Gruppenbild beim gemeinsamen Einsatz. Foto: NPA Müritz
Wie schon in den Vorjahren, rückten Soldatinnen und Soldaten des Systemzentrums 24 aus Trollenhagen dieser Tage wieder freiwillig in den Müritz-Nationalpark aus. An der Seite von Rangern und Forstwirten des Distrikts Serrahn übernahmen sie Arbeiten, die sich nur von Hand erledigen lassen, weil schwere Maschinen im empfindlichen Gelände nicht zum Einsatz kommen können.
Anlässlich des erstmals begangenen Veteranentags in Deutschland fand heute in Neubrandenburg eine bedeutsame Veranstaltung statt. Nach einem ökumenischen Gottesdienst trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Bundeswehr, der Politik, der Stadtgesellschaft und verschiedener Interessensgruppen, um ihre Vorstellungen und Erwartungen für den Veteranentag 2025 in Neubrandenburg zu besprechen und erste Ideen zu entwickeln. Der Vorsitzende der Jungen Union Mecklenburgische Seenplatte, Roman-Dieter Olbricht, nahm aktiv daran teil und brachte die Ideen der Jugendorganisation ein. Alle Ideen wurden auf einer Pinnwand angebracht und waren somit für alle öffentlich zugänglich. Besonders im Fokus standen dabei der respektvolle Umgang und die Anerkennung der Leistungen der Veteranen.
Roman-Dieter Olbricht äußerte sich positiv über die Veranstaltung: „Es ist von großer Bedeutung, dass wir als junge Generation Verantwortung übernehmen und uns für die Anerkennung unserer Veteranen stark machen. Ihre Geschichten und Erfahrungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Geschichte und Identität.“ Neben Olbricht nahmen auch Vertreter der Bundes- und Kommunalpolitik teil, darunter Philipp Amthor, Bundestagsabgeordneter, und Peter Modemann für die Stadt Neubrandenburg.
Am Donnerstagnachmittag übergibt Brigadegeneral Christian Nawrat das Kommando der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ an seinen Nachfolger General Ralf Hammerstein. Der Wechsel an der Spitze wird mit einem feierlichen und öffentlichen Appell auf dem Neubrandenburger Marktplatz zelebriert. Deshalb werden am Donnerstag folgende Straßen und Stellflächen gesperrt sein:
§ Vollsperrung der Kleinen Wollweberstraße im Abschnitt zwischen An der Marienkirche und Stargarder Straße am 18.04.2024 in der Zeit von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr
§ Vollsperrung der Treptower Straße (Fußgängerzone) ab Seiteneingang Marktplatz-Center in der Zeit von 10:00 Uhr bis 15:30 Uhr
§ Sperrung der Zufahrt am Giebel des HKB am 04.10.2023 in der Zeit von 10:00 Uhr bis 15:30 Uhr
§ Sperrung der Stellflächen in der Stargarder Straße im Abschnitt zwischen Turmstraße und Neutorstraße in der Zeit von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr
§ Sperrung der Stellflächen für den Blutspendedienst in der Zeit von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr
§ Sperrung der Stellflächen auf nördlichen Fahrbahnseite der Kleinen Wollweberstraße im Abschnitt zwischen Waagestraße und Stargarder Straße in der Zeit von 09:00 bis 16:00 Uhr.
Anlässlich des 10. Jubiläums der Partnerschaft zwischen der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ und der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg unterzeichneten heute Brigadekommandeur Christian Nawrat und Oberbürgermeister Silvio Witt die Neuauflage der Patenschaftsurkunde. Im genauen Wortlaut heißt es darin: „In gemeinsamer Verbundenheit und geprägt vom Willen zur gegenseitigen Unterstützung und zum freundlichen Miteinander erneuern die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg und die Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ die Patenschaft.“
„Die Bundeswehr ist ein großer Arbeitgeber, ein Wirtschaftsfaktor, Auftraggeber für zivile Unternehmen, die Soldatinnen und Soldaten bringen Kaufkraft nach Neubrandenburg. Doch all das beschreibt das Wesen unserer Partnerschaft nur teilweise“, sagte Oberbürgermeister Silvio Witt. „Dazu gehört einfach auch das Vertrauen ineinander. Wenn der Kommandeur der Brigade, General Christian Nawrat ins Rathaus kommt, dann ist das nicht nur ein wichtiger dienstlicher Termin, sondern immer auch ein gutes Gespräch unter Freunden. Mir ist es gerade heute wichtig, dass Militär und Zivilverwaltung enge Partner sind.“
Brigadekommandeur Christian Nawrat sagte: „Die Patenschaft mit der Stadt Neubrandenburg ist einzigartig! Vor allem durch unsere Zusammenarbeit in lokalen Projekten, bei gemeinsamen Veranstaltungen und sozialen Initiativen, mit der wir das Vertrauen zwischen Zivilbevölkerung und Soldaten stärken und somit die gegenseitige Identifikation fördern.“
Die Aussichtsplattform am Priesterbäker See ist erneuert worden. Foto: O. Bahr
Seit über 30 Jahren helfen Soldatinnen und Soldaten aus dem Systemzentrum 24 der Bundeswehr in Trollenhagen Jahr für Jahr als Freiwillige im Müritz-Nationalpark mit. Über die Jahrzehnte sind dabei Moore renaturiert worden, Flächen von Altlasten geräumt worden oder ganze Aussichtstürme und etwa die beliebte Kanuumtragestelle in Granzin entstanden.
In diesem Jahr hatten die Soldaten bereits im Juni einen Graben bei Goldenbaum verschlossen, um eine Moorfläche zu renaturieren. Passend zum „Jahresthema Moor“ des Müritz-Nationalparks. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten im Jugendwaldheim ist dabei auch die Idee entstanden im Ehrenjahr noch ein zweites Mal mitanzupacken. Darum waren vom vergangen Monag bis zum Donnerstag abermals fünf Soldaten im Nationalpark und haben die Beläge und das Gestell der Aussichtsplattform am Priesterbäker See erneuert.
Auszeichnung von OB Silvio Witt im Juni dieses Jahres mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold.
Am 25. November begeht die Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ ihren 30. Geburtstag mit einem öffentlichen Appell im Jahnsportforum Neubrandenburg. „Die Bundeswehr ist ein wichtiger Standortfaktor und Partner für die Vier-Tore-Stadt. Diese Partnerschaft wurde mit der Unterzeichnung der Urkunde zur Kooperation Ende 2014 besiegelt und in den Folgejahren immer weiter ausgebaut und vertieft. In Neubrandenburg ist die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr im Sport, in der Kultur, insbesondere bei der Gedenkarbeit sowie in der Wirtschaft ein Impuls der guten Entwicklung der Stadt. Ohne die Bundeswehr hätte die Stadt Neubrandenburg 2015 und 2016 die Herausforderung der Flüchtlingsaufnahme kaum bewerkstelligen können“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus der Stadt.
Seit ihrer Geburtsstunde am 1. April 1991 schreibe die Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ aktiv an der Geschichte der Bundeswehr und des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit. Auch an der Geschichte der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, die seit 2014 Sitz und Heimat der Brigade ist.
Erst vor wenigen Wochen wurde die Verbundenheit der Panzergrenadierbrigade 41 mit der Stadt Neubrandenburg besonders deutlich: Oberbürgermeister Silvio Witt wurde durch die Brigade das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold verliehen (Strelitzius berichtete). Zudem durfte er für die Stadt Neubrandenburg den „Preis Bundeswehr und Gesellschaft“ durch die Bundesverteidigungsministerin entgegennehmen.
Der Appell richtet sich an all jene, die sich über viele Jahre hinweg um enge und freundschaftliche Beziehungen zwischen Stadt, Gesellschaft und Bundeswehr bemüht und verdient gemacht haben. Zum Appell werden die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, der Oberbürgermeister der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, Silvio Witt, und der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“, Oberst Christian Nawrat, auf mehr als drei Jahrzehnte ereignisreicher Geschichte zurückblicken.