Am vergangenen Freitag engagierten sich Fußballspieler des FSV Mirow/Rechlin zu Gunsten des Waldes ihrer Heimatstadt. Auf einer Fläche von insgesamt 1,3 ha soll neuer Wald entstehen, informiert der zuständige Revierförster Hubert Beese. Die einst als Monokultur mit Fichten bepflanzte Fläche fiel der Trockenheit vergangener Jahre und dem daraus resultierenden Borkenkäferbefall zum Opfer. Nun wurde die Fläche nach und nach mit neuen Bäumen bepflanzt.
Die Prieperter in der dunklen Spielkleidung hinterließen einen starken Eindruck und gewannen die Partie gegen die Mirow/Rechliner mehr als verdient.
Am heutigen Spieltag in der Fußball-Kreisoberliga 2 hatte der MSV Priepert ein besonderes Ereignis zu feiern. Seit März haben der Verein, seine Spieler, Sponsoren und Unterstützer auf dieses Datum hingearbeitet, um den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Und das ist ihnen gelungen, wie mir mein Blogpartner Ralf Milbredt berichtet.
Im Mittelpunkt stand vor 225 Zuschauern das mit Spannung erwartete Derby zwischen den Gastgebern und dem FSV Mirow/Rechlin. Doch nicht nur das Spiel war von Bedeutung: Auch die Einweihung des sanierten Sportplatzes zog die Aufmerksamkeit auf sich. Die Rasenfläche wurde so aufgewertet, dass sie nun zu den besten der Region zählt. Bürgermeister Manfred Giesenberg hob bei der Eröffnung hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Vereinsvorstand, Mitgliedern und ortsansässigen Unternehmern ist: „Wenn alle an einem Strang ziehen, kann Großes entstehen.“
Fußball-Kreisoberligist MSV Priepert will am kommenden Sonntag, 20. Oktober, um 10 Uhr, mit dem Derby gegen den FSV Mirow/Rechlin seinen neuen Platz gebührend einweihen. „Es werden sehr viele Zuschauer erwartet, und wir freuen uns mega auf diesen Moment“, schreibt mir Tomy Richter vom MSV. „Wir, der gesamte Verein mit seinen 42 Mitgliedern, sind so stolz auf das Erreichte. Da war sehr viel Eigenregie und Vereinsarbeit notwendig, um das zu schaffen.“
Die Kosten für den Platz beliefen sich bisher auf ca. 33.000 Euro. Davon hat der Verein 14.000 Euro aus diversen Förderungsmaßnahmen erhalten und 19.000 Euro aus Eigenkapital aufgebracht. Die Fertigstellung der Flutlichtanlage wird nochmals mit ca. 22.000 Euro zu Buche schlagen, von denen der MSV 10.000 Euro berappt, hinsichtlich des Restes hofft der Verein ebenfalls auf Fördergeld.
Am kommenden Sonnabend, den 20. Juli, wird das neue Herrenteam des FSV Mirow/Rechlin von Trainer Hans Peter Schikore zum ersten Training in Vorbereitung auf die neue Saison in der Fußball-Kreisoberliga an den Leussower Weg gebeten. Der Trainingsauftakt wird öffentlich sein und gibt allen die Möglichkeit, sich die Mannschaft mit acht Neuzugängen und neuem Coach anzusehen.
Außerdem kann sich jeder vom Baufortschritt am Kunstrasenplatz überzeugen. Dazu wird es im September noch eine feierliche Eröffnung geben.
Kevin Jachtner, Herr Poplawski von der FGW Bau GmbH Friedland, Henry Tesch, Sigor Schult, Manuela Zentner, Reinigungskraft und „gute Seele“ beim FSV Mirow/Rechlin, Christian Voigt, Andreas Franz, Tobias Jörn und FSV-Platzwart Norbert Kleistner (von links).
Bürgermeister Henry Tesch hat sich gemeinsam mit Kämmerer Andreas Franz und Christian Voigt vom Bauamt Mecklenburgische Kleinseenplatte vor Ort einen Überblick über den aktuellen Stand der Arbeiten am Kunstrasenplatz Mirow verschafft. Sigor Schult vom Planungsbüro Niemann, Schult & Partner GmbH Neustrelitz erläuterte, dass sämtliche Maßnahmen im zeitlich vereinbarten Rahmen liegen. „Laut Planung werden wir ab 10. Juni mit der Verlegung des Kunstrasens beginnen können.“
Tobias Jörn, stellvertretender Vorsitzender vom FSV Mirow/Rechlin und Kevin Jachtner, technischer Leiter vom FSV Mirow/Rechlin freuen sich schon auf die Einweihung. Der Platz verbessere die Trainingsmöglichkeiten um ein Vielfaches, so beide übereinstimmend. Tobias Jörn bedankte sich bei Bürgermeister Henry Tesch sowie den Stadtvertretern, die diese wichtige Infrastrukturmaßnahme unterstützt haben. „Wir sind wirklich froh, dass hier Wort gehalten wurde.“
Henry Tesch skizzierte kurz den Umfang der Maßnahmen. „Angefangen vom Rückbau und der Verlegung des vorhandenen Rasenfußballfeldes, über den Neubau des Rasenplatzes nebst Ballfangzaun und die Verkabelung bis hin zur neuen Flutlichtanlage ist das ein sehr komplexes Vorhaben. Dazu kommen der Bau der neuen 100-Meter-Laufstrecke sowie die vorgesehenen Ersatzpflanzungen.“ Die Herstellungkosten belaufen sich insgesamt auf etwas über 980.000 Euro. Der Finanzierungsanteil der Stadt Mirow beträgt 575.000 Euro.
„Es ist uns zudem gelungen, eine Förderung durch das Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung von 180.000 Euro einzuwerben sowie weitere 226.311,80 Euro vom Landesförderinstitut, also insgesamt eine Fördersumme von 406.311,80 Euro“, so der Bürgermeister. Henry Tesch bedankte sich bei den beteiligten Firmen für die bisher gute und termingerechte Arbeit sowie beim Planungsbüro. Ebenso bedankte er sich beim FSV Mirow/Rechlin für die stets konstruktive Zusammenarbeit. Er bat Tobias Jörn und Kevin Jachtner, diesen Dank an die Mitglieder des Vereins zu übermitteln. „Die Vorfreude auf die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Platzes steigt“, so Tobias Jörn, „wir denken uns etwas Schönes zur Eröffnung aus.“
Während sich die Neustrelitzer Fußballfreunde gestern über das 5:0 ihrer TSG-Oberligisten im Landespokal gegen Rot-Weiß Wolgast freuen durften (Strelitzius berichtete), herrschte in Priepert heute trotz bewölkten Himmels eitel Sonnenschein nach dem 5:1 (1:1) des gastgebenden MSV im Kreispokal der Mecklenburgischen Seenplatte gegen den FSV Mirow/Rechlin. Die Tore für die Platzherren schossen Mike Döbel, Julian Rönnbeck, Jupp Schneegaß, Andy Meinke und Nils Ole Zander. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste besorgte Marlon Werner.
MSV-Trainer Mirko Kiewitz, assistiert von Mathias Schmidt: „Unsere Mannschaft hat ein super Spiel abgeliefert. Es wurden alle Vorgaben und Vorsätze umgesetzt. Wir sind sehr stolz auf unser Team.“ Danke an meinen Korrespondenten für den Kurzbericht von der Partie. Eine weitere Information: Union Wesenberg behielt in der 1. Runde des Kreispokals auswärts gegen die SG Zepkow mit 8:4 die Oberhand.
War bis zur Pause die Partie noch offen, so sorgten die in Rot spielenden Prieperter im zweiten Durchgang für klare Verhältnisse. Zufriedenheit beiMSV Prieperts Trainer Mirko Kiewitz (links), assistiert von Mathias Schmidt.
Kurz vor dem letzten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Mecklenburgische Seenplatte, Staffel 1, hat sich der Drittplatzierte FSV Mirow/Rechlin auf seiner Facebook-Seite mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit gewandt und Strelitzius gebeten, in seinem Blog darüber zu berichten. „Um organisiert und vor allem erfolgreich Fußball zu spielen, braucht man eine Mannschaft, und zu dieser gehören ganz klar die Spieler. Egal ob Jugend, Herren oder auch Alte Herren, jedes Team in einem Verein ist auf Spieler und Übungsleiter angewiesen, die gemeinsam am Wochenende auf dem Platz stehen“, heißt es in der Anzeige. Der Verein hofft, dadurch unter anderem für die Herrenmannschaft, das Aushängeschild, Neuzugänge zu gewinnen.
Der FSV Mirow wolle in der Liga mit seiner jungen, ehrgeizigen Mannschaft das Niveau weiter mitbestimmen und habe langfristig wieder höher gesteckte Ziele. Der Verein biete Top-Bedingungen für Spiel und Training. „Im Sommer beginnen die Umbaumaßnahmen unseres Geländes, mit Fertigung eines Kunstrasenplatzes und eines neuen Rasenplatzes. Somit werden wir 2024 eine der besten Sportanlagen im Kreis haben“, heißt es weiter. „Und wir haben ein kompetentes Trainerteam, das versucht, jeden einzelnen Spieler noch besser zu machen.“
Der FSV Mirow Rechlin verbleibt in der Landesliga Ost. Nach einem überzeugenden 8:1- Auswärtssieg in Altentreptow am letzten Spieltag der Saison kann die Elf von Joachim Kittendorf das Thema Abstieg endlich abhaken.
Kapitän Christoph Bednarz hatte die Mirower zur Halbzeit mit einem Hattrick bereits 3:0 in Führung gebracht. In der zweiten Hälfte netzte er noch einmal ein. Ebenfalls drei Treffer steuerte Robin Kuchenbecker nach dem Wiederanpfiff bei. Tor Nummer 8 geht auf das Konto der Gastgeber.
Strelitzius hat sich zuletzt nach dem skandalösen Spiel gegen die Strasburger (2:2) von Coach Kittendorf, der vom „Unparteiischen“ auf die Tribüne geschickt wurde, und von Ersatztorhüter Oliver Jundel, der nach Abpfiff wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah, das Geschehen schildern lassen. Umso mehr freue ich mich für den FSV und schließe mich den zahlreichen Glückwünschen an. Es wäre wirklich unfassbar gewesen, wenn hier eine ganze Saison durch einen Referee verpfiffen worden wäre! Oliver Jundel drücke ich beide Daumen für seine Auseinandersetzung mit dem Sportgericht.
Der Plan B der TSG Neustrelitz zur Rettung ihrer Verbandsligamannschaft ist nicht aufgegangen. Nachdem sich die Mirower Spieler überraschend aus dem Kader zurückgezogen hatten (Strelitzius berichtete), hoffte die Vereinsführung in der Residenzstadt am Sonntag noch, das Loch mit Oldies aus den eigenen Reihen und Gastspielern zu füllen, bis eigene Nachwuchskräfte von den A-Junioren herangeführt werden können. Das Vorhaben hatte sich dann gestern zerschlagen, mehr als fünf Spieler standen aktuell nicht zur Verfügung, wie mir TSG-Sprecher Stephan Neubauer sagte.
Stephan Neubauer
Der hatte sich am Wochenende mir gegenüber noch optimistisch geäußert. „Auch für mich persönlich ist das nach 15 Jahren Vorstandsarbeit ein Supergau. Das ist ein ganz schwerer Schritt für uns, aber es blieb uns auch aus Gründen der Fairness gegenüber den anderen Mannschaften der Liga nichts anderes übrig, als uns aus dem Spielbetrieb abzumelden“, so Neubauer. Die Zweite werde dem Verein definitiv fehlen, auch als Aufbaumannschaft von Spielern der Ersten. Weitere Auswirkungen auf den Regionalligabetrieb habe die Abmeldung der Reserve aber nicht.
Stephan Neubauer äußerte sich abschließend in Richtung Mirow. Unter Anspielung auf das wichtigste Verkehrsprojekt der Stadt sagte er, dass man sich dort jetzt schon mal eine sportliche Umgehungsstraße gebaut habe. Mirow sollte Heimspielort der fusionierten Verbandsligatruppe werden. Nun machten attraktive Vereine wie die aus Stralsund, Greifswald, Rostock oder auch Neubrandenburg, die am Leussower Weg angetreten wären, einen Bogen um die Stadt.
Die nicht zustande gekommene Ehe von Spielern der TSG II und vom FSV Mirow/Rechlin für die Verbandsliga MV hat die TSG Neustrelitz offenbar kalt erwischt. Eine Woche vor Saisonstart habe ich Stephan Neubauer, Sprecher des Neustrelitzer Vereins, heute im Parkstadion nach dem Plan B gefragt. „Wir arbeiten daran“, war die alles und nichts sagende Antwort. Für den 13. August ist die erste Punktspiel-Partie gegen den FC Pommern Stralsund im Harbigstadion angesetzt.
Während in der am vergangenen Mittwoch erschienenen Stadionzeitung „Heimspiel“ noch ein Kader von 16 Spielern für das Verbandsligateam vorgestellt worden war, platzte dann zwei Tage später die Bombe: Die Mirower Spieler ziehen nicht mehr mit. Im heute im Parkstadion ausgelegten Spieljournal „Heimspiel live“ wird zwar mit Dariusz Kolacki ein neuer Trainer für das Team präsentiert, aber lediglich darauf verwiesen, dass mit Dennis Ahrndt, Norman Richter und Keeper Kevin Nethe nur noch drei Spieler aus dem Team der vergangenen Spielzeit zur Verfügung stehen. Für die Winterpause wird auf Zugänge von den A-Junioren der TSG Neustrelitz gesetzt, war von Stephan Neubauer noch zu erfahren. Wer bis dahin aufläuft, scheint ungeklärt.
Unterdessen sind Vorwürfe aus der Residenzstadt in Richtung Mirow bei den Spielern dort auf Unmut gestoßen. Wie Strelitzius erfuhr, fühlen sich die Kicker von den Funktionären schlichtweg überfahren und wollen jetzt nicht die Prügelknaben sein. Bezeichnenderweise ist der Mirower FSV-Chef Peter Schmitt mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Am 12. Juni hatte Strelitzius im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Mirows Trainer Danny Krokotsch aus Spielerkreisen zitiert, dass beim FSV Zustände herrschen „wie in Sodom und Gomorrha“. Daran scheint sich noch nicht so viel geändert zu haben.