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Tagesarchiv 3. Juni 2017

Schwerin lässt sich nicht lumpen: Gedenkstätte für Königin Luise „nicht die ganz große Enttäuschung“

03 Samstag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Geschichte

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Schlagwörter

Hohenzieritz, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Museum

Die Schwerinschen haben sich nicht lumpen lassen, dem Volk heute in Hohenzieritz die neugestaltete Luisen-Gedenkstätte zu präsentieren. „Die ganz große Enttäuschung ist ausgeblieben“, resümierte selbst Dr. Rajko Lippert, Vorsitzender des Vereins Kulturgut Mecklenburg-Strelitz und einer der erbittertsten Gegner dessen, was das Land nach Übernahme aus Vereinshänden aus dem Anziehungspunkt gemacht hat (Strelitzius berichtete).

Die Einschätzung muss Lippert schwer gefallen sein, denn zu vermissen waren die vom Verein ausgehandelten Bewertungsbögen für die Besucher. Auch die letztlich durchgedrückte Kommode aus Spendengeldern bleibt nur ein anonymes Möbelstück, die Ausstellungsmacher versagten ihr eine Beschriftung. Was die übrigen Forderungen der Kulturgut-Leute angeht, so war der Verein, wie vermeldet, vor vollendete Tatsachen gestellt worden.

Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) hatte sich kurzfristig mit Verweis auf die Neuordnung der Sozialdemokraten im Land nach dem überraschenden Rücktritt von Ministerpräsident Erwin Sellering entschuldigen lassen. Was auch immer es da am Sonnabend vor Pfingsten zwei Tage nach der Krisensitzung des SPD-Führungsgremiums für Verhinderungsgründe gegeben haben soll… Die Herrscherhäuser Mecklenburg-Strelitz und Preußen schenkten sich die Wiedereröffnung auch, es ist sicherlich spekulativ, ob es ein Statement ist.

Hohenzieritz4Wohlwollend zur Kenntnis genommen haben die Gegner dessen, was da jetzt in Hohenzieritz ausgestellt wird, die Rede von Stefan Wenzl, zuständiger Abteilungsleiter im Schweriner Finanzministerium. Er lobte Hans-Joachim Engel, der 18 Jahre lang die Gedenkstätte geleitet hatte, in den höchsten und damit in versöhnlichen Tönen. Brodkorb hatte zumindest im Internet dazu Freundliches verbreitet: „Durch das ehrenamtliche Engagement des ehemaligen Schlossvereins wurde Hohenzieritz zu einem Gedenkort mit überregionaler Bedeutung. Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird die wertvolle Arbeit des Vereins nun fortführen und die Bedeutung des Ortes weiter stärken.“

„Toilettengrün“ wirkt anders als auf Vorschaubildern

Die vereinzelten Fehler in den von den neuen Medienstationen in der Ausstellung vermittelten Texten werden sicherlich im Zusammenwirken beider Seiten ausgebügelt. Und was das heftig attackierte „Toilettengrün“ in der Wandgestaltung der Gedenkstätte angeht, so wirkte es nach Urteil von Dr. Rajko Lippert „durch Beleuchtung im Raum und mit Menschen nicht ganz so drastisch, wie auf den Vorschaubildern“.

Öffnungszeiten der Gedenkstätte kann ich noch keine vermelden. Vielleicht habe ich nicht ordentlich recherchiert. Aber das Land sucht ja auch noch nach Honorarkräften für die Einrichtung. Und wünscht sich einen Förderverein…

Der Auftakt heute Mittag verlief verhalten.

Müritzeum sucht Bewerber für Freiwilliges Ökologisches Jahr

03 Samstag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Bildung

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Schlagwörter

Jugend, Mecklenburgische Seenplatte, Umwelt, Waren

Umweltbildung im Müritzeum sucht FÖJler/in. Foto: Müritzeum

Ab September gibt es im Müritzeum in Waren wieder zwei Stellen für das Freiwillige Ökologische Jahr zu besetzen. „Wer die Tier- und Pflanzenwelt der Müritzregion kennt und noch nicht genau weiß, was er nach der Schule machen soll, für den ist ein FÖJ im Müritzeum genau richtig“, heißt es in der Ausschreibung.

Es wird immer schwieriger, Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) zu finden. Nachdem das FÖJ 1998 als Modellprojekt in verschiedenen Bundesländern erfolgreich eingeführt und 2002 mit dem FÖJ-Bundesgesetz offiziell begründet wurde, suchen neuerdings immer mehr Einrichtungen nach FÖJlern. Ein bisschen haben sie sich auch an die zeitweisen Arbeitskräfte gewöhnt. Entweder gibt es keine Bewerber, oder das FÖJ wird wieder abgebrochen, wie Strelitzius in seinem Umfeld feststellt.

Nicht wenige junge Leute im Alter zwischen 16 und 27 Jahren ziehen das untätige Zuhausebleiben im Hotel Mama offenbar dieser Chance der beruflichen Orientierung vor. Dabei gibt es genügend Schulabgänger, wie Umfragen zeigen, die trotz zahlreicher Informationsmöglichkeiten während der Schulzeit nicht wissen, was sie danach angehen wollen. Natürlich bin ich dabei, wenn es gilt, für das FÖJ zu werben, das ich für eine sehr gute Möglichkeit halte, sich vor allem an der Schwelle von der Schule zum Studium ein Bild zu machen.

Ein ehemaliger Teilnehmer sagte: „Das FÖJ in der Umweltbildung im Müritzeum macht sehr viel Spaß, weil ich hier selbst Verantwortung übernehmen kann. Besonders Kindergeburtstage durchzuführen finde ich super. Durch jede Menge Präparate und Materialien für Experimente kann ich die Kinder spielend leicht für die Schätze der Natur begeistern.“ Das ist doch was!

Freie Stellen gibt es im Müritzeum in den Bereichen Umweltbildung und Aquarium. Interessierte melden sich ab sofort unter Telefon 03991 6336821 oder umweltbildung@Mueritzeum.de. Weitere Informationen sind unter www.mueritzeum.de und auf www.jao-foej.de zu erhalten.

Motorradfahrer stößt mit Lkw zusammen und wird schwer verletzt

03 Samstag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Polizei

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Schlagwörter

Mecklenburg-Strelitz, Unfall, Verkehr, Woldegk

Wieder ein schwerer Motorradunfall in Mecklenburg-Strelitz. Ein 42-jähriger Kradfahrer aus Hamburg wollte am Freitagabend gegen 20.30 Uhr in Mildenitz mit seiner BMW einen Lkw überholen, während der nach links in einen Agrarhof abbog. Es kam zur seitlichen Kollision beider Fahrzeuge. Der Motorradfahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, durchbrach einen Zaun und kam auf dem Gelände des Agrarhofes zu Fall. Das Krad fing anschließend Feuer. Es wurde durch die Ersthelfer gelöscht.

Das Unfallopfer erlitt schwere Verletzungen. Es wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Neubrandenburg gebracht. Der 36-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 7500 Euro. Die B 104 musste für die Unfallaufnahme anderthalb Stunden lang gesperrt werden.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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