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Die ver.di Tarifkommission hat nach den Gesprächen mit der REMONDIS Seenplatte Logistik am gestrigen Tag beschlossen, die Verhandlungen abzubrechen und in den Arbeitskampf zu gehen. „Das Verhalten und die eklatant provokante Verhandlungsführung des Arbeitgebers konnten so nicht mehr toleriert werden“, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

„Wenn das angekündigte neue Angebot des Arbeitgebers nach unserer Prüfung noch schlechter ist als das schon abgelehnte, dann ist das nicht nur ein Schlag ins Gesicht für die Kollegen, sondern dann bricht die REMONDIS Seenplatte Logistik damit auch ihr Versprechen aus dem Jahr 2016. Eine Lohnsteigerung von 1,2% pro Jahr bei 36 Monaten Laufzeit bedeutet bei den eh schon geringen Löhnen angebotene Armut“, erklärt der Betriebsratsvorsitzende und Mitglied der Tarifkommission, Karsten Köstler.

Am 31.12.2019 endete die Laufzeit des aktuellen Tarifvertrags für die Kollegen_innen bei der Remondis Seenplatte Logistik mit ihren Betriebsstätten in Möllenhagen, Neustrelitz, Malchin und Demmin. Der Entsorger (ca. 155 Beschäftigte), welcher u.a. im öffentlichen Auftrag für die Entsorgung von Restabfall, Papiertonne, Gelber Sack, Fäkalientransport und Sperrmüllservice im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zuständig ist, gehört schon seit längerem zu den günstigeren Betrieben in der Mecklenburger Entsorgungswirtschaft bezüglich des Lohns (Strelitzius berichtete).

„Die Beschäftigten bei der REMONDIS Seenplatte Logistik werden in den nächsten Wochen ihrem Unmut Luft machen. Arbeitsniederlegungen sind beschlossen. Sollte der Arbeitgeber ein ernsthaftes Interesse an der Lösung des Konflikts haben und ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen, kehren wir an den Verhandlungstisch zurück. MV macht die Seenplatte für Urlauber auf, wir machen die Entsorgung dicht“, so ver.di-Verhandlungsführer Mathias Bialuch.