Mit dem heutigen Dienstbeginn um 6 Uhr streiken die Beschäftigten der REMONDIS Seenplatte Logistik GmbH an den Betriebsstätten Neustrelitz, Möllenhagen und Malchin für einen besseren Entgelttarifvertrag. Der Streik wurde notwendig, weil die Arbeitgeberseite nach der 4. Verhandlungsrunde am 19. Mai kein verbessertes Angebot vorlegte (Strelitzius berichtete).
Die REMONDIS Seenplatte Logistik GmbH ist eine Tochter der REMONDIS Seenplatte GmbH, hat ca. 155 Beschäftigte und ist u. a. für die Entsorgung der Gelben Tonne (LVP), Blauen Tonne (PPK), Schwarzen Tonne sowie Fäkalientransport und Sperrmüllservice im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zuständig. ver.di rechnet mit erheblichen Beeinträchtigungen im gesamten Entsorgungsgebiet bei der Entsorgung. Orte im Entsorgungsgebiet (Neustrelitz, Wesenberg, Mirow, Rechlin, Röbel, Feldberger Seenlandschaft, Waren, Malchow, Penzlin, Stavenhagen, Altentreptow, Demmin, Malchin und Nebenorte) werden, je nach Tourenplan, unterschiedlich betroffen sein.
„Wer sich selber als Marktführer der Entsorgungsbranche bezeichnet, darf bei der Bezahlung seiner Beschäftigten nicht das Schlusslicht in der Branche in MV werden. Angebotene 1,2% Tabellenerhöhung pro Jahr bei 36 Monaten Laufzeit wirken, bei einem Jahresumsatz von mehr als 7 Milliarden Euro (Konzern REMONDIS), für die Beschäftigten wie Hohn und Spott. Von Einkommen zwischen ca. 1700 Euro – ca. 2100 Euro brutto im Monat bleibt nach Abzug der Steuern nicht wirklich viel zum Leben. Diesen Zustand in Verhandlungen immer wieder mit dem Standort (MV) und den eventuellen Auswirkungen der Corona-Krise zu begründen, hilft den Beschäftigten auch nicht dabei den nächsten Einkauf zu bezahlen“, beschreibt Mathias Bialuch, ver.di Verhandlungsführer und zuständig bei ver.di für die Ver- und Entsorgungsbranche in MV, die aktuelle Situation.
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