Der FSV Mirow Rechlin verbleibt in der Landesliga Ost. Nach einem überzeugenden 8:1- Auswärtssieg in Altentreptow am letzten Spieltag der Saison kann die Elf von Joachim Kittendorf das Thema Abstieg endlich abhaken.
Kapitän Christoph Bednarz hatte die Mirower zur Halbzeit mit einem Hattrick bereits 3:0 in Führung gebracht. In der zweiten Hälfte netzte er noch einmal ein. Ebenfalls drei Treffer steuerte Robin Kuchenbecker nach dem Wiederanpfiff bei. Tor Nummer 8 geht auf das Konto der Gastgeber.
Strelitzius hat sich zuletzt nach dem skandalösen Spiel gegen die Strasburger (2:2) von Coach Kittendorf, der vom „Unparteiischen“ auf die Tribüne geschickt wurde, und von Ersatztorhüter Oliver Jundel, der nach Abpfiff wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah, das Geschehen schildern lassen. Umso mehr freue ich mich für den FSV und schließe mich den zahlreichen Glückwünschen an. Es wäre wirklich unfassbar gewesen, wenn hier eine ganze Saison durch einen Referee verpfiffen worden wäre! Oliver Jundel drücke ich beide Daumen für seine Auseinandersetzung mit dem Sportgericht.
Die Polizei ist an diesem Sonntag gleich zwei Mal nach Mirow gerufen worden. Zwischen 2.20 und 2.40 Uhr verschafften sich unbekannte Täter zunächst gewaltsam Zutritt zum Vorraum der Raiffeisenbank. Danach führte nach Erkenntnissen der Polizei der Weg der Kriminellen im gleichen Gebäude zur Backwarenfiliale. Zur Höhe des dadurch entstandenen Sachschadens können derzeit keine abschließenden Aussagen gemacht werden.
Gegen 9.25 Uhr wurde die Polizei zu einem weiteren Einsatz nach Mirow gerufen. In unmittelbarer Nähe zum Tatort des Einbruchdiebstahls wurden in der August-Bebel-Straße in der Nacht zwei Verteilerkästen der Telekom aufgebrochen. Die Täter durchtrennten anschließend die darin befindlichen Kabel. Dadurch wurde der nordöstliche und nordwestliche Teil Mirows vom Telekom-Netz abgeschnitten. Die Reparatur der Anlage wird nach Schätzungen der Telekom mehrere tausend Euro kosten.
Die Kriminalpolizei in Neubrandenburg hat in diesen Fällen die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Unterstützung. Wer Hinweise zu den Tätern oder dem Tatablauf machen kann, wird gebeten, sich im Polizeihauptrevier Neustrelitz, Telefon 03981 258224, in jeder anderen Polizeidienststelle oder über die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de zu melden.
Amélie Eve, Radha Mitchell und Sam Worthington (von links) in „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“. Foto: kino.de
Wenn sich zwölf Leute an einem hochsommerlichen Sonntagnachmittag ins Wesenberger Kino setzen, dann muss es sich schon um einen ganz besonderen Film handeln, der da gezeigt wird. In der Tat verdient „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ dieses Prädikat. Eigentlich wollte ich eine Rezension schreiben, aber ich glaube, dass jeder diese Literaturverfilmung nach dem Bestseller-Roman des Kanadiers William P. Young für sich selbst einordnen muss.
Mir war der Film ein bisschen zu süß, ein bisschen zu perfekt, aber die Amerikaner können halt nicht aus ihrer Haut. Trotzdem ist es eine exzellente Arbeit mit großartigen Schauspielern in Zeiten, wo sich viel um den Glauben dreht, und damit will ich es bewenden lassen. Den Tipp von Kinochefin Christiane Bongartz mit den Taschentüchern habe ich natürlich ganz hartgesotten belächelt, und musste dann trotzdem zwei Mal die Brille abnehmen. So kann Kino sein!
Für Leser, die sich mit der Suchfunktion meines Blogs noch nicht angefreundet haben, hier noch einmal eine Inhaltsangabe des Films: In „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“ geht es um den Familienvater Mackenzie „Mack“ Allen Philips (Sam Worthington). Während eines Ausflugs wird seine Tochter Missy (Amélie Eve) entführt. Kurze Zeit später finden sich in einer Berghütte Indizien dafür, dass Missy ermordet wurde. Mack ist in tiefster Trauer und hat Schuldgefühle. Eines Tages erhält er einen Brief, der nur mit Papa unterzeichnet ist. Mack will herausfinden, wer der Absender ist, und begibt sich erneut in die Berghütte. Dort trifft er auf eine Frau, die behauptet, Gott zu sein…
Das Fantasy-Drama läuft nur noch am Dienstag um 20 Uhr und am Mittwoch um 17.30 Uhr im Wesenberger Kino. Strelitzius empfiehlt: unbedingt hingehen! Wer will, kann sich anschließend bei mir bedanken. Oder sich beschweren, was ich aber für ausgeschlossen halte. Ich muss mir den Soundtrack noch besorgen. Neil Young ist allerdings mit nur einem der neun verwendeten Titel zu kurz gekommen, obwohl wir nach dem Film wissen, dass Gott Neil Young liebt – wie auch ich.
Porträt Friedrich Wilhelm Erbgroßherzog von Mecklenburg-Strelitz (1819-1904), circa 1840, Lithographie
Das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz bietet am kommenden Sonnabend um 14 Uhr einen interessanten Vortrag an. Dr. René Wiese vom Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde überschreibt ihn mit „What times! Die Tagebuchaufzeichnungen des Erbgroßherzogs Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Strelitz in der Revolution 1848/49“.
Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Strelitz (1819-1904) folgte seinem Vater Georg 1860 im besten Alter von vierzig Jahren auf den Thron. Man kennt ihn in als erblindeten Großherzog, der seinem Nachfolger einen sagenhaften Hausschatz hinterließ. Weniger bekannt ist, wie Friedrich Wilhelm als Thronfolger und Erbgroßherzog lebte in einer Zeit, die mit der Revolution von 1848/49 tief in die Geschichte der Monarchie einschnitt.
Seit Anfang der 1840-er Jahren hat Friedrich Wilhelm täglich Notizen gemacht und ein Tagebuch hinterlassen, das politische und private Zusammenhänge erkennen lässt, die sonst häufig verborgen bleiben. Da der Erbgroßherzog 1843 eine Prinzessin von Großbritannien heiratete, sind die großteils in Englisch verfassten Aufzeichnungen auch eine wichtige Quelle für den europäischen Rang der Strelitzer Linie des Hauses Mecklenburg.
Achtung: Kulturquartier-Chef Albrecht Pyritz macht darauf aufmerksam, dass die Veranstaltung in der Veröffentlichung seines Hauses irrtümlich für 19.30 Uhr angekündigt war. Noch einmal richtig: 24. Juni, 14 Uhr.
Die Klosterkirche Wanzka soll wiedereröffnet werden. Foto: Wikipedia
Wie Ihr mich hier lest, bin ich ein bisschen außer Atem. Um 9.13 Uhr hat mich eine Nachricht meiner Blogfreundin Sabine Reimer-Meißner unter der Betreffzeile „In Rödlin ist was los“ erreicht. Die Chance, noch jemanden rechtzeitig auf den Gottesdienst um 10 Uhr aufmerksam zu machen, schien mir dann doch nicht mehr wirklich eine, zumal ich auch noch „etwas Nettes“ schreiben sollte. Also habe ich mir auf die Schnelle erst einmal mein sonntägliches Frühstück gegönnt.
Nach dem Gottesdienst geht es mit einem Kirchenflohmarkt in Rödlin weiter. Um 14 Uhr tritt der Gemischte Chor Blankensee/Warbende auf. Anschließend gibt es auch noch Kaffee und Kuchen. Außerdem wird eine Tombola veranstaltet, bei der jedes Los gewinnt. Das alles geschieht zu Gunsten der Klosterkirche Wanzka, die ja bekanntlich im September wiedereröffnet werden soll.
Meine bessere Hälfte genehmigt sich zwar pro Woche zwei frische Ananas. Trotzdem bekam ich sofort grünes Licht, als ich vorschlug, der Tropenfrucht doch mal ein Stelldichein mit Schweinelende im Wok zu verschaffen. Passt nämlich prima zum Vorsommer. Erst recht, wenn die Liaison süß-sauer abgeht. Die Chinesen wissen schon, was sie da in ihren Garküchen zusammenrühren.
Zunächst die Lende (um die 500 Gramm) in dünne Scheiben schneiden. Sechs Esslöffel Sojasauce und drei Esslöffel Weinessig vermischen und mit der Hälfte der Mixtur das Fleisch eine halbe Stunde zugedeckt marinieren. Nach 15 Minuten alles noch mal durchmischen. Inzwischen eine rote und eine grüne Paprikaschote sowie eine Zwiebel in Streifen schneiden. Dann noch eine Dose Ananasstücke abgießen, eine halbe Tasse der Flüssigkeit auffangen.
Jetzt das Fleisch im Wok in drei Esslöffeln Öl scharf anbraten und herausnehmen. Dann das Gemüse im Wok andünsten. Mit der übrigen Sojasaucenmischung, dem Ananassaft und 300 Millilitern Gemüsebrühe ablöschen. Dazu habe ich fünf Esslöffel Chili-Grillsauce von Knorr gegeben. Man gönnt sich ja sonst nichts! Zarter besaiteten Gemütern empfehle ich die gleiche Menge Tomatenketchup und einen kleingehackten Peperoncino ohne Kerne. Ein bisschen Schärfe muss schon sein. Und nun der Balsam: zwei Esslöffel Honig.
Noch ein paar Minuten köcheln lassen, darauf achten, dass das Gemüse knackig bleibt. Der Sauce habe ich zwecks Sämigkeit drei Esslöffel dunklen Binder verpasst. Am Ende das Fleisch zugeben, kurz aufwärmen und mit gehackter glatter Petersilie bestreuen. Reis kann dazu gegessen werden, muss man aber nicht. Die Sauce lässt sich auch hervorragend schlürfen, gilt im Reich der Mitte ebenso wie das Rülpsen als Kompliment an den Koch bzw. den Gastgeber. Qǐng xiǎngyòng oder auch guten Appetit!
Eine Viertelstunde habe ich gebraucht, ehe ich heute in Seewalde meinen fahrbaren Untersatz abstellen konnte. Nicht nur alle im Dorf ausgewiesenen Parkplätze waren ausgereizt, auch auf der Zufahrtsstraße ortseingangs und ortsausgangs reihten sich die Autos am Rand. Kurzum: Riesenandrang beim Sommerfest der Dorfgemeinschaft.
Besonders freute sich Geschäftsführer Thomas Gädeke über die große Resonanz. Sie beweise, dass die frühere Zurückhaltung gegenüber den Seewaldern tatsächlich der Vergangenheit angehört. „Die Schwelle musste erst überwunden werden, was aber ganz offensichtlich geschehen ist.“ Das sah auch der Amtsvorsteher der Kleinseenplatte und Bürgermeister von Wustrow, Heiko Kruse, im Gespräch mit Strelitzius so. Seewalde sei ein „echter Wachstumsbereich“ für die Gemeinde, so Kruse unter Verweis auf die erfreuliche Entwicklung des Ortes einschließlich des erheblichen Interesses an Waldorfschule und Waldorfkindergarten.
Tatsächlich nutzten viele Besucher die Gelegenheit, in beiden Einrichtungen mal hinter die Türen zu schauen. Aber auch der Demeter-Bauernhof und die Werkstätten waren für viele Gäste der Seewalder Anlaufpunkte. Und Familien mit kleineren Kindern waren auf dem Fest mit seinen diversen Angeboten für die Lütten ohnehin richtig. Seine zweite Bewährungsprobe nach der Einweihung zu Pfingsten hat das neue Dorfzentrum bestanden. Meinen Kochplan fürs Wochenende hatte ich leider schon aufgestellt, aber auf jeden Fall kann ich den Seewalder Cappuccino empfehlen. Für Kurzentschlossene: Um 19.30 Uhr kommen Jazzfreunde auf ihre Kosten.
Der Satz hätte auch von mir sein können. So hat mir Henry Tesch halt aus der Seele gesprochen. „Jeder Ton dieses Konzertes war des Jubiläums wert“, sagte der Schulleiter des Carolinums am Freitagabend in Leussow. Zum 20. Mal war sein Schulensemble in der bis auf den letzten Quadratmeter gefüllten Dorfkirche aufgetreten. Ein Besucherrekord anlässlich eines Auftritts der Gymnasiasten, der in seiner Qualität von besonders hoher Güte war, wie Henry Tesch dem Maestro des Ensembles Carolinum, Reinhard Gust, bescheinigte. Unter dem Jubel des Publikums stellte er das Attribut genial zum Namen des Musiklehrers.
Strelitzius ist nicht der Musikexperte, begleitet das Ensemble aber von Beginn an und glaubt einschätzen zu können, dass die jungen Sänger und Instrumentalisten einmal mehr über sich hinausgewachsen sind. Beeindruckend vor allem die Zahl der Neueinstudierungen seit dem jüngsten Weihnachtskonzert. Und die unübersehbare Sanges- und Musizierfreude ging nicht nur mir ans Herz, wie ich in anschließenden Gesprächen feststellen konnte.
Das aktuelle Programm spannt wie gewohnt einen weiten Bogen, steht aber auch ganz im Zeichen des Luther-Jahres. So erfreute das neue Moderatorenpaar Sophie Krüger und Till-Moritz Rothe mit so manchem launigen Zitat des großen Reformators. Und es fehlte nicht ein Block mit Mittelaltermusik, wovon mir Luthers bekanntes Kirchenlied „Ein feste Burg ist unser Gott“ in der exzellenten Bearbeitung von Reinhard Gust in besonderer Erinnerung geblieben ist.
Maestro Reinhard Gust „on the bright side of life“
Reinhard Gust bei seinem Solo.
Der Chef und sein Ensemble verneigten sich aber auch musikalisch vor den im vergangenen Jahr von uns gegangenen David Bowie und Leonard Cohen, adaptierten Mozart, entführten zu den „Tributen von Panem“, erinnerten an die „Kinder des Monsieur Mathieu“ und brachten eindrucksvoll internationale Volksmusik zu Gehör. Bei „Always look on the bright side of life“ stellte sogar Reinhard Gust seine gesanglichen Qualitäten unter Beweis, ein Novum, das entsprechend gefeiert wurde. Das wunderbare Lied „Der Mond ist aufgegangen“ zum Ausklang des Konzertes ist in Leussow schon ein Klassiker und wird vom Publikum mitgesungen. Wo sonst gibt es eine solche musikalische Vielfalt zu erleben! Was für ein Geschenk ist dieses Ensemble für unsere Region!
Ein bisschen Wehmut ergreift mich immer wieder angesichts der vielen Talente, die das Ensemble mit dem Abitur in der Tasche Jahr für Jahr verlassen. Andererseits darf man sich auf neue Stimmen, neue Gesichter freuen, die Quelle hat nie aufgehört zu sprudeln. Am Montag beginnen die mündlichen Prüfungen zum Reifezeugnis am Carolinum. Die begeisterten Zuhörer in der Leussower Dorfkirche haben die angehenden Absolventen mit den besten Wünschen verabschiedet.
Der Leussower Dorfverein bedankt sich: links Anke Schwirrath, rechts Henry Tesch.
Ein Dankeschön des Leussower Dorfvereins ging an den Schulverein des Carolinums, Becker Strelitz Reisen Neustrelitz, Niemann, Schult & Partner Neustrelitz, die Stadtwerke Neustrelitz, den SV Union Wesenberg, Abteilung Kanu, und die Kirchgemeinde. Henry Tesch wurde von der Vereinsvorsitzenden Anke Schwirrath eine Bildtafel überreicht, die ihren Platz im kommenden Jahr im neuen Dorfgemeinschaftshaus finden soll.
Im Anschluss blieben die Konzertbesucher bei Bratwurst, Kuchen, dem Jubiläum angemessenen Sekt und anderen Getränken noch ein, zwei Stündchen vor dem Gotteshaus zusammen. Am morgigen Sonntag tritt das Ensemble Carolinum in der Useriner Dorfkirche auf. Konzertbeginn ist um 17 Uhr.
Auch wenn der Blick aus dem Fenster momentan eher andere Eindrücke vermittelt, an diesem Wochenende ist wieder „Ansommern“ in der Mecklenburgischen Seenplatte angesagt. 48 Stunden lang zeigt sich unsere Region den Touristen vornehmlich aus dem Berliner Raum von ihren besten Seiten und wartet mit jeder Menge Angeboten auf.
Ich habe mir mal den Flyer des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte besorgt und hänge ihn für die Leser meines Blogs an. Mein Fazit nach Studium des Programms: Es gibt zwischen Neubrandenburg, Neustrelitz und Waren viel zu entdecken. Und was das Wetter angeht: Es soll ja wieder besser werden.
Der diesjährige Annalise-Wagner-Preis wird am 23. Juni um 17 Uhr im Neubrandenburger Regionalmuseum verliehen. Ausgezeichnet wird Valentine Gobys Roman „Kinderzimmer“, der 2017 in der Übersetzung von Claudia Steinitz im Verlag ebersbach & simon erschien (Strelitzius berichtete). Die Laudatio für Valentine Goby hält Dr. Clarisse Cossais, Preisträgerin des Deutsch-Französischen Journalistenpreises.
Bürgerinnen und Bürger sind zur Feierstunde eingeladen, der Eintritt ist frei. Um 15 Uhr wie auch 16 Uhr wird es im Museum zusätzlich eine Sonderführung für alle Gäste der Preisverleihung geben. Die Annalise-Wagner-Stiftung bittet nur um eine kurze Anmeldung der Teilnahme per Mail an stiftung.bibl@neubrandenburg.de oder Telefon 0395 5551333.