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Gruppenbild beim gemeinsamen Einsatz. Foto: NPA Müritz

Wie schon in den Vorjahren, rückten Soldatinnen und Soldaten des Systemzentrums 24 aus Trollenhagen dieser Tage wieder freiwillig in den Müritz-Nationalpark aus. An der Seite von Rangern und Forstwirten des Distrikts Serrahn übernahmen sie Arbeiten, die sich nur von Hand erledigen lassen, weil schwere Maschinen im empfindlichen Gelände nicht zum Einsatz kommen können.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Einsatzes stand der Moorschutz: Ein alter Zulauf zwischen Scharmünzelsee und Großem Serrahnsee musste verschlossen werden, damit der wertvolle Lebensraum auch langfristig bewahrt werden kann. Die Arbeiten in dem schwer zugänglichen und sensiblen Gelände erforderten viel Fingerspitzengefühl und Muskelkraft zugleich.

Schön abwechslungsreich

Neben diesem Kernprojekt verrichteten die Soldatinnen und Soldaten außerdem zahlreiche kleinere Arbeiten im Gebiet. „Der Graben war unsere Hauptaufgabe in diesem Jahr, daneben gab es noch einiges an kleineren Arbeiten im Gebiet zu erledigen. Es war schön abwechslungsreich“, berichtet der den Einsatz koordinierenden Stabsfeldwebel.

Für die Soldatinnen und Soldaten ist der Tag draußen in der Natur ein angenehmer Kontrast zum sonstigen Dienstalltag. „Es ist die Arbeit in der regionalen Natur, die uns motiviert. Die meisten Kameraden stammen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Den Nationalpark kennen die meisten schon von Kindertagen an.“

Lange Geschichte

Der Freiwilligeneinsatz der Bundeswehr im Müritz-Nationalpark blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits seit 1993 unterstützen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr die Arbeit im Park, überwiegend im Serrahner Teilgebiet. Ob Moorrenaturierung oder der Bau von Besuchereinrichtungen – gemeinsam mit dem Nationalparkamt sind über die Jahre viele Projekte entstanden, von denen Natur und Besucherinnen und Besucher gleichermaßen profitieren.

„Wir schätzen das Engagement der Bundeswehr sehr“, sagt Ulf Zimmermann, Leiter des Müritz-Nationalparks. „Im Gebiet besteht an verschiedenen Stellen immer wieder Sanierungsbedarf und Maschinen können im Nationalpark oft nicht eingesetzt werden. Daher ist Muskelkraft und technisches Know-How gefragt. Ich freue mich, dass diese wertvolle Zusammenarbeit schon so lange besteht.“