus zwei Heimspielen, normalerweise keine schlechte Ausbeute, wäre da nicht die Rote Laterne. Und leichter werden die Gegner auch nicht. TSG-Coach Velimir Jovanovic versuchte, bei seiner Schlussansprache die seinen Spielern anzumerkende Enttäuschung zu dämpfen. „Entscheidend ist, dass wir bei uns bleiben. Dieser Arbeitspunkt kann sehr. sehr wichtig sein. Ich wollte hier auch gewinnen, Am Ende haben wir alles, so gut es geht in unserem Ermessen, wegverteidigt, und das ist das, was wir hier mitnehmen sollten.“
Jovanovic forderte seine Spieler auf, erhobenen Hauptes in die kurze Woche bis zum nächsten Punktspiel zu gehen. „Nehmt diesen Punkt als Sieg mit. Bewahrt euch eure Power, und wir können immer noch einen richtig schönen Oktober haben.“ Der Coach räumte ein, „das eine oder andere umstellen“ zu müssen. Er habe heute eine geschlossene Mannschaftsleistung gesehen, „Genau das, was ich mir von meiner Mannschaft wünsche“.
Präsidiums-Mitglied Runge: Not gegen Elend
Die Einschätzung auf der Tribüne fiel hingegen nicht so rosig aus. Präsidiumsmitglied Hauke Runge bemühte im Gespräch mit Strelitzius das Bild von „Not gegen Elend“. „Das war ein Spiel vielleicht auf Landesliga-, aber nicht auf Oberliga-Niveau.“ Vizepräsident Bastian Langguth ergänzte: „Das war aus Sicht der TSG ein glückliches 0:0. Was noch zu sagen wäre, geht uns als Nicht-Trainer nichts an.“
Nächster Gegner der TSG Neustrelitz ist am kommenden Freitag auswärts der Tabellenvierte Hertha 03 Zehlendorf. Wie schon geschrieben, die Gegner werden nicht leichter. Velimir Jovanvic kündigte zwei Tage Intensivtraining in Vorbereitung auf die Herausforderung in der Bundeshauptstadt an. Möge es nützen!


